Im eigenen Softwaregeschäft läuft es für Mensch und Maschine Software SE rund. Der Rohertrag aus dem Segment MuM-Software stieg in den ersten neun Monaten 2026 um 8,5 Prozent auf 84,10 Millionen Euro – nach einem Anstieg von lediglich 3,7 Prozent im gesamten Vorjahr. Auf Konzernebene hingegen trübt der Autodesk-Gegenwind das Bild.
WKN 658080 · ISIN DE0006580806
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 20. Oktober 2026
Im Digitalisierungssegment, in dem Mensch und Maschine als Autodesk-Händler auftritt, brach der Rohertrag um 12,5 Prozent auf 50,89 Millionen Euro ein. Der Konzernrohertrag blieb mit 134,99 Millionen Euro knapp unter dem Vorjahreswert von 135,70 Millionen Euro. Aktionäre sehen damit, dass das eigene Geschäft zulegt, der Vertrieb fremder Software aber noch spürbar lastet – eine Lage, die sich laut Unternehmensangaben im Verlauf des dritten Quartals bereits entspannt hat.
Der MuM-Software-Rohertrag stieg um 8,5 Prozent auf 84,10 Millionen Euro, während der Digitalisierungs-Rohertrag um 12,5 Prozent nachgab. Der Konzernumsatz legte auf 189,34 Millionen Euro zu, ein Plus von 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg auf 46,51 Millionen Euro, ein Plus von 3,3 Prozent, weil das Unternehmen die Kosten durch eine verschlankte Organisation unter Vorjahresniveau hielt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag mit 36,93 Millionen Euro knapp unter Vorjahr, bedingt durch höhere Abschreibungen. Der Nettogewinn betrug 23,38 Millionen Euro, entsprechend 142 Cent je Aktie nach 145 Cent im Vorjahreszeitraum.
Positiv entwickelte sich der operative Cashflow: Er kletterte auf 27,72 Millionen Euro, gegenüber 16,62 Millionen Euro in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Hintergrund ist eine Normalisierung nach zeitlichen Abrechnungsverschiebungen bei Autodesk-Dreijahresverträgen, die 2023 und 2024 den Cashflow aufgebläht und 2025 entsprechend gedrückt hatten.
Ausblick und mittelfristige Ziele
Gründer und Chairman Adi Drotleff sowie CFO Markus Pech halten am Zielkorridor von plus elf bis 19 Prozent beim Ergebnis für das Gesamtjahr 2026 fest. Sie erwarten, mit einem starken vierten Quartal die untere Hälfte dieser Spanne zu erreichen. Ab 2027 rechnet das Management nicht mehr mit Bremseffekten aus dem Autodesk-Geschäft.
Das Ziel, den Gewinn je Aktie bis 2030 gegenüber 2025 auf mehr als 380 Cent zu verdoppeln, bestätigte das Unternehmen ausdrücklich. Ob das vierte Quartal tatsächlich so stark ausfällt wie erwartet, wird zeigen, wie schnell die anziehenden Autodesk-Neuverkäufe die Ergebnislinie erreichen.
Die Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 33,75 Euro und gab damit gegenüber dem Vortag rund 5,3 Prozent nach.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

