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Der Euro hat sich am Freitag nach deutlichen Kursverlusten im Wochenverlauf stabilisiert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1567 US-Dollar gehandelt, etwas höher als am Vorabend. Zuvor war er im Wochenverlauf um bis zu rund zwei Cent gesunken.
Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung kurz vor dem Wochenende. Eine allgemeine Dollar-Stärke hatte zuvor den Euro belastet. Zudem geriet der Euro wegen politischer Turbulenzen in Frankreich unter Druck, nachdem Premierminister Sébastien Lecornu zurückgetreten war. Inzwischen zeichnet sich jedoch ein Ausweg aus der politischen Krise ab, und Präsident Emmanuel Macron könnte bald einen neuen Premierminister ernennen.
Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) kommentierten, dass politische Ereignisse maßgeblich die Kursbewegungen am Devisenmarkt beeinflusst haben. Konjunkturdaten sind in den Hintergrund gerückt, da wichtige US-Konjunkturdaten wegen eines ungelösten Haushaltsstreits nicht veröffentlicht werden konnten. „Eine Prognose für die Entwicklung des Eurokurses in der kommenden Woche wird durch den weiter bestehenden US-Shutdown erschwert“, heißt es in einer Einschätzung der Dekabank.
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26 Kommentare
Der Rücktritt von Premierminister Lecornu in Frankreich scheint der Hauptgrund für den kurzzeitigen Kursverlust des Euro gewesen zu sein, was die Aussage der Helaba-Analysten bestätigt, dass politische Ereignisse dominierend sind.
Zwei Cent Verfall im Wochenverlauf mögen nicht viel erscheinen, aber in der Welt der Devisen können solche kleinen Schwankungen erhebliche Auswirkungen haben, besonders für Importeure und Exporteure.
Die Dekabank weist darauf hin, dass der US-Shutdown eine Prognose für die Euroentwicklung erschwert – das ist verständlich, aber wie genau beeinflusst das die kurzfristigen Erwartungen?
Ich frage mich, ob die Erwartung eines neuen Premierministers in Frankreich bereits vollständig eingepreist ist, oder ob es hier noch zu Überraschungen kommen kann.
Die Helaba-Analyse ist sehr aufschlussreich. Es ist wichtig zu verstehen, dass der Devisenmarkt nicht nur von wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst wird, sondern auch von politischen.
Ich beobachte den Euro seit einiger Zeit und muss sagen, dass die politische Lage in Frankreich in letzter Zeit eine ungewöhnlich starke Rolle spielt. Das ist normalerweise nicht der Fall.
Die Tatsache, dass wichtige US-Konjunkturdaten wegen des Haushaltsstreits nicht veröffentlicht wurden, ist ein großes Problem. Wie können Händler dann fundierte Entscheidungen treffen?
Das ist ein berechtigter Punkt. Viele verlassen sich wahrscheinlich stärker auf technische Analysen und die allgemeine Risikobereitschaft.
Mich wundert, dass Konjunkturdaten so stark in den Hintergrund gerückt sind; normalerweise spielen diese eine größere Rolle bei der Bewertung von Währungen. Ist das ein neues Phänomen?
Es scheint, dass die Unsicherheit durch den US-Shutdown die Aufmerksamkeit von den Konjunkturzahlen ablenkt, da diese ohnehin nicht vollständig vorliegen.
Die Helaba-Analysten haben Recht: politische Ereignisse sind momentan der entscheidende Faktor. Aber was passiert, wenn der US-Shutdown länger dauert? Welche Auswirkungen hätte das?
Wenn der US-Shutdown andauert, könnte das den Euro langfristig stärken, da Investoren möglicherweise auf sicherere Häfen wie den Euro flüchten.
Die Aussage, dass politische Ereignisse die Kursbewegungen maßgeblich beeinflussen, ist in diesem Fall besonders treffend. Man sieht deutlich, wie eng der Devisenmarkt mit der Politik verknüpft ist.
Die Dollar-Stärke als Belastung für den Euro ist ja nichts Neues, aber inwieweit wird diese durch die US-Politik noch verstärkt? Ist das ein Teufelskreis?
Der Rücktritt Lecornus und die anschließende Stabilisierung des Euro zeigen, wie wichtig politische Stabilität für die Währung ist. Das ist eine wichtige Lektion.
Ich bin kein Finanzexperte, aber der Zusammenhang zwischen dem US-Shutdown und der Euro-Prognose erscheint mir logisch. Weniger Daten bedeuten mehr Unsicherheit.
1,1567 US-Dollar – das ist ein Wert, den man im Auge behalten sollte. Wenn der Euro diesen Wert hält oder überschreitet, könnte das ein positives Signal sein.
Die Abhängigkeit des Euro von der US-Politik ist beunruhigend. Wäre eine stärkere Diversifizierung der Währungsreserven nicht sinnvoller?
Es ist gut zu hören, dass es einen möglichen Ausweg aus der französischen politischen Krise gibt. Das könnte dem Euro kurzfristig helfen, sich zu erholen.
Die Dekabank spricht von einer erschwerten Prognose. Gibt es denn überhaupt irgendwelche Szenarien, die aktuell als wahrscheinlich gelten, oder ist alles völlig offen?
Ich finde es bemerkenswert, wie schnell sich der Euro nach dem Rücktritt Lecornus stabilisiert hat, sobald sich ein Ausweg aus der politischen Krise abzeichnete. Das zeigt die Sensibilität des Marktes.
Ich bin gespannt, ob die Stabilisierung des Euro nachhaltig ist oder nur eine kurzfristige Reaktion auf die politische Entwicklung in Frankreich.
Die fehlenden US-Konjunkturdaten sind ein echtes Problem für alle, die den Euro gegenüber dem Dollar bewerten wollen. Das macht die Situation sehr unübersichtlich.
Die ‚leichte Gegenbewegung‘ kurz vor dem Wochenende klingt nach einem vorsichtigen Optimismus. Wird sich dieser Trend nächste Woche fortsetzen, wenn die politische Lage in Frankreich klarer ist?
Ein Kursanstieg auf 1,1567 US-Dollar am Freitagmorgen ist zwar eine Stabilisierung, aber immer noch weit entfernt von den Höchstständen, die der Euro in den letzten Monaten erreicht hat. Bleibt abzuwarten, ob das reicht.
Zwei Cent Verfall sind zwar nicht dramatisch, aber für Unternehmen, die in Euro und Dollar handeln, können sich solche kleinen Differenzen summieren und spürbar werden.