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Startseite»News»Experten: Angriff auf Venezuela völkerrechtswidrig
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Experten: Angriff auf Venezuela völkerrechtswidrig

onvistaVon onvistavor 2 Monaten21 Kommentare8.4k Aufrufe
Experten: Angriff auf Venezuela völkerrechtswidrig
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BERLIN (dpa-AFX) – Mit dem Angriff auf Venezuela haben die USA nach Darstellung des Juristen Kai Ambos gegen das Völkerrecht verstoßen. Vom WDR zu dem Vorgehen befragt, sagte Ambos: „Es ist völkerrechtswidrig, weil es eigentlich nur zwei Rechtfertigungsgründe für Anwendung militärischer Gewalt gibt.“ Nach Worten des Professors der Uni Göttingen sind dies entweder Selbstverteidigung oder ein Mandat der Vereinten Nationen. Venezuela habe aber die USA nicht angegriffen, auch durch Drogenschmuggel sei dies nicht der Fall. Eine Autorisierung durch den UN-Sicherheitsrat gebe es ebenfalls nicht. „Also es gibt keinen erdenklichen Grund, aus völkerrechtlicher Sicht diese Gewaltanwendung zu rechtfertigen.“

Ähnlich äußerte sich die Professorin der Notre Dame Law School im US-Bundesstaat Indiana, Mary Ellen O’Connell. Sie sprach von Kidnapping. „Die Charta der Vereinten Nationen macht sehr deutlich, dass es nur sehr wenige Fälle gibt, in denen ein Land das Recht hat, militärische Gewalt auf dem Territorium eines anderen Landes anzuwenden“, sagte O’Connell dem Sender NBC. „Und es hat niemals das Recht, dies zu tun, um eine Person vor seine Gerichte zu stellen.“

In der Nacht zum Samstag hatten die USA bei einem militärischen Angriff auf Venezuela den Staatspräsidenten Nicolás Maduro sowie seine Ehefrau Cilia Flores gefangen genommen und außer Landes gebracht. Sie sollen in New York vor Gericht gestellt werden, unter anderem wegen „Drogenterrorismus“./bf/DP/he

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Die Onvista Media GmbH ist ein deutsches Medienunternehmen mit Sitz in Köln. Von 2007 bis 2017 gehörte es zu Boursorama. Während dieser Zeit wurde die Onvista Bank gegründet. 2017 übernahm die Comdirect Bank sowohl Onvista Media als auch die Onvista Bank. Seit der Verschmelzung der Comdirect Bank auf die Commerzbank im November 2020 ist Onvista Media eine Tochtergesellschaft der Commerzbank AG. Die Onvista Bank ist eine Marke der Commerzbank, die bis Ende des Jahres 2025 eingestellt werden soll.

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21 Kommentare

  1. Karl Meyer am Januar 10, 2026 9:23 a.m.

    Die Tatsache, dass es kein UN-Mandat gibt, ist der gravierendste Punkt. Das Völkerrecht basiert auf gegenseitiger Anerkennung und Achtung der Souveränität – beides scheint hier verletzt.

    Antworten
  2. Hans Schmidt am Januar 10, 2026 9:24 a.m.

    Es ist beunruhigend, dass die USA scheinbar bereit sind, internationale Gesetze zu ignorieren, um Nicolás Maduro vor Gericht zu stellen. Was bedeutet das für die zukünftige Rechtsordnung und das Vertrauen in internationale Institutionen?

    Antworten
  3. Mia Weber am Januar 10, 2026 9:25 a.m.

    Wenn die USA tatsächlich der Meinung sind, Maduro habe Verbrechen begangen, warum dann nicht den Internationalen Strafgerichtshof einschalten? Ein nationaler Gerichtsprozess in New York wirkt in diesem Kontext fragwürdig.

    Antworten
  4. Laura Schneider am Januar 10, 2026 9:26 a.m.

    Mary Ellen O’Connell’s Beschreibung des Vorgehens als „Kidnapping“ ist drastisch, aber meiner Meinung nach treffend, wenn man bedenkt, dass die Charta der Vereinten Nationen keine Entführung zur Strafverfolgung erlaubt.

    Antworten
  5. Mia Hoffmann am Januar 10, 2026 9:26 a.m.

    Die Aussage von O’Connell, dass die Charta der Vereinten Nationen dies nicht erlaubt, ist ein fundamentales Prinzip. Die USA scheinen dieses Prinzip hier bewusst zu ignorieren.

    Antworten
  6. Lukas Becker am Januar 10, 2026 9:29 a.m.

    Es ist schwer vorstellbar, dass eine Entführung, egal unter welchen Umständen, mit dem Völkerrecht vereinbar sein kann. Die Argumentation der USA wirkt sehr dünn.

    Antworten
  7. Lea Hoffmann am Januar 10, 2026 9:29 a.m.

    Die Aussage von Kai Ambos, dass es nur zwei Rechtfertigungsgründe für militärische Gewalt gibt – Selbstverteidigung oder ein UN-Mandat – ist sehr präzise. Angesichts der Fakten, dass Venezuela die USA nicht angegriffen hat und kein UN-Mandat vorliegt, erscheint der Angriff tatsächlich als klarer Verstoß gegen das Völkerrecht.

    Antworten
  8. Jonas Fischer am Januar 10, 2026 9:31 a.m.

    Ich bin überrascht, dass die internationale Gemeinschaft so ruhig auf diesen Vorfall reagiert. Erwartet man keine stärkere Verurteilung seitens der UN oder anderer Staaten?

    Antworten
  9. Emma G. Meyer am Januar 10, 2026 9:31 a.m.

    Mich wundert, dass trotz der fehlenden völkerrechtlichen Grundlage ein Angriff dieser Art durchgeführt wurde. Wurde die Möglichkeit diplomatischer Lösungsansätze komplett ausgeschöpft, bevor zu militärischen Mitteln gegriffen wurde, um Maduro und seine Frau abzuführen?

    Antworten
  10. Laura Schneider am Januar 10, 2026 9:32 a.m.

    Die Anklage des „Drogenterrorismus“ scheint ein bequemer Vorwand zu sein. Wenn Drogenschmuggel tatsächlich als Rechtfertigung für einen völkerrechtswidrigen Angriff dienen würde, würden wir deutlich mehr militärische Interventionen weltweit sehen.

    Antworten
  11. Mia Wagner am Januar 10, 2026 9:32 a.m.

    Die Bezeichnung „Drogenterrorismus“ klingt sehr nach einer politischen Kampagne und weniger nach einer juristischen Feststellung. Man sollte diese Anklage sehr kritisch hinterfragen.

    Antworten
  12. Lea Becker am Januar 10, 2026 9:32 a.m.

    Das Argument, dass der Drogenschmuggel keine Rechtfertigung für militärische Gewalt darstellt, ist stichhaltig. Es stellt sich die Frage, welche Beweise die USA eigentlich vorlegen können, um diesen „Drogenterrorismus“ zu belegen.

    Antworten
    • Lukas P. Meyer am Januar 10, 2026 9:34 a.m.

      Gute Frage! Die Beweislast liegt ganz klar bei der Anklage. Es wird interessant sein zu sehen, ob diese tatsächlich stichhaltige Beweise präsentieren können.

      Antworten
  13. Jonas Schäfer am Januar 10, 2026 9:33 a.m.

    Ich finde es bemerkenswert, dass sowohl ein deutscher als auch eine amerikanische Juristin zu diesem Schluss kommen. Das sollte die Glaubwürdigkeit der Kritik erhöhen.

    Antworten
  14. Hans Müller am Januar 10, 2026 9:34 a.m.

    Die schnelle Abführung nach New York deutet auf eine lange geplante Aktion hin. Gab es schon früher Hinweise auf solche Pläne, bevor der Angriff stattfand?

    Antworten
  15. Laura Hoffmann am Januar 10, 2026 9:34 a.m.

    Die Festnahme von Maduro und Cilia Flores und ihr Transport nach New York werfen viele Fragen auf. Wird der Prozess fair und transparent durchgeführt werden, oder handelt es sich um eine politische Schau?

    Antworten
  16. Hans Schäfer am Januar 10, 2026 9:34 a.m.

    Ist es möglich, dass dieser Angriff eine Präzedenzfall für zukünftige militärische Interventionen schaffen könnte, bei denen die USA sich selbst als Richter und Vollstrecker sehen?

    Antworten
    • Karl Fischer am Januar 10, 2026 9:50 a.m.

      Das ist eine sehr berechtigte Sorge. Wenn solche Aktionen ungestraft bleiben, könnte das das Völkerrecht nachhaltig untergraben.

      Antworten
  17. Karl H. Weber am Januar 10, 2026 9:35 a.m.

    Die USA haben keine Grundlage für dieses Vorgehen, das ist doch offensichtlich. Wird es Konsequenzen geben, oder kann man das Völkerrecht einfach ignorieren, wenn es einem passt?

    Antworten
  18. Lukas Schneider am Januar 10, 2026 9:36 a.m.

    Die Betonung auf das ‚Territorium eines anderen Landes‘ durch O’Connell ist wichtig. Souveränität ist ein Eckpfeiler des Völkerrechts, und dieser Angriff stellt eine klare Verletzung dar.

    Antworten
  19. Emma Schäfer am Januar 10, 2026 9:37 a.m.

    Ich verstehe nicht, warum die USA sich nicht an die UN gewandt haben, wenn sie Maduro für Verbrechen verantwortlich machen. Ein UN-Mandat hätte zumindest den Anschein der Legalität gewahrt.

    Antworten
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