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NEW YORK (dpa-AFX) – Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Mittwoch etwas nachgegeben. Der Terminkontrakt für zehnjährige Papiere (T-Note-Future) fiel um 0,07 Prozent auf 112,44 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen lag bei 4,16 Prozent.
Dem Handel fehlte es an Impulsen. Es wurden keine marktbewegenden Daten veröffentlicht. Die US-Finanzmärkte warten auf die am Donnerstag anstehenden Verbraucherpreise für den Monat November. Der jüngst veröffentlichte und uneinheitlich ausgefallene US-Arbeitsmarkt hat dem Markt keine neue Richtung gegeben.
Die hohe geopolitische Verunsicherung stützte die Anleihen nicht. US-Präsident Donald Trump hat die große US-Militärpräsenz vor der venezolanischen Küste mit den Ölvorkommen des südamerikanischen Landes in Verbindung gebracht. Der Republikaner schrieb in einem Post auf seiner Plattform Truth Social, Venezuela habe den USA „Öl, Land und andere Vermögenswerte“ gestohlen und forderte die „SOFORTIGE“ Rückgabe. Er verfügte eine vollständige Blockade aller sanktionierten Öltanker. Die venezolanische Regierung wies die Forderung zurück. Die „groteske Drohung“ sei ein schwerwiegender Verstoß gegen das Völkerrecht./jsl/men
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17 Kommentare
Die Tatsache, dass die Märkte auf die Verbraucherpreise für November warten, zeigt, wie datenabhängig die aktuelle Situation ist. Welche Inflationsrate wird erwartet, und wie könnte diese die Anleiherenditen beeinflussen?
Die fehlenden Impulse im Handel könnten auch auf die bevorstehende Fed-Sitzung zurückzuführen sein. Anleger könnten abwarten, bevor sie größere Positionen eingehen.
Das ist ein guter Punkt. Die Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Zinspolitik der Fed hält viele Investoren zurück.
Es ist interessant, dass die venezolanische Regierung die Forderung zurückweist. Wie wird sich diese Situation auf die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela auswirken, und welche Folgen sind für die Anleihemärkte zu erwarten?
Eine Rendite von 4,16 Prozent bei zehnjährigen Anleihen ist ein wichtiger Wert. Wie verhält sich diese Rendite im Vergleich zu den historischen Durchschnittswerten der letzten Jahre?
Der Rückgang des Terminkontrakts für zehnjährige Papiere um 0,07 Prozent auf 112,44 Punkte ist zwar gering, deutet aber auf eine leichte Verschiebung der Anlegerstimmung hin. Wird dieser Trend sich fortsetzen, oder ist es nur eine kurzfristige Reaktion?
Der leichte Kursverlust der US-Anleihen ist im Vergleich zu anderen Anlageklassen relativ gering. Ist dies ein Zeichen dafür, dass Anleihen weiterhin als sicherer Hafen gelten?
Die 4,16% Rendite der 10-jährigen Anleihen sind ein wichtiger Indikator für die langfristigen Inflationserwartungen. Wie interpretieren Analysten diesen Wert im aktuellen Kontext?
Die Forderung nach der „SOFORTIGEN“ Rückgabe von Öl und Land durch Trump ist ein klarer Bruch mit internationalen Normen. Welche unmittelbaren Auswirkungen hat die vollständige Blockade der Öltanker auf den Ölpreis?
Die Reaktion des Marktes auf den Arbeitsmarktbericht war tatsächlich verhalten. Vielleicht haben die Anleger bereits mit schwächeren Daten gerechnet und diese einkalkuliert.
Dass der Handel an Impulsen mangelte und keine marktbewegenden Daten veröffentlicht wurden, erklärt die geringe Volatilität. Ich frage mich, ob die Erwartungen an die morgigen Verbraucherpreise für November die Zurückhaltung der Anleger verstärken.
Trumps Verbindung der Militärpräsenz vor Venezuela mit den Ölvorkommen ist beunruhigend. Könnte diese Rhetorik zu einer weiteren Eskalation der Spannungen führen und die Anleihemärkte beeinflussen?
Ich bin etwas skeptisch, ob die Blockade der Öltanker tatsächlich umgesetzt werden kann, ohne größere Störungen im globalen Ölhandel zu verursachen. Gibt es alternative Versorgungsrouten, die Venezuela nutzen könnte?
Die Situation in Venezuela ist komplex und birgt erhebliche Risiken. Die Ankündigung einer vollständigen Blockade könnte die Märkte stärker verunsichern, als bisher angenommen.
Ich stimme zu. Die politische Instabilität in der Region ist ein ständiger Faktor, der die Anleihemärkte beeinflusst.
Der uneinheitliche US-Arbeitsmarktbericht scheint tatsächlich keine klare Richtung vorgegeben zu haben. Welche spezifischen Aspekte des Berichts haben zu dieser Uneinheitlichkeit geführt?
Die geopolitische Unsicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit Venezuela, hätte eigentlich stützend wirken sollen. Dass dies nicht der Fall war, ist überraschend und deutet auf andere, stärkere Kräfte hin.