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Anziehende US-Renditen und der starke Dollar haben den Goldpreis zurückfallen lassen. Das Abwärtspotenzial bleibt allerdings begrenzt.
von Jörg Bernhard
Dies liegt vor allem an der anhaltenden Kriegsgefahr im Nahen Osten und der allgemein zu beobachtenden starken Verunsicherung der Investoren. Diese hat den CBOE-Gold-Volatilitätsindex auf über 19 Prozent ansteigen lassen, den höchsten Wert seit Mitte April. Gemessen daran weist der „sichere Hafen“ Gold aber ein deutlich geringeres Risiko, als der S&P-500-Index aus. Dessen Volatilitätsindex (VIX) kletterte nämlich zuletzt auf mehr als 27 Prozent. Möglicherweise müssen sich die Anleger in den offensichtlich immer unsicherer werdenden Zeiten an diese neuen Kursschwankungen erst noch gewöhnen. Die chinesische Wirtschaft macht nämlich weiterhin durch enttäuschende Konjunkturdaten auf sich aufmerksam. Am frühen Morgen meldeten die Chinesen schwächer als erwartete Exportzahlen für den Monat Juli, während die Importe die Analystenprognosen übertroffen haben.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 1,40 auf 2.433,00 Dollar pro Feinunze.
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Rohöl: Auf gedrücktem Niveau stabil
Das am Dienstagabend vom American Petroleum Institute gemeldete Lagerplus fiel mit 185.000 Barrel geringer als erwartet aus. Nun warten die Akteure an den Ölmärkten auf den Wochenbericht der Energy Information Administration (16.30 Uhr). Analystenschätzungen deuten auf einen Anstieg der gelagerten Ölmengen um 850.000 Barrel hin, während bei Benzin ein Rückgang in Höhe von 1,9 Millionen prognostiziert wird. Nach unten dürfte der fossile Energieträger aber aufgrund der geopolitischen Risiken relativ gut abgesichert sein.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,19 auf 73,39 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,13 auf 76,61 Dollar anzog.
Redaktion
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17 Kommentare
Der Goldpreis bei 2.433,00 Dollar pro Feinunze am Mittwochmorgen zeigt, dass er sich trotz der genannten Belastungen stabil hält. Ist das ein guter Zeitpunkt, um in Gold zu investieren, oder sollte man weitere Kursrückgänge abwarten?
Die Diskrepanz zwischen den API- und EIA-Prognosen bezüglich der Ölreserven ist beunruhigend. Das deutet auf eine gewisse Unzuverlässigkeit der Daten hin, was die Entscheidungsfindung erschwert.
Die Importe in China haben die Analystenerwartungen übertroffen, während die Exporte enttäuschten. Wie bewertet man diese Entwicklung im Hinblick auf die globale Rohstoffnachfrage?
Ich finde es bemerkenswert, dass der Goldpreis trotz der steigenden US-Renditen und des starken Dollars ’nur‘ zurückgefallen ist und nicht eingebrochen ist. Das deutet auf eine solide Basisnachfrage hin, die durch die geopolitische Lage gestützt wird.
Die Prognose eines Anstiegs der gelagerten Ölmengen um 850.000 Barrel im Wochenbericht der EIA steht im Widerspruch zum geringeren Lagerplus des API. Welche Faktoren könnten diese Diskrepanz erklären?
Die enttäuschenden Konjunkturdaten aus China, insbesondere die schwächer als erwarteten Exportzahlen im Juli, könnten die Nachfrage nach Gold beeinflussen. Wie stark wird sich die chinesische Wirtschaftsentwicklung auf den Goldpreis auswirken, wenn sie weiter schwächelt?
Es ist interessant zu sehen, dass sowohl Gold als auch Öl trotz unterschiedlicher Faktoren – Gold durch geopolitische Risiken, Öl durch Produktionserwartungen – eine gewisse Stabilität zeigen. Scheint die allgemeine Rohstoffnachfrage widerstandsfähig zu sein?
Die Kombination aus Dollarstärke und steigenden Zinsen ist eine klassische Belastung für den Goldpreis. Dennoch scheint der Rückgang begrenzt zu sein, was die Bedeutung des Goldes als Wertspeicher unterstreicht.
Die Erwähnung des Hebelhandels mit CFDs ab 100 Euro ist zwar interessant, sollte aber mit Vorsicht genossen werden. Viele Anleger unterschätzen das Risiko, das mit einem so hohen Hebel verbunden ist.
Der Artikel erwähnt die Notierung des WTI-Future bei 73,39 Dollar und Brent bei 76,61 Dollar am Mittwochmorgen. Sind diese Preise nachhaltig, oder ist mit weiteren Schwankungen zu rechnen, insbesondere im Hinblick auf den EIA-Bericht?
Ich denke, die geopolitischen Risiken werden den Ölpreis tendenziell stabilisieren, selbst wenn die EIA-Daten einen Lageranstieg bestätigen.
Der Anstieg des CBOE-Gold-Volatilitätsindex auf über 19 Prozent, der höchste Wert seit April, deutet auf eine wachsende Unsicherheit hin, aber Gold scheint im Vergleich zum S&P 500 mit seinem VIX von über 27 Prozent immer noch die stabilere Anlage zu sein. Ist das ein Indikator dafür, dass Gold trotz der aktuellen Rückgänge weiterhin als sicherer Hafen wahrgenommen wird?
Die Möglichkeit, mit nur 100 Euro und einem Hebel von 2.000 Euro in Öl und Gold zu investieren, klingt verlockend, birgt aber auch erhebliche Risiken. Wie hoch ist der durchschnittliche Verlust für Privatanleger, die mit CFDs handeln?
Der Artikel erwähnt einen Lagerplus beim Rohöl von 185.000 Barrel, der geringer ausfiel als erwartet. Könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass die Ölproduktion bereits reduziert wird, um die Preise zu stabilisieren?
Ich bin etwas skeptisch, ob die ‚Verunsicherung der Investoren‘ allein ausreicht, um den Goldpreis nachhaltig zu stützen, wenn der Dollar weiter an Stärke gewinnt. Welche anderen Faktoren könnten ins Spiel kommen?
Die Tatsache, dass der Ölpreis sich erholt, während die Lagerbestände laut API-Daten geringer als erwartet gestiegen sind, könnte auf eine optimistischere Einschätzung der zukünftigen Nachfrage hindeuten. Stimmt diese Annahme?
Die anhaltende Kriegsgefahr im Nahen Osten wird als wichtiger Faktor für die Goldnachfrage genannt. Wie genau bewerten Analysten den Einfluss dieser geopolitischen Spannungen auf den Goldpreis?