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WASHINGTON (dpa-AFX) – US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez gedroht. „Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen, wahrscheinlich höher als (Nicolás) Maduro“, sagte er in einem Telefonat mit der Zeitschrift „The Atlantic“. Die genaue Frage zu der Antwort veröffentlichte das Medium nicht – auch nicht, ob Trump sich dazu geäußert hatte, was er genau mit „richtig“ meinte.
Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro war in der Nacht zum Samstag von US-Spezialeinheiten gefangen genommen und außer Landes gebracht worden. Nach der gewaltsamen Entmachtung Maduros übernahm Vizepräsidentin Rodríguez lokalen Medienberichten zufolge auf Anordnung des Obersten Gerichtshofes geschäftsführend das Präsidentenamt bis zu Neuwahlen. Das Militär – der entscheidende Machtfaktor in Venezuela – hat sich bereits hinter sie gestellt.
Noch am Samstag hatte Trump bei einer Pressekonferenz behauptet, die Vereinigten Staaten würden Venezuela vorübergehend führen und Rodríguez sei zur Kooperation bereit. Diese hingegen gab sich unbeugsam. Sie forderte noch am Samstag Maduros Freilassung und bezeichnete den US-Angriff als Verstoß gegen die UN-Charta. „Wir werden nie wieder Sklaven sein“, sagte sie in Richtung Trump./ngu/DP/zb
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22 Kommentare
Ich frage mich, ob Trump mit der ’sehr hohen Preis‘-Drohung versucht, einen Präzedenzfall zu schaffen, um ähnliche Maßnahmen in anderen Ländern zu rechtfertigen.
Die fehlende Spezifizierung, was Trump mit „das Richtige tun“ meint, lässt viel Raum für Interpretation und kann zu Missverständnissen führen. Eine klare Kommunikation wäre essentiell.
Die Behauptung, die USA würden Venezuela „vorübergehend führen“, ist ein bemerkenswertes Eingeständnis – oder vielleicht ein Versuch, die Kontrolle vorzutäuschen. Wie realistisch ist dieser Ansatz angesichts der innenpolitischen Lage?
Ich glaube nicht, dass eine ‚vorübergehende Führung‘ durch die USA einfach funktionieren wird; es wird starke Widerstände geben.
Die Bemerkung, Rodríguez sei zur Kooperation bereit, steht im klaren Widerspruch zu ihren öffentlichen Aussagen. Welche Quelle hat Trump für diese Information?
Es ist bemerkenswert, dass Trump die potenzielle Strafe für Rodríguez höher einschätzt als die für Maduro. Was deutet darauf hin?
Ich bin skeptisch, ob die USA tatsächlich an einer friedlichen Lösung in Venezuela interessiert sind, oder ob es hier um geopolitische Interessen geht. Trumps Äußerungen verstärken diesen Eindruck.
Die Tatsache, dass das Militär Rodríguez unterstützt, deutet darauf hin, dass sie über erhebliche Ressourcen verfügt, um ihre Macht zu behaupten. Wie stabil ist diese Allianz wirklich?
Die Tatsache, dass ‚The Atlantic‘ die genaue Frage, auf die Trump antwortete, nicht veröffentlicht hat, wirft Fragen nach der vollständigen Transparenz auf. Was wurde ihm konkret gefragt?
Die Übernahme des Präsidentenamtes durch Rodríguez auf Anordnung des Obersten Gerichtshofes ist rechtlich fragwürdig. Wie wird die Legitimität dieser Übergabe international bewertet werden?
Angesichts der komplexen Situation in Venezuela und der Einbeziehung des US-Militärs besteht die Gefahr einer Eskalation. Welche diplomatischen Bemühungen werden unternommen, um dies zu verhindern?
Die gewaltsame Entmachtung Maduros ist ein schwerwiegender Schritt. Was sind die logistischen Details dieser Aktion, und welche rechtlichen Grundlagen wurden dafür geschaffen?
Maduros Entführung durch US-Spezialeinheiten ist ein alarmierendes Ereignis. Welche rechtlichen Konsequenzen hat die USA für diese Aktion zu erwarten?
Es ist interessant, dass das Militär sich hinter Rodríguez gestellt hat, da es der „entscheidende Machtfaktor in Venezuela“ ist. Wird diese Unterstützung ausreichen, um ihre Position zu festigen?
Das Militär ist entscheidend, aber ihre Loyalität könnte wackelig sein, wenn die USA weiterhin Druck ausüben.
Die Aussage „Wir werden nie wieder Sklaven sein“ ist ein starkes Symbol des Widerstands und zeigt, dass Rodríguez entschlossen ist, ihre eigene Agenda zu verfolgen.
Ich finde es beunruhigend, dass Trump bei einer Pressekonferenz eine solch umstrittene Aussage getroffen hat, ohne klare Beweise vorzulegen. Ein vorsichtigerer Ansatz wäre wünschenswert gewesen.
Es ist interessant zu beobachten, wie die internationale Gemeinschaft auf die Übernahme des Präsidentenamtes durch Rodríguez reagieren wird, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Neuwahlen.
Die Ankündigung von Neuwahlen, die Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vorbereitet, ist ein wichtiger Schritt. Aber können diese Wahlen unter US-Einfluss als fair und demokratisch angesehen werden?
Rodríguez‘ Forderung nach Maduros Freilassung und ihre Bezeichnung des US-Angriffs als Verstoß gegen die UN-Charta zeigen ihre Entschlossenheit, aber wird sie international Unterstützung finden?
Trumps Aussage, Rodríguez werde „einen sehr hohen Preis zahlen“, wenn sie „nicht das Richtige tut“, klingt beunruhigend und wenig präzise. Was genau impliziert er damit, und welche Art von Konsequenzen hat er im Sinn?
Es ist wahrscheinlich Einschüchterungstaktik, um sie zur Zusammenarbeit zu bewegen, aber die fehlende Klarheit ist definitiv besorgniserregend.