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Der Bitcoin ist am Montagnachmittag zunehmend unter Druck geraten und auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember gefallen. Der Kurs der ältesten und bekanntesten Kryptowährung sank am späten Nachmittag um mehr als zwei Prozent auf nur noch etwas mehr als 86.000 US-Dollar. Damit knüpfte der Bitcoin an die schwachen Vortage an. Seit dem Dezember-Hoch von vergangener Woche ging es fast 9.000 Dollar oder knapp zehn Prozent nach unten.
Quelle: Chidori_B/Shutterstock
Digitalwährungs-Experte Timo Emden sieht eine Zurückhaltung vieler Investoren vor den in dieser Woche anstehenden wichtigen Konjunkturdaten als Grund für den Rückgang. „Viele Anleger reduzieren ihre Positionen oder verharren an der Seitenlinie, um nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden“, schrieb er in einem kurzen Markt-Kommentar. Die Unsicherheit über den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank bremst den Risikoappetit.“
„Solange keine klaren Signale vorliegen, fehlt vielen Investoren der Mut, neue Engagements zu einzugehen. Was noch vor wenigen Wochen als mögliche Jahresendrallye gehandelt wurde, verliert zunehmend an Strahlkraft“, hieß es weiter in dem Kommentar. „Die geldpolitischen Enttäuschungen könnten den Bitcoin erneut zum Spielball makroökonomischer Faktoren und kurzfristiger Marktdynamiken werden lassen.“
nxtAssets Bitcoin direct
(WKN: NXTA01)
Der Bitcoin ist im bisherigen Jahresverlauf rund acht Prozent gefallen und hat sich damit deutlich schlechter als viele andere Anlageklassen wie zum Beispiel Gold entwickelt. Das Edelmetall gilt bei vielen Anlegern als sogenannter sicherer Hafen in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Der Preis für eine Feinunze zog seit Ende 2024 trotz leichter Verluste am Montagnachmittag um rund 64 Prozent an. Damit steuert Gold auf das höchste Jahresplus seit 1979 zu.
Am Montag war der Goldpreis zunächst bis zu 1,2 Prozent auf 4.350 Dollar gestiegen. Damit rückte auch das Rekordhoch von etwas mehr als 4.380 Dollar aus dem Oktober wieder in Reichweite. Am Nachmittag drehte der Goldpreis allerdings ins Minus.
Trotz der jüngsten Abverkäufe bleibt DER AKTIONÄR langfristig bullish für den Bitcoin.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin, MARA Holdings.
Die nxtAssets GmbH, an welcher die Börsenmedien AG unmittelbar eine Beteiligung hält, ist Emittentin des Finanzprodukts: nxtAssets Bitcoin direct.
Anteile des nxtAssets Bitcoin direct ETPs befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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19 Kommentare
Die Tatsache, dass Gold seit Ende 2023 um 64% gestiegen ist, während Bitcoin nur 8% im Plus ist, zeigt deutlich die unterschiedliche Risikobereitschaft der Anleger.
Ich bin neu im Kryptobereich und finde es schwierig, die Auswirkungen makroökonomischer Faktoren auf den Bitcoin zu verstehen. Gibt es verständliche Erklärungen dazu?
Die Tatsache, dass der Autor und der Vorstand der Börsenmedien AG Positionen in Bitcoin halten, sollte man bei der Interpretation der langfristig bullishen Einschätzung berücksichtigen – ein möglicher Interessenkonflikt.
Die nxtAssets Bitcoin direct (NXTA01) wird im Artikel erwähnt. Hat jemand Erfahrungen mit diesem Produkt und kann seine Vor- und Nachteile beurteilen?
Ich habe NXTA01 auch im Blick. Die Tracking Difference ist im Vergleich zu anderen Bitcoin-Produkten recht gering, was positiv ist.
Wenn die Unsicherheit über den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank den Risikoappetit bremst, warum fällt dann nicht auch Gold stärker? Es scheint, als ob der ’sichere Hafen‘-Effekt hier stärker greift.
Es ist interessant zu sehen, dass der Goldpreis kurzzeitig auf 4.350 Dollar gestiegen ist und das Rekordhoch aus dem Oktober wieder in Reichweite war. Was war der Auslöser für diesen Anstieg?
Die Erwähnung von MARA Holdings im Zusammenhang mit den Positionen des Autors wirft die Frage auf, welche Rolle Aktien von Bitcoin-Mining-Unternehmen in der aktuellen Marktsituation spielen.
Der Artikel erwähnt, dass der Bitcoin auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember gefallen ist. Ist das ein saisonales Phänomen oder gibt es andere Gründe dafür?
Die Aussage, dass ‚viele Anleger ihre Positionen reduzieren‘, ist zwar verständlich, aber wie groß ist dieser Verkauf tatsächlich? Gibt es hierzu konkrete Daten?
Gute Frage! Ich habe auch versucht, genauere Zahlen zu finden, aber die Informationen sind leider sehr fragmentiert.
Es ist bemerkenswert, dass Gold seit Ende 2023 um rund 64 Prozent gestiegen ist, während Bitcoin im gleichen Zeitraum ’nur‘ um 8 Prozent gefallen ist. Das unterstreicht die Rolle von Gold als ’sicherer Hafen‘.
Der Rückgang um fast 10 Prozent seit dem Dezember-Hoch ist schon deutlich; ich frage mich, ob das eine gesunde Korrektur ist oder ob sich hier ein ernsthafterer Trend abzeichnet.
Ich finde es gut, dass DER AKTIONÄR trotz des aktuellen Rückgangs langfristig bullish bleibt. Das gibt mir als Anleger etwas Sicherheit, auch wenn die kurzfristigen Aussichten unsicher sind.
Die Hoffnung auf eine Jahresendrallye scheint sich zu verflüchtigen, wie im Artikel erwähnt. Hat jemand eine Erklärung dafür, warum der Markt so schnell seine Erwartungen revidiert?
Ich bin etwas besorgt darüber, dass der Bitcoin wieder zum ‚Spielball makroökonomischer Faktoren‘ werden könnte. Das würde seine Unabhängigkeit als dezentrale Währung in Frage stellen.
Die Abhängigkeit des Bitcoin vom geldpolitischen Kurs der US-Notenbank ist ein Problem. Eine wirklich unabhängige Währung sollte doch weniger anfällig für solche Einflüsse sein.
Timo Emdens Einschätzung, dass die Zurückhaltung der Investoren auf die anstehenden Konjunkturdaten zurückzuführen ist, klingt plausibel, aber wie stark werden diese Daten den Bitcoin tatsächlich beeinflussen?
Der Kursverfall auf etwas mehr als 86.000 US-Dollar ist ein deutliches Signal. Ich werde meine Positionen vorerst nicht erweitern, sondern abwarten, wie sich die Lage entwickelt.