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EQS-News: SARTORIUS AG
/ Schlagwort(e): Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeitszertifikat für Standort Göttingen: Mehr Produkte aus erneuerbaren Rohstoffen (News mit Zusatzmaterial)
14.01.2026 / 11:34 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
Göttingen, 14. Januar 2026
Nachhaltigkeitszertifikat für Standort Göttingen:
Mehr Produkte aus erneuerbaren Rohstoffen
- Produktionsstandorte in Göttingen, Deutschland, und Mohamdia, Tunesien nach ISCC Plus zertifiziert
- Biobasierte Rohstoffe reduzieren Anteil fossiler Kunststoffe in Filtern und Einwegbeuteln deutlich
- Zertifiziertes Produktionsnetzwerk umfasst nun Werke in Deutschland, Tunesien, Frankreich und Großbritannien
Der Life-Science-Konzern Sartorius hat für den Produktionsstandort Göttingen sowie für das Werk in Mohamdia in Tunesien die ISCC-Plus-Zertifizierung der Initiative International Sustainability and Carbon Certification erhalten. Damit baut das Unternehmen sein Angebot an Produkten aus biozirkulären Rohstoffen aus und unterstützt die Biopharmaindustrie auf ihrem Weg zu nachhaltigeren Herstellungspraktiken.
ISCC Plus ist ein globaler Standard für erneuerbare und recycelte Rohstoffe, der mithilfe eines Massebilanzsystems eine transparente und rückverfolgbare Beschaffung entlang der gesamten Wertschöpfungskette ermöglicht. Am Konzernhauptsitz in Göttingen sowie am Standort Mohamdia erfüllt Sartorius nun die Kriterien hinsichtlich Rückverfolgbarkeit, Prozessen, Dokumentation und Managementsystemen und kann so in weiteren Produktlinien zertifizierte nachwachsende Rohstoffe einsetzen: im PFAS-freien Filter Sartopore Evo sowie in den Flexsafe-Beuteln, die beide in der Herstellung von Biopharmazeutika verwendet werden. Durch den Einsatz von ISCC Plus-zertifizierten Materialien lässt sich der Anteil fossiler Verbindungen in den Flexsafe-Beuteln um rund 70 Prozent und in den Sartopore Evo Filtern im Schnitt um 40-60 Prozent reduzieren.
„Unsere Biopharma-Kunden stehen vor der Aufgabe, mehr Ertrag aus ihren Produktionsprozessen herauszuholen und gleichzeitig ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Seit langem tragen unsere Einwegtechnologien und Lösungen zur Prozessintensivierung dazu bei, die Herstellung von Biologika effizienter zu gestalten: mehr Output bei weniger Input und geringerer Umweltbelastung“, so René Fáber, Leiter der Sparte Bioprocess Solutions und Mitglied des Vorstands von Sartorius. „Mit der Ausweitung ISCC-Plus-zertifizierter Materialien auf weitere zentrale Produktgruppen bieten wir unseren Kunden nun nachhaltigere Alternativen für bereits validierte Prozesse. Unser Ziel ist es, die Biopharmaindustrie dabei zu unterstützen, weniger fossile Materialien einzusetzen und die nachhaltige Produktion von Biologika voranzutreiben.”
Bereits Anfang 2025 erhielten die Werke in Aubagne, Frankreich, und Stonehouse, Großbritannien, die ISCC-Plus-Zertifizierung für Ambr-Bioreaktoren, Vivaflow-Filter und ausgewählte Flexsafe-Beutel Sartorius plant, den Einsatz zertifizierter nachwachsender Rohstoffe im globalen Produktionsnetzwerk weiter auszubauen.
Sartorius in Kürze
Sartorius ist ein international führender Partner der biopharmazeutischen Forschung und Industrie. Die Sparte Lab Products & Services konzentriert sich mit innovativen Laborinstrumenten und Verbrauchsmaterialien auf Forschungs- und Qualitätssicherungslabore in Pharma- und Biopharmaunternehmen sowie akademischen Forschungseinrichtungen. Die Sparte Bioprocess Solutions unterstützt Kunden mit einem breiten, auf Einweg-Lösungen fokussierten Produktportfolio bei der sichereren, schnelleren und nachhaltigeren Herstellung von Biotech-Medikamenten, Impfstoffen sowie Zell- und Gentherapeutika. Mit rund 60 Produktions- und Vertriebsstandorten weltweit hat das Göttinger Unternehmen eine starke globale Präsenz. Sartorius ergänzt sein Portfolio regelmäßig durch Akquisitionen komplementärer Technologien. Im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 3,4 Milliarden Euro. Mehr als 13.500 Mitarbeitende sind für Kunden rund um den Globus tätig.
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Kontakt
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Head of External Communications
+49 551 308 4067
[email protected]
Datei: SAG Medieninformation ISCC Zertifizierung für Göttingen und Mohamdia
Datei: Sartorius Filter Production in Göttingen, Germany
14.01.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News – ein Service der EQS Group.
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19 Kommentare
Die Zertifizierung der Standorte in Deutschland und Tunesien ist ein wichtiger Schritt zur Diversifizierung nachhaltiger Produktionskapazitäten. Gibt es Überlegungen, weitere Standorte in anderen Regionen zu zertifizieren?
Die Kombination aus Prozessintensivierung und nachhaltigen Materialien ist ein vielversprechender Ansatz. Könnte Sartorius hierzu auch Forschungskooperationen mit Universitäten oder Forschungseinrichtungen eingehen?
Die Fokussierung auf biobasierte Rohstoffe für Filter und Beutel, die in der Biopharmazeutika-Herstellung verwendet werden, ist strategisch klug. Wie sieht Sartorius die langfristigen Auswirkungen dieser Zertifizierung auf die Wettbewerbsfähigkeit?
Ich finde es gut, dass Sartorius die Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil betrachtet und aktiv in zertifizierte Materialien investiert. Das könnte andere Unternehmen in der Branche inspirieren.
Es ist gut, dass Sartorius die Nachhaltigkeitsziele der Biopharmaindustrie unterstützt. Aber wie misst das Unternehmen den tatsächlichen ‚Impact‘ dieser Maßnahmen auf die Umwelt?
Die ISCC Plus-Zertifizierung ist ein guter Anfang, aber Sartorius sollte auch überlegen, wie sie Kreislaufwirtschaftsprinzipien in ihre Produktionsprozesse integrieren können, um Abfall zu minimieren.
Die ISCC Plus-Zertifizierung für Göttingen und Mohamdia ist ein wichtiger Schritt, aber wie stellt Sartorius sicher, dass die Massebilanzierung wirklich transparent ist und nicht zu ‚Greenwashing‘ führt?
Die Ausweitung der Zertifizierung auf weitere Produktgruppen ist entscheidend. Wann können wir mit weiteren Ankündigungen in dieser Richtung rechnen?
Ich frage mich, ob die höheren Kosten für biobasierte Rohstoffe an die Kunden weitergegeben werden oder ob Sartorius diese Kosten intern trägt, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Erwähnung der Werke in Aubagne und Stonehouse zeigt, dass Sartorius ein globales Netzwerk für nachhaltige Produktion aufbaut. Wie werden diese Standorte in Zukunft zusammenarbeiten?
Ich bin etwas besorgt über die Komplexität der Massebilanzierung. Wie stellt Sartorius sicher, dass die Daten korrekt und zuverlässig sind, um eine lückenlose Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten?
Ich finde es bemerkenswert, dass Sartorius bereits 2025 die Werke in Frankreich und Großbritannien zertifiziert hat. Das zeigt ein starkes Engagement für Nachhaltigkeit über verschiedene Standorte hinweg.
Ich bin gespannt, wie sich die ISCC Plus-Zertifizierung auf die Lieferketten von Sartorius auswirkt. Werden neue Lieferanten benötigt, und wenn ja, welche Kriterien müssen diese erfüllen?
Es ist lobenswert, dass Sartorius nicht nur auf die Reduzierung fossiler Rohstoffe setzt, sondern auch die Effizienz der Biopharmazeutika-Herstellung verbessern möchte.
Die Aussage von René Fáber, dass Sartorius Kunden nachhaltigere Alternativen für validierte Prozesse bietet, klingt vielversprechend. Welche konkreten Anpassungen sind an den Prozessen notwendig, um die neuen Materialien zu integrieren?
Es ist positiv zu sehen, dass Sartorius den Anteil fossiler Kunststoffe in den Flexsafe-Beuteln um rund 70 Prozent reduzieren kann. Könnte man diese Technologie nicht auch auf andere Produktlinien ausweiten, um den ökologischen Fußabdruck weiter zu verringern?
Die Reduktion des Anteils fossiler Verbindungen in den Sartopore Evo Filtern um 40-60 Prozent ist ein beachtlicher Fortschritt. Gibt es Pläne, diesen Wert in Zukunft noch weiter zu steigern?
Die Tatsache, dass Sartorius bereits jetzt zertifizierte Materialien für Ambr-Bioreaktoren, Vivaflow-Filter und Flexsafe-Beutel anbietet, zeigt eine klare Vorreiterrolle in der Branche.
Die Verwendung von PFAS-freien Filtern ist ein wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeit. Wie schneiden die Sartopore Evo Filter im Vergleich zu herkömmlichen Filtern in Bezug auf Leistung und Kosten ab?