Listen to the article
Der Eurokurs ist am Freitag vor der Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten weiter gesunken. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1649 US-Dollar gehandelt, etwas tiefer als am Vorabend.
Zuletzt waren US-Konjunkturdaten mehrfach besser als erwartet ausgefallen, was den Dollar gestützt und den Euro belastet hat. Im weiteren Tagesverlauf richtet sich der Fokus der Anleger auf den US-Arbeitsmarktbericht für Dezember, der am Nachmittag erwartet wird.
US-Arbeitsmarktdaten sind an den Finanzmärkten von Bedeutung, da sie eine wichtige Rolle bei der Geldpolitik der US-Notenbank Fed spielen. Die nächste Zinsentscheidung steht Ende Januar an. Zuletzt hatten die US-Währungshüter den Leitzins im Dezember um 0,25 Prozentpunkte gesenkt.
Besser als erwartet ausgefallene Produktionsdaten aus Deutschland konnten dem Euro am Morgen keinen Auftrieb verleihen. Im November war die Fertigung in den Industriebetrieben überraschend weiter gestiegen, was die Hoffnung auf ein Ende der Krise in diesem wichtigen Bereich der Eurozone schürte.
Den vollständigen Artikel hier lesen


14 Kommentare
Es ist logisch, dass US-Arbeitsmarktdaten für die Fed so wichtig sind. Aber wie genau werden diese Daten in ihre geldpolitischen Entscheidungen einbezogen? Gibt es bestimmte Schwellenwerte?
Ich beobachte den Eurokurs seit einiger Zeit und finde den aktuellen Rückgang beunruhigend. Könnte dies ein Vorbote weiterer Turbulenzen auf den Devisenmärkten sein?
Die Tatsache, dass die Fed im Dezember bereits eine Zinssenkung vorgenommen hat, könnte die Erwartungen an weitere Schritte dämpfen. Vielleicht ist der Dollar-Effekt nicht so stark wie befürchtet.
Das ist ein guter Punkt. Eine zu aggressive Zinssenkung könnte auch negative Folgen haben, wie z.B. eine steigende Inflation.
Die Erwähnung, dass US-Konjunkturdaten ‚mehrfach besser als erwartet‘ ausgefallen sind, ist sehr vage. Könnten konkrete Beispiele für diese Daten genannt werden, um die Aussage zu untermauern?
Die Tatsache, dass der Euro bereits auf 1,1649 US-Dollar gesunken ist, deutet auf eine gewisse Nervosität der Märkte im Vorfeld des US-Arbeitsmarktberichts hin. Wird der Bericht die Erwartungen erneut übertreffen und den Dollar weiter stärken?
Der Fokus auf den US-Arbeitsmarktbericht ist verständlich, aber sollte man die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone nicht stärker berücksichtigen? Die Produktionsdaten aus Deutschland sind doch ein positives Zeichen.
Mich wundert, dass die überraschend guten Produktionsdaten aus Deutschland im November dem Euro keinen Aufwind geben konnten. Liegt das an der allgemeinen Stärke des Dollars oder an tieferliegenden Problemen in der Eurozone?
Ich frage mich, ob die Märkte bereits alle möglichen Szenarien für den US-Arbeitsmarktbericht eingepreist haben. Eine Überraschung wäre dann unwahrscheinlich, selbst wenn die Daten gut sind.
Die US-Notenbank Fed hat im Dezember den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte gesenkt – ist das ein Zeichen dafür, dass sie die Wirtschaft weiter ankurbeln will, was den Dollar schwächen könnte, oder ist es eine kalkulierte Maßnahme angesichts der Inflation?
Wenn die US-Arbeitsmarktdaten weiterhin besser ausfallen als erwartet, könnte das die nächste Zinsentscheidung Ende Januar entscheidend beeinflussen. Eine Zinserhöhung wäre für den Euro natürlich negativ.
Die Hoffnung auf ein Ende der Krise in der deutschen Industrie, die durch die gestiegenen Produktionszahlen im November genährt wurde, scheint sich vorerst nicht zu bestätigen, wenn man den Eurokurs betrachtet. Ist das ein Fehlsignal?
Ein Kurs von 1,1649 US-Dollar für den Euro ist schon ein deutlicher Rückgang. Ich befürchte, dass sich dieser Trend fortsetzen wird, wenn die US-Wirtschaft weiterhin stark ist.
Das ist möglich, aber es hängt auch davon ab, wie die EZB reagiert. Werden sie Maßnahmen ergreifen, um den Euro zu stützen?