Im vergangenen Geschäftsjahr kam Borussia Dortmund in der Champions League nicht über das Achtelfinale hinaus. Das macht sich in der Ergebnisrechnung deutlich bemerkbar.
WKN 549309 · ISIN DE0005493092
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 21. August 2026
Der Konzernfehlbetrag belief sich auf 21,7 Millionen Euro – nach einem Überschuss von 6,5 Millionen Euro im Vorjahr. Weil ein Jahresfehlbetrag ausgewiesen wird, kann der Vorstand der Hauptversammlung keine Dividende vorschlagen. Aktionäre gehen damit in diesem Jahr leer aus.
Der Umsatz sank von 526,0 Millionen Euro auf 460,5 Millionen Euro. Den größten Teil des Rückgangs trug die TV-Vermarktung: Sie brachte statt 227,2 Millionen Euro nur noch 168,5 Millionen Euro, weil der Verein früher aus der Champions League ausschied als in der Vorsaison. Zusätzlich flossen Einnahmen aus der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025 stichtagsbedingt nur anteilig in das Geschäftsjahr. Lediglich die Werbeerlöse legten zu – von 153,6 auf 157,9 Millionen Euro.
Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erzielte der Konzern noch ein positives Ergebnis von 92,2 Millionen Euro (Vorjahr: 115,9 Millionen Euro). Abschreibungen von 111,4 Millionen Euro, die höher ausfielen als im Vorjahr, drückten das Ergebnis weiter ins Minus. Das Ergebnis vor Steuern betrug minus 20,3 Millionen Euro.
Auf der Kostenseite gelangen dem Klub Einsparungen: Die Personalaufwendungen sanken um rund 8 Millionen Euro auf 259,9 Millionen Euro, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen um knapp 17 Millionen Euro auf 145,4 Millionen Euro zurück. Das Transfergeschäft steuerte 59,3 Millionen Euro bei – deutlich mehr als die 37,8 Millionen Euro des Vorjahres.
Die BVB-Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 3,21 Euro und damit rund ein Prozent höher als am Vortag.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026/2027 erwartet Borussia Dortmund ein Konzernjahresergebnis zwischen null und zehn Millionen Euro. Der Klub schränkt ein, dass Transferaktivitäten und vor allem der sportliche Verlauf diese Prognose erheblich verschieben können. Wie weit das Ergebnis letztlich in diese Spanne fällt, hängt damit maßgeblich davon ab, wie weit der BVB in der Champions League kommt.
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