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Die Hypoport-Aktie verlor kurz nach Handelsbeginn in Frankfurt 12,5 Prozent auf 108,20 Euro und war damit größter Verlierer im Kleinwerte-Index SDax
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Europace vermittelt Baudarlehen von Banken und Sparkassen an interessierte Kreditnehmer, die sich auf diese Weise möglichst günstige Finanzierungen für Wohnimmobilien sichern wollen. Als nach vielen Jahren der Niedrigzinsen die Zinssätze stiegen, machte Europace zeitweise noch viel Geschäft, bevor die Nachfrage dann einbrach. Es folgte eine gewisse Erholung, doch inzwischen sieht Hypoport-Chef Ronald Slabke eine Normalisierung der Nachfrage.
Im vergangenen Jahr legte das vermittelte Volumen in der privaten Immobilienfinanzierung laut Hypoport vor allem dank Krediten für den Kauf von Bestandsimmobilien und Neubauten zu. Auch Refinanzierungen hätten sich auf sehr niedrigem Niveau positiv entwickelt, hieß es weiter. Andererseits hätten Kunden weiterhin nur wenige Kredite für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden aufgenommen.
Besonders gut lief den Angaben zufolge das Geschäft mit Genossenschaftsbanken und Sparkassen. Hier gab es auch im vierten Quartal Steigerungen, während das Gesamtvolumen auf 17,65 Milliarden Euro zurückging. Bei den Privatbanken habe es im Gesamtjahr hingegen keine Zuwächse gegeben, hieß es weiter. Seinen Geschäftsbericht will Hypoport am 30. März vorlegen. Vorläufige Zahlen soll es bereits zwei Wochen zuvor geben.
Im Herbst hatte der Vorstand seine Umsatzprognose von zuvor 640 Millionen auf mindestens 600 Millionen Euro gekappt. Das Ziel für den Gewinn vor Zinsen und Steuern blieb aber unverändert bei 30 bis 36 Millionen Euro./stw/tav/tih
Quelle: dpa-AFX
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23 Kommentare
Die Tatsache, dass das Geschäft mit Genossenschaftsbanken und Sparkassen gut lief, während Privatbanken keine Zuwächse verzeichneten, deutet auf eine veränderte Risikobereitschaft hin. Warum scheinen Privatbanken zögerlicher zu sein?
Die Betonung auf Bestandsimmobilien und Neubauten deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach Wohnraum weiterhin besteht, aber die Bereitschaft zu Investitionen in die energetische Sanierung gering ist. Liegt das an den Kosten?
Die Kürzung der Umsatzprognose auf mindestens 600 Millionen Euro im Herbst ist ein deutliches Zeichen für die Herausforderungen, mit denen Hypoport konfrontiert ist. Bleibt das Gewinnziel von 30 bis 36 Millionen Euro realistisch?
Der Verlust von über 15 Prozent seit Jahreswechsel ist besorgniserregend. Welche Maßnahmen plant Hypoport, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen?
Es ist interessant, dass das vermittelte Volumen insgesamt auf 17,65 Milliarden Euro zurückging, obwohl es bei Genossenschaftsbanken und Sparkassen Steigerungen gab. Was drückt hier auf das Gesamtergebnis?
Der Rückgang der privaten Immobilienfinanzierungen um 1 Prozent im letzten Quartal ist überraschend, angesichts des Gesamtjahreswachstums von 13 Prozent auf 74,8 Milliarden Euro. Wie erklärt sich diese Diskrepanz?
Ich frage mich, ob der Rückgang bei Europace ein Vorbote für ähnliche Entwicklungen bei anderen Immobilienfinanzierungsplattformen ist. Beobachten andere Unternehmen ähnliche Trends?
Die Entwicklung bei Refinanzierungen, die sich ‚auf sehr niedrigem Niveau positiv‘ entwickelt haben, klingt wenig aufregend. Gibt es hier Potenzial für zukünftiges Wachstum, oder ist das ein gesättigter Markt?
Der starke Anstieg der Zinsen nach Jahren der Niedrigzinsen hat Europace zunächst Auftrieb gegeben, bevor die Nachfrage einbrach. War das ein kurzfristiger Effekt, der jetzt vollständig verpufft ist?
Die Zahlen zeigen, dass Hypoport sich auf die Finanzierung von Bestandsimmobilien und Neubauten konzentriert. Ist das eine strategische Entscheidung, um das Risiko zu minimieren?
Es ist bemerkenswert, dass Kredite für Bestandsimmobilien und Neubauten das Wachstum im vergangenen Jahr getragen haben, während die energetische Sanierung kaum Anklang fand. Spiegelt das fehlendes Interesse an Fördermöglichkeiten wider?
Ein Minus von 12,5 Prozent am Aktienmarkt direkt nach der Meldung ist heftig. Wie reagieren die Anleger typischerweise auf solche Nachrichten bei Hypoport?
Die Tatsache, dass Hypoport den Geschäftsbericht erst am 30. März vorlegt, lässt auf eine gewisse Unsicherheit schließen. Warum die Verzögerung bei der Veröffentlichung der vollständigen Zahlen?
Die Abhängigkeit von Genossenschaftsbanken und Sparkassen könnte ein Risiko darstellen, wenn diese ihre Kreditvergabepolitik ändern. Wie diversifiziert ist Hypoport in Bezug auf seine Partner?
Ein Rückgang der Vermittlungen um 1 Prozent im letzten Quartal klingt gering, kann aber ein Trend sein. Wie sieht Hypoport die Entwicklung für das nächste Quartal?
Die Tatsache, dass Kunden weiterhin zögern, Kredite für die energetische Sanierung aufzunehmen, ist enttäuschend. Gibt es hier Möglichkeiten, Anreize zu schaffen oder die Prozesse zu vereinfachen?
Ich bin gespannt auf die vorläufigen Zahlen, die zwei Wochen vor dem Geschäftsbericht erwartet werden. Werden diese weitere Klarheit über die aktuelle Situation bringen?
Die Kürzung der Umsatzprognose um 60 Millionen Euro ist erheblich. Welche Faktoren haben zu dieser Anpassung geführt?
Die Aussage von Ronald Slabke über eine ‚Normalisierung der Nachfrage‘ klingt vorsichtig optimistisch. Bedeutet das, dass die Zeiten extrem hoher Wachstumsraten vorbei sind und man sich auf stabilere, aber geringere Zuwächse einstellen muss?
Europace hat von steigenden Zinsen profitiert, bevor die Nachfrage einbrach. Ist das Geschäftsmodell anfällig für Zinsänderungen?
Ein Kursverlust von über 80 Prozent in fünf Jahren ist alarmierend. Könnte dies auf eine generelle Verschiebung im Markt für Immobilienfinanzierung hindeuten, die Hypoport stärker trifft als andere?
Die Entwicklung der Hypoport-Aktie ist ein Spiegelbild der Unsicherheit im Immobilienmarkt. Ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um in die Aktie zu investieren, oder sollte man abwarten?
Die Normalisierung der Nachfrage könnte auch bedeuten, dass der Wettbewerb im Markt für Immobilienfinanzierung zunimmt. Wie positioniert sich Hypoport gegenüber seinen Konkurrenten?