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- Porsche AG Vz – WKN: PAG911 – ISIN: DE000PAG9113 – Kurs: 42,740 € (XETRA)
Der Sportwagenbauer Porsche hat 2025 deutlich weniger Fahrzeuge an die Kunden übergeben als im Vorjahr. Wie das Unternehmen mitteilte, gingen die Auslieferungen um 10 % auf 279.449 Einheiten zurück. Besonders stark belastete erneut der chinesische Markt: Dort schrumpfte der Absatz um 26 % auf 41.938 Fahrzeuge – der vierte Rückgang in Folge. Als Gründe nennt Porsche den anhaltenden Wettbewerb im Segment vollelektrischer Fahrzeuge sowie die allgemeine Kaufzurückhaltung in der Luxusklasse.
Auch in Deutschland und dem übrigen Europa verzeichnete der Sportwagenhersteller zweistellige Rückgänge. Auf dem Heimatmarkt sank die Zahl der Auslieferungen um 16 % auf 29.968 Fahrzeuge, im restlichen Europa ging sie um 13 % zurück. Einzig Nordamerika zeigte mit 86.229 Auslieferungen Stabilität und blieb auf Vorjahresniveau. In den sogenannten Übersee- und Wachstumsmärkten gab es ein leichtes Minus von 1 %.
Macan vorn, 911 mit Auslieferungsrekord
Mit 84.328 ausgelieferten Einheiten war der Macan erneut das volumenstärkste Modell, über die Hälfte davon entfiel auf die vollelektrische Variante. Der 911 stellte mit 51.583 Auslieferungen einen neuen Rekord auf. Deutlich rückläufig waren hingegen die Zahlen beim Cayenne (-21 %), Taycan (-22 %)und beim auslaufenden 718 (-21 %).
Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge lag 2025 bei 34,4 % (Vorjahr: 27,0 %), davon waren 22,2 % vollelektrisch. In Europa wurden erstmals mehr elektrifizierte Fahrzeuge als reine Verbrenner ausgeliefert. Der Elektrifizierungsanteil betrug in Europa 57,9 %.
Fazit: Porsche blickt auf ein herausforderndes Jahr 2025 zurück, das von rückläufigen Absätzen in fast allen Regionen und strukturellen Veränderungen im Modellportfolio geprägt war. Der deutliche Rückgang der Auslieferungen spiegelt nicht nur die Nachfrageschwäche in wichtigen Märkten wie China wider, sondern auch die Auswirkungen regulatorischer Anforderungen und der strategischen Neuausrichtung. Entscheidend wird sein, ob es dem Unternehmen gelingt, mit der geplanten Modelloffensive und dem Fokus auf Profitabilität wieder auf einen Wachstumskurs zurückzukehren. Die Aktie hat sich 2025 an einer Bodenbildung versucht. Angesichts der keineswegs günstigen Bewertung sollte bei Porsche jetzt möglichst nicht mehr viel schiefgehen, damit die Tiefs aus dem vergangenen Jahr bei 40 EUR nicht doch noch unterschritten werden.
| Jahr | 2025e* | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. EUR | 36,92 | 37,16 | 37,97 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 0,42 | 2,31 | 2,75 |
| KGV | 102 | 18 | 16 |
| Dividende je Aktie in EUR | 0,96 | 1,30 | 1,53 |
| Dividendenrendite | 2,25% | 3,04% | 3,58% |
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*e = erwartet, Erwartungen basieren bei |

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23 Kommentare
Die Entwicklung des Elektrifizierungsanteils ist entscheidend für die Zukunft von Porsche. Werden sie ihre Ziele erreichen und eine führende Rolle im Elektrosegment spielen?
Die Dividendenrendite von 2,25% für 2025 ist nicht besonders attraktiv. Wird Porsche die Dividende in den kommenden Jahren erhöhen können, um Investoren anzuziehen?
Ein Umsatzrückgang auf 36,92 Mrd. EUR ist natürlich besorgniserregend. Wie plant Porsche, die Profitabilität angesichts dieser Entwicklung zu verbessern?
Ein Rückgang beim auslaufenden 718 um 21% war zu erwarten, aber wie wird sich das auf die Nachfrage nach dem neuen Modell auswirken?
Der Rückgang in China um 26% ist alarmierend. Könnte das auf eine stärkere Konkurrenz durch lokale Hersteller zurückzuführen sein, oder spielen andere Faktoren eine größere Rolle?
Die Offenlegung möglicher Interessenkonflikte der Chefredaktion ist wichtig für die Glaubwürdigkeit der Analyse. Das sollte Standard sein.
Die Prognose für 2026 mit einem Gewinn pro Aktie von 2,31 EUR klingt vielversprechend, aber das KGV von 18 erscheint angesichts der aktuellen Herausforderungen immer noch hoch.
Ich bin gespannt, wie sich die ‚Modelloffensive‘ auswirken wird. Welche neuen Modelle sind geplant und wann können wir mit deren Markteinführung rechnen?
Der Macan ist weiterhin das volumenstärkste Modell mit 84.328 Einheiten, wobei über die Hälfte elektrisch ist. Ist das ein Indikator für die zukünftige Ausrichtung der Marke?
Die Entwicklung der Dividende ist interessant. Ein Anstieg auf 1,53 EUR im Jahr 2027 wäre ein gutes Signal an die Investoren.
Der Rückgang bei Cayenne und Taycan ist enttäuschend. Gibt es spezifische Probleme mit diesen Modellen, die zu den geringeren Auslieferungen führen?
Der Fokus auf Nordamerika scheint sich auszuzahlen. Könnte Porsche hier noch weiter wachsen und den Rückgang in anderen Regionen ausgleichen?
Die Tatsache, dass in Europa erstmals mehr elektrifizierte Fahrzeuge als Verbrenner verkauft wurden (57,9% Elektrifizierungsanteil), ist ein wichtiger Meilenstein für Porsche.
Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge ist auf 34,4% gestiegen, was positiv ist. Aber reicht das aus, um den Rückgang beim Taycan (-22%) zu kompensieren?
Ich bin etwas skeptisch, ob die geplante Modelloffensive ausreicht, um die Probleme in China und Europa zu lösen. Es braucht mehr als nur neue Modelle.
Ein Rückgang um 10% ist deutlich, aber nicht katastrophal. Porsche hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie sich anpassen und erfolgreich sein können.
Ich frage mich, ob die ‚Kaufzurückhaltung in der Luxusklasse‘ ein vorübergehendes Phänomen ist oder ob sich das Konsumverhalten dauerhaft verändert hat.
Die Tatsache, dass der Anteil der elektrifizierten Fahrzeuge in Europa auf 57,9% gestiegen ist, zeigt, dass Porsche von den regulatorischen Veränderungen profitiert.
Die Bodenbildung der Aktie bei rund 42,740 EUR ist ein positives Zeichen, aber die Gefahr eines Unterschreitens der 40 EUR Marke besteht weiterhin.
Trotz des Gesamtverlustes ist der Auslieferungsrekord des 911 mit 51.583 Einheiten beeindruckend. Zeigt das, dass die Nachfrage nach den klassischen Modellen stabil bleibt?
Der Artikel erwähnt ‚regulatorische Anforderungen‘ als einen Faktor. Könnten strengere Emissionsvorschriften in Europa die Nachfrage nach Verbrennern weiter dämpfen?
Die Erwartungen für 2027 sehen einen Gewinn pro Aktie von 2,75 EUR vor. Ist das realistisch, wenn man die aktuellen Herausforderungen berücksichtigt?
Es ist bemerkenswert, dass Nordamerika stabil bei 86.229 Auslieferungen geblieben ist. Was macht diesen Markt so widerstandsfähig gegenüber den allgemeinen Trends?