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PALM BEACH (dpa-AFX) – Die USA wollen nach den Worten von US-Präsident Donald Trump übergangsweise die Führung in Venezuela übernehmen. „Wir werden das Land so lange führen, bis wir einen sicheren, ordnungsgemäßen und umsichtigen Übergang gewährleisten können“, sagte der Republikaner in einer Pressekonferenz nach der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro./rin/DP/he
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14 Kommentare
Die Tatsache, dass die dpa-AFX diese Information verbreitet, deutet auf eine gewisse Ernsthaftigkeit der Ankündigung hin. Aber ich bleibe skeptisch, ob die USA tatsächlich die notwendige Expertise für eine erfolgreiche Führung Venezuelas haben.
Die Aussage, dass die USA die Führung übernehmen wollen, nachdem Maduro festgenommen wurde, lässt mich befürchten, dass dies ein Vorwand für eine umfassendere Einflussnahme sein könnte. Wer genau wird diese Führung übernehmen und wie wird die Rechenschaftspflicht sichergestellt?
Ich finde es riskant, jetzt schon über einen „Umsicht“ sprechenden Übergang zu reden, solange die Umstände der Festnahme von Maduro nicht vollständig geklärt sind. Es könnte sich als voreilige Beurteilung erweisen.
Wird die Übergangsregierung die aktuellen wirtschaftlichen Sanktionen gegen Venezuela beibehalten oder werden diese gelockert? Das hat einen enormen Einfluss auf die Lebensbedingungen der Menschen.
Kann jemand einschätzen, wie diese Entwicklung von anderen lateinamerikanischen Ländern aufgenommen wird? Eine US-amerikanische Führung könnte bei einigen auf Widerstand stoßen.
Nach der Pressekonferenz, in der Trump diese Ankündigung machte, bin ich sehr gespannt, welche konkreten Schritte die USA nun unternehmen werden, um diese Übergangsführung zu realisieren. Es bedarf einer sehr klaren Strategie.
Es ist bemerkenswert, dass Trump von einem „ordnungsgemäßen und umsichtigen Übergang“ spricht. In Anbetracht der bisherigen US-Politik in Lateinamerika klingt das fast schon zynisch, da ‚Umsicht‘ oft fehlte.
Trumps Ankündigung, Venezuela „so lange zu führen“, bis ein Übergang stattfindet, erinnert doch etwas an interventionistische Geschichte, oder? Das wirft die Frage auf, wie lange „so lange“ tatsächlich dauern soll und welche Kriterien für diesen „sicheren Übergang“ gelten.
Glaubt jemand wirklich, dass diese „temporäre“ Führung der USA nicht zu einer langfristigen Kontrolle über Venezuela führen wird? Ich befürchte, das ist der eigentliche Plan.
Ich teile Ihre Bedenken. Historisch gesehen sind solche ‚temporären‘ Interventionen selten nach Plan verlaufen.
Es wäre interessant zu wissen, welche rechtliche Grundlage Trump für diese Äußerung heranzieht. Ein Land einfach so „führen“ zu wollen, scheint internationalem Recht zu widersprechen.
Ich finde es gut, dass die USA versuchen, eine Lösung für die Situation in Venezuela zu finden, aber eine direkte Führung birgt das Risiko, als ob sie das Land kolonisieren.
Die Festnahme von Nicolás Maduro scheint der Auslöser für diese drastische Äußerung Trumps zu sein. Aber ist eine temporäre US-amerikanische Führung wirklich die beste Lösung für die politische Krise in Venezuela?
Die Formulierung „sicherer Übergang“ ist sehr vage. Was bedeutet das konkret? Wessen Sicherheit steht im Vordergrund – der Bevölkerung oder der US-amerikanischen Interessen?