Das Aktienangebot der EPH Group AG zieht sich länger hin als geplant. Was ursprünglich bis Ende Juni 2026 laufen sollte, wurde zunächst bis zum 31. Juli verlängert – und gilt nun bis zum 30. November 2026.
Das Angebot läuft damit deutlich länger als ursprünglich vorgesehen, was das Unternehmen selbst mit einem schwierigen Marktumfeld und einem gesunkenen Aktienkurs begründet. Der Vorstand hält diesen Kursrückgang nach eigener Einschätzung für fundamental nicht gerechtfertigt. Für Anleger, die das Unternehmen beobachten, ist das ein Hinweis darauf, dass die Nachfrage bisher nicht ausreicht, um die Kapitalerhöhung abzuschließen.
Im April 2026 hatte EPH Group beschlossen, bis zu 142.858 neue Aktien auszugeben und das Grundkapital damit von einer Million Euro auf bis zu rund 1,14 Millionen Euro zu erhöhen. Zunächst konnten bestehende Aktionäre ihre Bezugsrechte ausüben, danach folgte das öffentliche Angebot in Österreich und Deutschland.
Laut Unternehmen laufen noch Gespräche mit potenziellen Investoren, die durch die verlängerte Frist zu einem Abschluss gebracht werden sollen. Der Ausgang dieser Gespräche ist offen, weitere Einzelheiten nannte EPH Group nicht.
Parallel dazu plant die Gesellschaft eine neue Unternehmensanleihe für den Tourismusbereich. Das geplante Volumen der Schuldverschreibungen 2026/2033 beträgt bis zu 50 Millionen Euro. Die Anleihe soll durch Verpfändung von Geschäftsanteilen an Tochter- und Beteiligungsgesellschaften besichert werden – dieselbe Struktur wie bei den im Jahr 2025 begebenen Schuldverschreibungen.
Gläubiger der bestehenden Anleihen aus den Jahren 2025 und 2023 sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Papiere im Verhältnis 1:1 in die neue Anleihe zu tauschen. Die Zeichnungsfrist für die neuen Schuldverschreibungen ist für Ende September 2026 geplant, steht aber noch unter dem Vorbehalt der Prospektgenehmigung durch die zuständige Aufsichtsbehörde. Einzelheiten zu Kupon und Ausgabepreis hat EPH Group noch nicht festgelegt.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

