Die kanadische Aussenministerin Anita Anand hat am 21. Oktober 2026 die Benennung eines neuen kanadischen Delegationsleiters bei der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) bekanntgegeben. Die Rolle übernimmt Jeffrey Marder, der bislang als Kanadas Botschafter in Spanien und Andorra amtiert.
Die IHRA ist ein zwischenstaatliches Gremium, dem Kanada seit Jahren als Mitglied angehört und in dem jedes Mitgliedsland einen Delegationsleiter entsendet. Mit dem Wechsel übernimmt Marder diese Funktion von seinem Vorgänger.
Budgetrahmen des Gedenkprogramms
Die Mitteilung verweist auf den kanadischen Haushalt 2024, der für den Aufbau eines neuen, dauerhaften National Holocaust Remembrance Program Mittel in Höhe von 5 Millionen kanadischen Dollar über fünf Jahre vorsieht, beginnend mit dem Haushaltsjahr 2024–25. Daran anschliessend sind laufend 2 Millionen kanadische Dollar pro Jahr für das Programm vorgesehen.
Die Primärquelle ordnet die Finanzmittel dem Aufbau eines permanenten institutionellen Rahmens zu, ohne die konkrete Mittelverwendung der laufenden Jahresbudgets im Einzelnen aufzuschlüsseln. Angaben darüber, wie sich die Mittel auf einzelne Projekte, Partnerorganisationen oder Verwaltungskosten verteilen, enthält die Mitteilung nicht.
Rolle des neuen Delegationsleiters
Marders Aufgabe als Delegationsleiter besteht darin, Kanada innerhalb der IHRA zu vertreten, einem Zusammenschluss von Regierungen, Expertinnen und Expertinnen sowie Institutionen, die sich mit der Erinnerung an den Holocaust befassen. Die Mitteilung nennt keine weiteren Details zu Marders künftigem Aufgabenprofil innerhalb der Allianz oder zu einem Zeitpunkt, zu dem er sein neues Amt antritt.
Zu den bisherigen Tätigkeiten Marders als Botschafter in Spanien und Andorra sowie zu einer möglichen Nachfolge auf diesem Posten macht die Mitteilung keine Angaben.

