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FRANKFURT (dpa-AFX) – Pessimistische Signale für das laufende Geschäftsjahr haben die Aktien von Carl Zeiss Meditec
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Nach einem laut eigen Aussagen überraschend schwachen Auftakt in das Geschäftsjahr stellte das Unternehmen die Anleger darauf ein, dass die Jahresziele voraussichtlich nicht erreicht werden. Im ersten Geschäftsquartal sank vorläufigen Berechnungen zufolge der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum und auch das operative Ergebnis (Ebita) ging deutlich zurück.
Das Management will „schnellstmöglich“, spätestens aber bis zu den Halbjahreszahlen Mitte Mai eine präzisierte Prognose veröffentlichen. Bis dahin herrscht am Markt Unsicherheit, die die Anleger vergrämt.
Analyst Harald Hof von MWB Research strich seine Kaufempfehlung. Die Berechenbarkeit sei schlecht. Experte Jonathon Unwin von der Barclays-Bank konstatierte nach Rücksprache mit dem Unternehmen einen schwachen US-Markt für Mikrochirurgie- und Diagnostikgeräte. Die Erwartungen an das Geschäft dort und in China habe man zurückschrauben müssen. Unwin erhofft sich bereits mit dem endgültigen Quartalsbericht Mitte Februar detailliertere Signale./ag/mis/jha/
Quelle: dpa-AFX
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16 Kommentare
Ich bin Aktionär von Carl Zeiss Meditec und ehrlich gesagt etwas beunruhigt über diese Entwicklung. Ich hoffe, das Management hat einen klaren Plan zur Verbesserung der Situation.
Die Aussage von Analyst Harald Hof, dass die Berechenbarkeit schlecht sei, klingt alarmierend. Gibt es konkrete Beispiele für diese mangelnde Vorhersagbarkeit, die über die allgemeinen Geschäftssignale hinausgehen?
Ich frage mich, ob die Probleme in den USA und China isoliert sind oder ob sie ein Zeichen für eine breitere Abschwächung in der Medizintechnikbranche sind.
Das ist eine berechtigte Frage. Die globale Konjunktur und steigende Zinsen könnten die Investitionsbereitschaft von Krankenhäusern und Kliniken dämpfen.
Die Anpassung der Erwartungen an den chinesischen Markt ist ebenfalls kritisch. Welche spezifischen Herausforderungen sieht Carl Zeiss dort, die zu dieser Neubewertung geführt haben?
Der Kurssturz auf 29,90 Euro, der niedrigste Stand seit Juni 2016, ist schon eine deutliche Ansage – was genau hat zu diesem überraschend schwachen Start ins Geschäftsjahr geführt?
Die Aussage, dass der Auftakt ins Geschäftsjahr ‚überraschend‘ schwach war, wirft Fragen auf. Wurde die Marktlage falsch eingeschätzt, oder gab es unvorhergesehene Ereignisse?
Es könnte auch eine Kombination aus beidem sein. Die globale Wirtschaft ist schwer vorherzusagen, und die Konkurrenz schläft auch nicht.
Die Veröffentlichung des vollständigen Quartalsberichts Mitte Februar wird entscheidend sein. Ich erwarte dort detailliertere Informationen über die Ursachen des Umsatzrückgangs und die geplanten Maßnahmen.
Es ist gut, dass das Management eine präzisierte Prognose verspricht, aber die Zeit bis Mitte Mai fühlt sich lang an. Die Unsicherheit wird die Aktie wahrscheinlich weiter belasten.
MWB Research hat die Kaufempfehlung zurückgezogen – das ist ein deutliches Signal an den Markt. Welche konkreten Risiken sieht MWB, die diese Entscheidung rechtfertigen?
Ein Umsatzrückgang im ersten Quartal und ein deutlich geringeres operatives Ergebnis (Ebita) sind besorgniserregend. Wie stark war der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, und in welchen Geschäftsbereichen war er am größten?
Die Tatsache, dass die Jahresziele voraussichtlich nicht erreicht werden, deutet auf strukturelle Probleme hin. Wird das Unternehmen seine Strategie überdenken müssen?
Ich bin gespannt, ob das Management bis Mitte Mai wirklich eine präzisierte Prognose liefern kann. Die Unsicherheit scheint ja momentan die Anleger stark zu beeinflussen.
Der schwache US-Markt für Mikrochirurgie- und Diagnostikgeräte, den Experte Unwin von Barclays erwähnt, ist ein wichtiger Faktor. Ist dieser Rückgang auf verstärkten Wettbewerb oder auf eine veränderte Nachfrage zurückzuführen?
Ein Verlust von bis zu 15 Prozent ist heftig. Hat Carl Zeiss in der Vergangenheit ähnliche Kursschwankungen erlebt, und wie wurden diese bewältigt?