Das Statistische Bundesamt hat am 20. Oktober 2026 vorläufige Zahlen zum Umsatz im deutschen Gastgewerbe für August 2026 vorgelegt. Kalender- und saisonbereinigt lag der Umsatz real 1,3 Prozent und nominal 1,2 Prozent unter dem Wert des Vormonats Juli.
Im Vergleich zum August des Vorjahres zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen den beiden Maßzahlen. Real sank der Umsatz um 4,2 Prozent gegenüber August 2025, nominal stieg er im gleichen Zeitraum um 2,7 Prozent. Die reale Größe rechnet Preissteigerungen heraus, die nominale tut dies nicht.
Revidierte Julizahlen
Die vorläufigen Ergebnisse für Juli 2026 wurden im Zuge der aktuellen Veröffentlichung nach oben korrigiert. Statt des zunächst gemeldeten Anstiegs gegenüber Juni von real 1,5 Prozent und nominal 1,3 Prozent weist Destatis nun ein Plus von real 1,9 Prozent und nominal 1,7 Prozent aus.
Hotels und Gastronomie im Vergleich
Innerhalb des Gastgewerbes entwickelten sich die beiden Teilbranchen im August unterschiedlich. Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen verzeichneten gegenüber Juli einen Umsatzzuwachs von real 0,4 Prozent und nominal 0,3 Prozent. Gegenüber August 2025 sank der reale Umsatz in diesem Segment um 0,4 Prozent, während er nominal um 4,0 Prozent zulegte.
In der Gastronomie fiel der Umsatz gegenüber Juli dagegen um real 1,8 Prozent und nominal 1,7 Prozent. Im Vergleich zum August 2025 sank der reale Umsatz in der Gastronomie um 5,4 Prozent, der nominale Umsatz stieg um 2,4 Prozent. Damit liegt die reale Differenz zwischen Gastronomie und Hotellerie im Jahresvergleich bei fünf Prozentpunkten.
Die Zahlen betreffen die gesamte Branche des Gastgewerbes in Deutschland, einschließlich Beherbergungsbetrieben, Restaurants, Imbissen, Cafés und Bars, deren monatliche Umsatzentwicklung Destatis fortlaufend über den Produktionsindex für das Gastgewerbe erfasst.
Der DAX notierte an diesem Tag bei 25 304,42 Punkten.

