Das kanadische Bergbauunternehmen Heliostar Metals hat neue Analysewerte von Oberflächenproben seines Goldstrike-Projekts im US-Bundesstaat Utah veröffentlicht. Die Proben bestätigten die Antimon- und Goldmineralisierung am Zielgebiet Antimony Ridge und führten zugleich rund 1.700 Meter weiter westlich zur Identifizierung eines zweiten Ziels namens Antimony Knoll. Beide Bereiche werden derzeit mit dem ersten Bohrprogramm des Projekts untersucht, das gezielt auf Antimon ausgerichtet ist.

Kanalproben an Antimony Ridge

An Antimony Ridge beprobte das Unternehmen Gestein über eine Fläche von 900 mal 450 Metern. Die auffälligen Antimon- und Goldgehalte verteilen sich dabei entlang einer geologisch günstigen Zone über eine Länge von 205 Metern. Die beste Kanalprobe ergab 2,53 Prozent Antimon und 0,61 Gramm Gold je Tonne über eine wahre Breite von 1,3 Metern. Eine weitere Probe kam auf 1,02 Prozent Antimon und 0,33 Gramm Gold je Tonne über 3,2 Meter.

Kanalproben sind fortlaufende Rillenproben, die quer über eine Gesteinsoberfläche geschnitten werden, um die Gehalte über eine definierte Breite zu erfassen. Insgesamt entnahm das Team im Projektgebiet 27 solcher Proben. 21 der 27 Kanalproben lieferten nach Unternehmensangaben auffällige Antimon- und Goldwerte.

Neues Zielgebiet Antimony Knoll

Bei Kartierungs- und Beprobungsarbeiten stieß Heliostar westlich davon auf Antimony Knoll. Eine erste Kanalprobe dort enthielt 1,11 Prozent Antimon über 0,6 Meter. Nach Darstellung des Unternehmens liegt die Mineralisierung in einem durch eine Verwerfung versetzten Block derselben Gesteinsfolge, die auch Antimony Ridge prägt. In beiden Bereichen tritt Antimon unter anderem als Stibiconit auf – ein Oxidmineral, das durch die Verwitterung des Antimonminerals Stibnit entsteht.

Abstand zur bekannten Goldlagerstätte

Die neuen Antimon-Vorkommen befinden sich bis zu vier Kilometer von der bereits bekannten Goldlagerstätte entfernt. Heliostar hält es für möglich, dass beide Vorkommen zu demselben Rohstoffsystem gehören. Dieses System könnte sich über eine Strecke von fast sechs Kilometern erstrecken, so die Einschätzung des Unternehmens. Ein Nachweis dafür steht aus.

Goldstrike wird dem sogenannten Carlin-Typ zugerechnet. Bei dieser Lagerstättenart ist das Gold nicht in sichtbaren Adern konzentriert, sondern feinverteilt im Gestein eingelagert. Es gelangte durch heiße, mineralreiche Lösungen dorthin, die sich in geologischer Vorzeit durch Risse und Bruchzonen im Untergrund bewegten. Solche Strukturen können sich über mehrere Kilometer hinziehen – daraus leitet Heliostar die Vermutung ab, dass auch weiter entfernte Antimon-Funde mit der bekannten Goldlagerstätte in Verbindung stehen könnten.

Ressourcenzahlen und Eigentumsverhältnisse

Für Goldstrike weist das Unternehmen in der angezeigten Kategorie 65.804.000 Tonnen Material mit durchschnittlich 0,46 Gramm Gold je Tonne aus. Das entspricht 975.000 Unzen Gold in der angezeigten Kategorie. Hinzu kommen 8.860.000 Tonnen mit 0,31 Gramm je Tonne beziehungsweise 90.000 Unzen in der abgeleiteten Kategorie, die mit einer geringeren geologischen Sicherheit verbunden ist. Seit März 2026 befindet sich das Projekt vollständig im Besitz von Heliostar.

Bohrprogramm mit 1.500 Metern angesetzt

Für die weitere Untersuchung setzt das Unternehmen auf RC-Bohrungen. Bei diesem Verfahren werden Gesteinssplitter mit Druckluft aus dem Bohrloch nach oben befördert. Das Programm ist zunächst auf 1.500 Bohrmeter ausgelegt; zum Zeitpunkt der Mitteilung waren acht Bohrlöcher mit zusammen 852 Metern abgeschlossen.

Heliostar weist selbst darauf hin, dass die veröffentlichten Oberflächenwerte einzelne Probenpunkte darstellen und die ausgewiesene Goldressource keine wirtschaftlich gewinnbare Reserve ist. Erst weitere Bohrungen und eine spätere Wirtschaftlichkeitsstudie könnten Ausdehnung, Kontinuität und mögliche wirtschaftliche Bedeutung der Mineralisierung klären.

Ergebnisse im vierten Quartal erwartet

Die Laborergebnisse des laufenden Bohrprogramms erwartet Heliostar im vierten Quartal 2026. Parallel dazu digitalisiert und prüft das Team historische Projektdaten. Auf dieser Basis will das Unternehmen ein weiteres Arbeitsprogramm entwerfen und bewerten, ob sich die Gold- und Antimon-Vorkommen gemeinsam entwickeln lassen.

Antimon gilt in den Vereinigten Staaten und der EU als kritischer Rohstoff; es wird unter anderem in Legierungen, Flammschutzmitteln und Batterieanwendungen eingesetzt. Ein Vorkommen auf US-Boden ist vor diesem Hintergrund von Interesse, wobei aus den bisher gemeldeten Oberflächenproben keine Aussage über eine mögliche Produktion abgeleitet werden kann.

Quelle: Nachrichten Ticker – Kategorie: Aktien & Indizes – www.wallstreet-online.de

Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

Teilen.

berichtet über Aktien, Indizes und Makro-Trends mit Fokus auf klare Einordnung und praktische Relevanz. Sein/ Ihr Schwerpunkt: Marktbewegungen verstehen, Chancen und Risiken transparent machen – ohne unnötigen Lärm.

Einen Kommentar hinterlassen

/* Remove related articles only from post 95581 */ body.postid-95581 section.related-posts { display: none !important; }
Exit mobile version