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Boeing steht vor dem besten Auslieferungsjahr seit 2018 und signalisiert damit das Ende der jahrelangen Krise. Der US-Flugzeugbauer plant nun, die Produktion deutlich hochzufahren.
Boeing wird in dieser Woche voraussichtlich die höchste Zahl an Flugzeugauslieferungen seit 2018 vermelden und zeigt damit erstmals klare Anzeichen einer Trendwende nach Jahren voller Sicherheitskrisen und Qualitätsproblemen.
Die Produktionsstabilisierung gilt als entscheidender Schritt, nachdem sowohl Boeing als auch der Konkurrent Airbus zuletzt immer wieder mit Lieferverzögerungen zu kämpfen hatten.
Im Laufe dieses Monats will Boeing zudem seine Pläne für die Produktion im Jahr 2026 vorstellen.
Boeing hatte schlimme Negativerlebnisse zu verkraften
Die jüngsten Fortschritte werden von Branchenexperten als bedeutend bewertet, auch wenn der Weg aus einer „dysfunktionalen Unternehmenskultur“ noch lang sei. Nach zwei tödlichen Abstürzen des 737-Max-Modells in 2018 und 2019 sowie dem Türstopfen-Vorfall Anfang 2024 musste Boeing seine Produktion massiv drosseln.
Zusätzlich hatten die Pandemie und damit verbundene Lieferkettenprobleme sowie der Verlust erfahrener Fachkräfte die gesamte Branche belastet.
Unter der Führung von CEO Kelly Ortberg, der nach dem jüngsten Zwischenfall aus dem Ruhestand zurückkehrte, will Boeing dieses Jahr die Produktion der margenstarken 737 Max und der 787 Dreamliner deutlich steigern.
Analysten rechnen damit, dass der größte US-Exporteur nach sieben verlustreichen Jahren wieder profitabel werden könnte. Die geplante Produktionsausweitung soll dazu beitragen, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen und die Position gegenüber Airbus zu stärken.
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Der US-Flugzeugbauer hat in den vergangenen zwölf Monaten eine eindrucksvolle Kehrtwende hingelegt: Nach einem nervösen Frühling, der von einem zweistelligen Kursrückgang geprägt war, setzte ab April eine fulminante Trendwende ein.
Aktueller Kurs von Boeing liegt klar über 200-Tage-Linie
Die Aktie schob sich mit zunehmender Dynamik nach oben, ließ Rücksetzer im Sommer und Herbst rasch hinter sich und erreicht mit dem heutigen Kurs von 234 Dollar den höchsten Stand der letzten zwölf Monate.
Der technische Gesundheitszustand ist robust: Der aktuelle Kurs liegt klar über der 200-Tage-Linie, die bei 207 Dollar verläuft. Diese Durchschnittslinie steigt seit Monaten an, was den übergeordneten Aufwärtstrend untermauert.
Unsere Modelle zeigen eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine weiterhin dynamische Entwicklung, solange diese technische Unterstützung nicht unterschritten wird.
Für die kommenden vier Wochen erwarten unsere Prognosemodelle eine Korrektur: Der wahrscheinlichste Zielkorridor reicht von 194 Dollar bis 233 Dollar, was einem Rückgang von bis zu 17 Prozent entspricht.
Die Daten belegen, dass kurzfristig eine Abkühlung wahrscheinlich ist, auch wenn das obere Ende des Prognosebandes den aktuellen Kurs noch einmal bestätigen könnte. Anleger sollten sich auf eine spürbare Verschnaufpause einstellen – der nächste Impuls dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

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Unser Vorhersagemodell für die kommenden vier Wochen berücksichtigt saisonale Trends aus vergleichbaren Perioden der vergangenen Jahrzehnte, zyklische Muster und die Vorgaben von unserem Aktienklima Deutschland. Die Schwankungsgrenzen („Prognose-Ränder“) berechnen wir aus der aktuellen impliziten Volatilität von Calls und Puts, sie basieren somit auf der in Optionsprämien eingepreisten Erwartung der Investoren.
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Während Anleger mit der Boeing-Aktie – Dividendenzahlungen außen vor gelassen – nur dann Gewinne erzielen, wenn der Kurs steigt, bieten Capped-Bonus-Zertifikate wie die WKN UG7XQZ zusätzliche Ertragschancen. Sie ermöglichen attraktive Renditen auch dann, wenn der Kurs seitwärts verläuft oder moderat fällt. Das Capped-Bonus-Zertifikat ist währungsgesichert (Quanto). Ein Wechselkursrisiko besteht somit nicht.
So funktioniert es
Solange die Boeing-Aktie bis zum Bewertungstag (18. Dezember 2026) nicht die festgelegte Barriere bei 160 US-Dollar berührt oder unterschreitet, erhalten Anleger nach dem Ende der Laufzeit den Bonusbetrag von 220 Euro je Zertifikat zurück. Der aktuelle Einstiegskurs liegt bei 203,9 Euro.
Steigt die Boeing-Aktie, profitiert in der Regel auch das Zertifikat. Je näher der Kurs an den maximalen Auszahlungsbetrag heranrückt, desto stärker reduziert sich das verbleibende Bonuspotenzial. Anleger können daher – je nach Marktlage – auch vor Laufzeitende Gewinne realisieren.
Capped-Bonus-Zertifikate sind börsentäglich handelbar, sodass ein Verkauf jederzeit möglich ist, zum Beispiel, wenn der Großteil des Bonus bereits erreicht wurde.
Die Gewinnchancen im Überblick
Beim Kauf zu 203,9 Euro ergibt sich bis zur Fälligkeit im Dezember 2026 ein möglicher Gewinn von 7,9 Prozent. Das entspricht einer jährlichen Rendite von rund 8,5 Prozent – auch dann, wenn die Aktie lediglich auf dem aktuellen Niveau bleibt.
Darauf sollten Anleger achten
Wird die um 31,8 Prozent tiefer liegende Barriere von 160 US-Dollar während der Laufzeit berührt oder unterschritten, entfällt der Bonusmechanismus. Das Zertifikat verhält sich dann wie die Boeing-Aktie selbst – Gewinne oder Verluste hängen vom tatsächlichen Aktienkurs am Laufzeitende ab. Liegt dieser unter dem heutigen Niveau, müssen Anleger mit Einbußen rechnen.
Von index-radar.de
Das Original zu diesem Beitrag „Boeing vor Comeback: Ambitionierte Produktionspläne für 2026 – Renditechance von 8,5 % p.a.“ stammt von Index Radar.
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12 Kommentare
Die Aussage, dass Boeing nach sieben Verlustjahren wieder profitabel werden könnte, ist ein Hoffnungsschimmer. Aber wie realistisch ist das angesichts der anhaltenden Probleme in den Lieferketten?
Es ist gut zu hören, dass Boeing versucht, die Position gegenüber Airbus zu stärken. Der Wettbewerb in der Luftfahrtindustrie ist ja bekanntlich hart.
Die Kehrtwende, die Boeing in den letzten zwölf Monaten hingelegt hat, ist beeindruckend, besonders nach dem zweistelligen Kursrückgang im Frühling. Das zeigt, dass schnelle Reaktionen möglich sind.
Die Beschreibung der ‚dysfunktionalen Unternehmenskultur‘ ist besorgniserregend. Eine grundlegende Veränderung der Denkweise scheint notwendig, um langfristig erfolgreich zu sein.
Ich frage mich, wie die Pläne für die Produktion im Jahr 2026 aussehen werden. Werden sie die Kapazitäten weiter ausbauen, oder liegt der Fokus eher auf der Stabilisierung der aktuellen Produktion?
Boeing will diese Pläne ja im Laufe des Monats vorstellen, also müssen wir abwarten. Es ist aber klug, sich jetzt schon Gedanken darüber zu machen.
Es ist interessant zu sehen, dass die Aktie trotz der Lieferverzögerungen, die sowohl Boeing als auch Airbus erlebt haben, eine so positive Entwicklung gezeigt hat und aktuell bei 234 Dollar notiert, was den höchsten Stand der letzten zwölf Monate darstellt.
Das stimmt, aber der Artikel weist ja auch darauf hin, dass die Modelle eine Korrektur zwischen 194 und 233 Dollar vorhersagen. Man sollte also vorsichtig sein.
Die Tatsache, dass der aktuelle Aktienkurs über der 200-Tage-Linie bei 207 Dollar liegt, deutet auf einen starken Aufwärtstrend hin, aber die prognostizierte Korrektur von bis zu 17 Prozent sollte man nicht ignorieren.
Die Rückkehr von CEO Kelly Ortberg aus dem Ruhestand, um die Krise zu bewältigen, ist eine ungewöhnliche, aber vielleicht notwendige Maßnahme. Wird sich das wirklich positiv auf die Unternehmenskultur auswirken?
Die Erwähnung, dass Boeing seit 2018 die höchste Anzahl an Flugzeugauslieferungen erwartet, ist bemerkenswert – das deutet auf eine signifikante Erholung hin, nachdem die Produktion nach den 737-Max-Abstürzen 2018 und 2019 stark reduziert werden musste.
Ich bin etwas skeptisch, ob die Produktionssteigerung der 737 Max und 787 Dreamliner tatsächlich ausreicht, um das Vertrauen der Kunden vollständig zurückzugewinnen, besonders nach dem Vorfall mit dem Türstopfen Anfang 2024.