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Der Euro hat am Dienstag weiter nachgegeben und wurde am Morgen bei 1,1625 US-Dollar gehandelt, etwas niedriger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1655 Dollar festgesetzt.
Am Markt wurde von einer generellen Stärke des Dollar gegenüber anderen wichtigen Währungen gesprochen. Ein positives Umfeld wurde durch Signale der Entspannung im Zollstreit zwischen den USA und China geschaffen. Der US-Präsident äußerte sich optimistisch über ein mögliches Handelsabkommen mit China, betonte jedoch seine Drohung, Zölle auf chinesische Waren zu erhöhen, falls bis zum 1. November keine Einigung erzielt wird.
Zusätzlich stützte die Hoffnung auf ein Ende des „Shutdowns“ in den USA den Dollar. Laut einem Wirtschaftsberater des Weißen Hauses könnte der teilweise Stillstand in den US-Behörden in dieser Woche enden, bedingt durch den ungelösten Haushaltsstreit in den USA.
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14 Kommentare
Es ist faszinierend zu sehen, wie stark die Aussagen des US-Präsidenten die Märkte bewegen können; die Ankündigung zusätzlicher Zölle wirkt wie ein Damoklesschwert.
Der Zeitpunkt des möglichen Vertrags (1. November) scheint ein künstlicher Druckpunkt zu sein. Sind die Verhandlungen wirklich substanziell oder nur ein politisches Manöver?
Wenn der Dollar weiterhin so stark ist, könnte das die Exporte aus der Eurozone deutlich erschweren. Welche Branchen sind davon am stärksten betroffen?
Ich beobachte den Euro/Dollar-Kurs seit einiger Zeit und finde es bemerkenswert, wie stark politische Nachrichten den Markt beeinflussen können, ganz im Gegensatz zu fundamentalen Wirtschaftsdaten.
Ist der Rückgang des Euro auf 1,1625 Dollar ein vorübergehendes Phänomen, oder sehen wir hier den Beginn eines langfristigen Trends?
Schwer zu sagen, da viele Faktoren zusammenspielen. Die Entwicklung des US-Shutdowns und die tatsächlichen Fortschritte beim Handelsabkommen mit China werden entscheidend sein.
Die Festsetzung des Referenzkurses durch die EZB bei 1,1655 Dollar am Montag scheint nicht viel bewirkt zu haben, da der Kurs am Dienstag bereits weiter gefallen ist. Das deutet auf starken Verkaufsdruck hin.
Die Aussage, dass der Dollar aufgrund der Entspannung im US-China-Handelsstreit stärker wird, erscheint mir etwas kurzsichtig – ist die zugrundeliegende wirtschaftliche Stärke des Dollars nicht ein wichtigerer Faktor?
Das ist ein berechtigter Einwand; kurzfristige politische Signale können die Märkte beeinflussen, aber langfristig zählt die Substanz.
Die Hoffnung auf eine Einigung im US-China-Handelsstreit scheint tatsächlich der Haupttreiber für die Dollarstärke zu sein. Aber was passiert, wenn diese Hoffnung enttäuscht wird?
Ein Ende des US-Shutdowns wäre natürlich positiv, aber die Tatsache, dass der Haushaltsstreit weiterhin ungelöst ist, dämpft meine Erwartungen etwas – wann wird eine endgültige Lösung erwartet?
1,1625 US-Dollar für einen Euro – das ist ein signifikanter Rückgang im Vergleich zu früheren Höchstständen, oder? Wie wirkt sich das konkret auf Importe aus den USA aus?
Die Erwähnung eines ‚allgemeinen Stärke des Dollars‘ ist etwas vage. Gegen welche anderen Währungen hat der Dollar konkret zugelegt?
Ich frage mich, ob die Drohung des US-Präsidenten mit zusätzlichen Zöllen am 1. November wirklich ein ‚positives Umfeld‘ für den Dollar darstellt, oder ob das eher ein riskantes Spiel ist.