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Unter ihnen schätzt Peter Bisztyga von der Bank of America RWE besonders positiv ein. Die Aktie sei eine der 25 Top-Empfehlungen für 2026, schrieb er. Dabei verwies der Analyst auf den Auktionserfolg in Großbritannien sowie die strategische Partnerschaft mit der Beteiligungsgesellschaft KKR und hob sein Kursziel um 3 Euro auf 59 Euro an. Damit hat er nun das höchste Kursziel aller von dpa-AFX und Bloomberg beobachteten Research-Häusern.
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Am frühen Nachmittag ging es für das Papier des Energieversorgers im kaum veränderten Dax
Bereits seit Herbst 2025 hat sich die Charttechnik für die Aktie begonnen aufzuhellen. Die mittel- und längerfristigen Trendindikatoren wurden zunehmend positiver und Mitte Dezember dann überwand die Aktie schließlich die 21-Tage-Linie, die den kurzfristigen Trend signalisiert und inzwischen bei etwas über 46 Euro verläuft.
Deepa Venkateswaran vom US-Analysehaus Bernstein sprach mit Blick auf die Auktion von einem „vollen Erfolg“ für RWE und sieht eine Wiederbelebung der Offshore-Windenergie in Großbritannien und Europa, insbesondere für den deutschen Konzern.
BofA-Analyst Bisztyga erklärte, dass sich RWE in der britischen Auktion den Zuschlag für Großprojekte mit einer Gesamtkapazität von 6,9 Gigawatt gesichert habe. Das sei eine etwa doppelt so hohe Kapazität, als vom Markt erwartet. Zudem setze das obendrein angekündigte Finanzierungs-Joint-Venture mit KKR hohe liquide Mitteln frei.
„Die Projektfinanzierungsstruktur führt in diesem Sommer zu einer Barauszahlung von 2,9 Milliarden Pfund für aktivierte Entwicklungskosten“, schrieb er. Dabei bezifferte Bisztyga den Eigenkapitalbedarf von RWE auf „lediglich 0,9 Milliarden Pfund, – und zwar erst nach vollständiger Inanspruchnahme der Projektfinanzierung“. Die Nettoinvestitionen bis 2030/31 dürften zugleich nur 1,2 Milliarden Euro betragen, weshalb die Nettozinskosten für RWE kräftig sinken dürften.
Metzler-Analyst Guido Hoymann hatte sein Kursziel bereits am Vortag von 54 auf 57 Euro hochgeschraubt und ebenfalls den von RWE gesicherten Kapazitätsumfang gelobt. Der sei stark mit Blick auf die aktuelle Gesamtkapazität von laut Hoymann etwa 40 Gigawatt./ck/lew/stk
Quelle: dpa-AFX
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16 Kommentare
Die Betonung auf die aktivierten Entwicklungskosten und deren Finanzierung durch KKR ist ein wichtiger Aspekt. Wie transparent ist diese Kostenstruktur wirklich?
Das ist eine berechtigte Frage. Eine detaillierte Aufschlüsselung der aktivierten Entwicklungskosten wäre für Anleger sehr hilfreich.
Die Partnerschaft mit KKR und die daraus resultierende Freisetzung liquider Mittel in Höhe von 2,9 Milliarden Pfund für aktivierte Entwicklungskosten klingt vielversprechend. Könnte dies RWE mehr Flexibilität bei zukünftigen Investitionen geben?
Die Erwähnung des 21-Tage-Linien-Durchbruchs im Dezember ist interessant für kurzfristige Trader. Ist das ein guter Zeitpunkt für einen Einstieg?
Ich bin gespannt, ob die Charttechnik, die sich seit Herbst 2025 aufhellt, tatsächlich ein nachhaltiger Trend ist oder nur eine kurzfristige Reaktion auf die Auktion.
Metzler hat sein Kursziel bereits auf 57 Euro erhöht, was die allgemeine positive Stimmung unter Analysten bestätigt. Ist das ein Signal, jetzt einzusteigen?
Ich bin kein Finanzexperte, aber die Zahlen sprechen für sich. Ein Anstieg um 2,0 Prozent im kaum veränderten Dax ist ein gutes Zeichen für RWE.
Die gesicherte Kapazität von 6,9 Gigawatt in der britischen Auktion, die laut BofA-Analyst Bisztyga doppelt so hoch ist, wie erwartet, scheint wirklich ein entscheidender Faktor für die positive Entwicklung zu sein. Wie realistisch ist diese Kapazitätserweiterung wirklich?
Die Tatsache, dass RWE seit Februar 2011 erstmals wieder über 50 Euro gehandelt wird, ist ein deutliches Zeichen für das gestiegene Anlegervertrauen, aber das Rekordhoch von 2008 ist noch in weiter Ferne.
Das Kursziel von 59 Euro durch Bank of America ist beeindruckend, besonders im Vergleich zu den anderen Research-Häusern. Wird RWE dieses Ziel tatsächlich erreichen können?
Ich frage mich, wie sich der Auktionserfolg und die Partnerschaft mit KKR auf die Konkurrenzsituation im Offshore-Windenergiebereich auswirken werden. Werden andere Unternehmen unter Druck geraten?
Die Nettoinvestitionen bis 2030/31, die laut Bisztyga nur 1,2 Milliarden Euro betragen sollen, könnten die Zinskosten für RWE tatsächlich erheblich senken. Das ist ein wichtiger Punkt für die langfristige Rentabilität.
Die Entwicklung von RWE ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig strategische Auktionen und Partnerschaften für den Erfolg im Energiesektor sind. Wird sich dieser Trend fortsetzen?
Die Höhe des Eigenkapitalbedarfs von nur 0,9 Milliarden Pfund, selbst nach vollständiger Inanspruchnahme der Projektfinanzierung, ist bemerkenswert. Das deutet auf eine solide Finanzplanung hin.
Die Aussage von Deepa Venkateswaran von Bernstein über eine Wiederbelebung der Offshore-Windenergie in Großbritannien und Europa ist optimistisch. Welche konkreten politischen Rahmenbedingungen sieht sie als treibende Kraft?
Die Tatsache, dass RWE eine der 25 Top-Empfehlungen für 2026 von Bank of America ist, zeigt, dass das Unternehmen langfristig als attraktiv angesehen wird. Welche Risiken werden dabei aber nicht berücksichtigt?