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- Mercedes-Benz AG – WKN: 710000 – ISIN: DE0007100000 – Kurs: 60,360 € (XETRA)
- NVIDIA Corp. – WKN: 918422 – ISIN: US67066G1040 – Kurs: 189,185 $ (Nasdaq)
Der Mercedes-Benz CLA kommt 2026 mit Nvidias Alpamayo Technologie auf die Straße und navigiert ab Q1 eigenständig durch San Francisco und andere Metropolen. Das ist nicht Tesla FSD 2.0 im Betaformat, sondern ein durchdachtes Level 2+ System mit überwältigend cooler KI-Architektur im Hintergrund.
Die Technologie basiert auf Alpamayo, einer Familie offener KI-Modelle mit beeindruckenden 10 Milliarden Parametern. Das System denkt wie ein Mensch. Es erkennt nicht einfach, sondern urteilt. Wenn ein Fußball auf die Fahrbahn rollt, bemerkt es nicht nur den Ball, sondern auch das Risiko, dass ein Kind folgen könnte. Die Software nennt das „Reasoning“. Die Hardware im CLA hat den Fokus auf Sicherheit: 10 Kameras, 5 Radarsensoren, 12 Ultraschallsensoren plus Innenüberwachung. Bei jedem Steuerbefehl generiert die KI 10 mögliche Szenarien und handelt nur, wenn 8 übereinstimmen. Anders als Teslas reine Kameralösung arbeitet Alpamayo mit Multi-Sensor-Fusion, was Fehlerquoten drastisch senkt.
Das System kostet 3.950 USD im 3-Jahre-Abo oder monatlich variabel. Der Mercedes-Benz CLA startete bereits in China im November mit Punkt-zu-Punkt-Navigation, Europa folgt 2027, wenn die Regulierung grünes Licht gibt.
Alpamayo ist Open Source. Jeder Hersteller kann es nutzen. Lucid, JLR, Uber und Berkeley DeepDrive haben bereits Interesse angemeldet. NVidia kontrolliert damit die gesamte Kette Chips, Software, Datensätze, Simulation (AlpaSim), alle diese Layer binden Kunden für Jahre.
Nebenbei kündigte NVidia-Chef Jensen Huang auf der Technik-Messe CES in Las Vegas an, dass Robotaxis ab 2027 mit Nvidias Technologie fahren werden. Waymo dominiert aktuell mit echtem Level 4, aber 2027 könnte aggressive Competition starten.
Wenn wir von „Robotaxis“ sprechen (also fahrerloses Fahren auf Level 4), sieht der Zeitplan so aus:
- Robotaxi-Start: Nvidia plant, ab 2027 dedizierte Robotaxi-Flotten mit Partnern auf die Straße zu bringen.
- Mercedes-Pilotprojekt: Mercedes testet bereits fahrerlose S-Klassen (Level 4) in Abu Dhabi (in Kooperation mit Momenta). Diese Erkenntnisse fließen direkt in die Nvidia-Partnerschaft ein.
- Privatwagen: Vollautonome Funktionen für Privatkunden (Level 4) werden erst für den Zeitraum 2028 bis 2030 erwartet.
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18 Kommentare
Mich wundert, dass Mercedes-Benz erst 2027 nach Europa kommt, obwohl das System bereits 2026 in San Francisco startet. Liegt das an den unterschiedlichen regulatorischen Rahmenbedingungen hier und in den USA?
Ich frage mich, wie die Innenraumüberwachung im CLA implementiert ist und welche Datenschutzbedenken dabei berücksichtigt werden. Das ist ein wichtiger Aspekt.
Die Open-Source-Natur von Alpamayo ist interessant. Glaubt Mercedes-Benz wirklich, dass sie damit langfristig einen Wettbewerbsvorteil erzielen können, oder riskieren sie, dass andere Hersteller schnell aufholen?
Es ist ein strategischer Schachzug. Nvidia kontrolliert die zugrundeliegenden Chips und Datensätze, was anderen Herstellern den Zugang erschwert und sie langfristig bindet.
Die Multi-Sensor-Fusion, die im Gegensatz zu Teslas reiner Kameralösung eingesetzt wird, klingt vielversprechend. Können Sie genauer erläutern, wie diese Fusion konkret funktioniert und welche Vorteile sie bietet?
Die Verwendung von Alpamayo mit 10 Milliarden Parametern klingt nach einem enormen Fortschritt gegenüber bisherigen Systemen; wird diese Parameteranzahl auch die Rechenleistung im Fahrzeug signifikant beeinflussen und somit den Energieverbrauch erhöhen?
Das ist eine berechtigte Frage! Nvidia betont zwar die Effizienz von Alpamayo, aber der tatsächliche Energiebedarf im Fahrzeugbetrieb wird sich erst in realen Tests zeigen.
Die Tatsache, dass das System 10 mögliche Szenarien bei jedem Steuerbefehl generiert und nur bei 8 Übereinstimmungen handelt, deutet auf einen sehr konservativen und sicherheitsorientierten Ansatz hin. Das ist beruhigend, aber könnte es die Reaktionszeit in kritischen Situationen beeinträchtigen?
Die Tatsache, dass Lucid, JLR, Uber und Berkeley DeepDrive bereits Interesse an Alpamayo angemeldet haben, zeigt das enorme Potenzial dieser Technologie. Das könnte die Automobilindustrie grundlegend verändern.
Es ist gut zu sehen, dass Nvidia nicht nur die Technologie liefert, sondern auch die Simulation (AlpaSim) anbietet. Das ist entscheidend, um seltene, aber kritische Fahrsituationen zu testen und das System zu verbessern.
Waymo dominiert derzeit den Level-4-Bereich, aber 2027 könnte sich das ändern. Welche konkreten Strategien verfolgt Nvidia, um Waymo herauszufordern und Marktanteile zu gewinnen?
Ich bin gespannt, wie sich die 23%ige Steigerung des Tourismus in Zypern, die im Artikel erwähnt wird, auf die Nachfrage nach Robotaxis auswirken wird. Könnte dies ein wichtiger Testmarkt sein?
Die Aussage, dass das System „denkt wie ein Mensch“ und „urteilt“, ist natürlich eine starke Vereinfachung. Aber die Fähigkeit, ein rollender Fußball und das potenzielle Risiko eines Kindes zu erkennen, zeigt eine bemerkenswerte Fortschrittlichkeit.
Die Erwartung, dass vollautonome Funktionen für Privatkunden erst zwischen 2028 und 2030 verfügbar sein werden, ist realistisch. Die Herausforderungen in Bezug auf Sicherheit und Regulierung sind enorm.
Das Pilotprojekt mit fahrerlosen S-Klassen in Abu Dhabi in Kooperation mit Momenta ist ein wichtiger Schritt. Welche spezifischen Erkenntnisse aus diesem Projekt fließen in die Nvidia-Partnerschaft ein?
Die Fokussierung auf Sicherheit mit 10 Kameras, 5 Radarsensoren und 12 Ultraschallsensoren ist sehr positiv. Das gibt mir als potenziellem Nutzer ein besseres Gefühl.
3.950 USD für ein dreijähriges Abo ist eine beachtliche Summe. Wie positioniert sich Mercedes-Benz damit im Vergleich zu anderen Anbietern von Fahrerassistenzsystemen, die oft weniger kosten?
Die Abhängigkeit von Nvidia in Bezug auf Chips, Software und Datensätze könnte für Mercedes-Benz riskant sein. Was passiert, wenn Nvidia die Preise erhöht oder die Lieferung verzögert?