Pentixapharm hatte für 2026 einen Verlust von rund 21,6 Millionen Euro eingeplant. Nun erwartet der Vorstand nur noch rund 13 Millionen Euro. Die Verbesserung kommt zu einem Preis: Aufwendungen und ein klinischer Meilenstein verschieben sich ins nächste Jahr.
WKN A40AEG · ISIN DE000A40AEG0
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 19. Oktober 2026
Wer die Aktie beobachtet, muss beides im Blick behalten. Der kleinere Verlust bedeutet zunächst mehr Spielraum – die Gesellschaft hält an ihrer Einschätzung fest, dass die verfügbaren Mittel den Betrieb bis ins Jahr 2028 finanzieren. Gleichzeitig liegen wichtige Kosten nun im Jahr 2027, nicht in 2026.
Woher die Einsparungen kommen
Rund 3 Millionen Euro entfallen auf Aufwendungen für die PANDA Phase-3-Studie, die sich aufgrund konkretisierter Vereinbarungen mit Dienstleistern und eines angepassten Zeitplans ins Geschäftsjahr 2027 verschieben. Weitere rund 2 Millionen Euro stammen aus mehreren kleineren Effekten: geringere Personalaufwendungen, niedrigere Zinsaufwendungen wegen einer späteren Inanspruchnahme der Wandelschuldverschreibungsfazilität sowie verschobene Ausgaben für den Erwerb von Daten.
Hinzu kommt ein nicht zahlungswirksamer Effekt von rund 3,7 Millionen Euro: Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte entfallen, weil die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht am 2. Oktober 2026 entsprechende Feststellungen getroffen hatte. Das Unternehmen setzt diese bereits in der Quartalsmitteilung für das dritte Quartal 2026 um.
Studienbeginn verschoben
Die Aufnahme des ersten Patienten in die PANDA Phase-3-Studie ist nun für das erste Quartal 2027 geplant. Bisher hatte das Unternehmen das zweite Halbjahr 2026 angepeilt. Wesentliche Auswirkungen auf den weiteren Zeitplan der Studie erwartet Pentixapharm nach eigenen Angaben nicht.
Die Pentixapharm-Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 1,83 Euro und veränderte sich damit kaum gegenüber dem Vortag, bei einem mittleren Tagesumsatz von wenigen tausend Euro.
Die entscheidende offene Frage bleibt, ob der verschobene Studienstart tatsächlich folgenlos für den Gesamtzeitplan des PANDA-Programms bleibt – oder ob weitere Verschiebungen folgen.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

