Das Weiße Haus hat am 28. September 2026 im Rahmen des U.S.-China Board of Trade mitgeteilt, dass die Vereinigten Staaten und China eine Liste US-amerikanischer Produkte für den Import nach China sowie eine Liste chinesischer Produkte für den Import in die Vereinigten Staaten prüfen werden. Ziel sei es, diesen Gütern auf reziproker Basis eine reduzierte Zollbehandlung zu ermöglichen, heißt es in der Erklärung. Beide Seiten betonen dabei, dass ein solches Vorgehen im Einklang mit ihren jeweiligen innerstaatlichen Gesetzen und Verfahren stehen müsse.
Welche konkreten Produkte oder Warengruppen auf den beiden Listen stehen sollen, nennt die Mitteilung nicht. Ebenso wenig enthält der Text Angaben zu einem Zeitplan, zu möglichen Zollsätzen oder zu der Frage, wann die Prüfung abgeschlossen sein soll. Die Formulierung „will consider“ beschreibt eine Absicht zur Prüfung, keine bereits getroffene Entscheidung über konkrete Zollsenkungen.
Rahmen ohne Details
Die Erklärung stellt lediglich einen Verfahrensrahmen dar: Beide Regierungen wollen Listen erstellen und diese mit Blick auf eine mögliche gegenseitige Zollreduzierung prüfen. Ob und in welchem Umfang daraus tatsächlich reduzierte Zölle folgen, hängt nach dem Wortlaut der Mitteilung von den jeweiligen innerstaatlichen Gesetzen und Prozessen in den USA und in China ab. Eine verbindliche Zusage zur Umsetzung enthält der veröffentlichte Text nicht.
Deutschland exportierte 2025 Waren der Gruppe Güter der Gewerblichen Wirtschaft im Wert von 143,9 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten.
Weitere Angaben, etwa zu einem nächsten Verhandlungstermin oder zu einer Veröffentlichung der geplanten Produktlisten, machte das Weiße Haus zum Zeitpunkt der Mitteilung nicht.

