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In Gegenden mit Einfamilienhäusern schließe dagegen rund jeder Dritte einen Glasfaservertrag ab, betonte Diehl. „Das ist eine gute Quote.“ Die unterschiedlichen Vertragsquoten lägen nicht daran, dass Menschen in den Einfamilienhäusern Internet haben wollten und in den größeren Wohneinheiten nicht. „Es einfach schwer ist, in die Mehrfamilienhäuser reinzukommen, um Glasfaserleitungen zu verlegen. Da müssen wir besser werden.“
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Mehr Kunden als je zuvor sollen Glasfaser buchen
Beim Glasfaserausbau in Deutschland habe die Telekom eine Rekordsumme investiert, allein 28 Milliarden in den jüngsten fünf Jahren, betonte Diehl. „Noch wichtiger ist für uns aber, dass jetzt mehr Kunden als je zuvor Glasfaser buchen.“ Für das Jahr 2027 habe man sich vorgenommen, eine Million neue Glasfaser-Kunden zu gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen, werde man künftig bei Mehrfamilienhäusern gleich zu Beginn sämtliche Wohneinheiten mit dem Netz verbinden, egal ob ein Vertrag vorliege oder nicht. Damit könnten Aufschaltung künftig in Sekunden erfolgen und nicht mit wochenlangen Wartezeiten.
Ändern möchte die Deutsche Telekom auch das Vertriebskonzept. Vertriebsmitarbeiter der Telekom würden künftig nicht nur in den Shops auf Kundschaft warten. „Wir müssen auch zu den Kunden gehen.“ Dafür werde man rund 200 neue Mitarbeiter einstellen./chd/DP/jha
Quelle: dpa-AFX
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18 Kommentare
Es ist positiv, dass die Telekom das Vertriebskonzept ändern will und ‚zu den Kunden gehen‘ möchte. Das zeigt, dass man die Bedürfnisse der Kunden ernst nimmt.
Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus und habe bisher auf Glasfaser verzichtet, weil der Aufwand mir zu groß erschien. Wenn die Telekom ihre Pläne umsetzt, werde ich das Angebot definitiv neu bewerten.
Ich bin gespannt, wie die Eigentümergemeinschaften auf die geplante Vorverlegung in Mehrfamilienhäusern reagieren werden. Das könnte zu Konflikten führen, wenn nicht alle Bewohner Interesse haben.
Die Betonung auf die schnelle Aktivierung ist klug. Viele potenzielle Kunden zögern, weil sie eine lange Umstellungsphase befürchten. Sekunden sind ein starkes Argument.
Die Einstellung von 200 neuen Vertriebsmitarbeitern klingt nach einem großen Vertrauen in das Wachstumspotenzial von Glasfaser. Aber wie will man sicherstellen, dass diese Mitarbeiter effektiv sind und nicht nur unnötigen Druck aufbauen?
Die Aussage, dass in Mehrfamilienhäusern nur etwa 10 Prozent der Kunden einen Glasfaservertrag abschließen, ist alarmierend niedrig. Das wirft die Frage auf, welche konkreten Hürden die Telekom bisher gesehen hat, die über die reine physische Verlegung hinausgehen.
Eine Million neue Glasfaser-Kunden bis 2027 ist ein ambitioniertes Ziel. Angesichts der aktuellen Buchungsquote in Mehrfamilienhäusern scheint das aber sehr optimistisch, oder?
Mich wundert, dass die Telekom die Schwierigkeiten bei Mehrfamilienhäusern erst jetzt so offen anspricht. War das Problem nicht schon vorher absehbar, und warum wurde es nicht früher angegangen?
Die Investitionssumme von 28 Milliarden Euro ist beeindruckend, aber wie hoch sind die durchschnittlichen Kosten pro neu angeschlossenem Haushalt? Das wäre eine interessante Kennzahl.
Ich finde es gut, dass die Telekom plant, direkt alle Wohneinheiten anzuschließen, auch wenn noch kein Vertrag besteht. Die angekündigten ‚Sekunden‘-Aktivierungszeiten wären ein echter Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Anbietern.
Die geplante Vorverlegung in Mehrfamilienhäusern könnte ein Preiskampf mit anderen Anbietern auslösen. Wer bietet dann die günstigsten Tarife für die Aktivierung?
Die Telekom betont, dass es nicht an der generellen Internet-Nutzung liegt, sondern an der Verlegung selbst. Könnte man hier nicht mehr auf Kooperationen mit Bauunternehmen setzen, um die Kosten zu senken?
Wenn die Aktivierung wirklich in Sekunden erfolgt, könnte das die Entscheidung für Glasfaser deutlich erleichtern. Lange Wartezeiten sind oft ein Grund für Kunden, bei bestehenden Anbietern zu bleiben.
Die Unterscheidung zwischen Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern ist klar, aber gibt es regionale Unterschiede in der Nachfrage nach Glasfaser? Vielleicht sind in ländlichen Gebieten die Quoten generell niedriger.
Die Aussage von Rodrigo Diehl, dass die Quote in Einfamilienhäusern ‚gut‘ ist, ist relativ. 33% sind zwar besser als 10%, aber immer noch weit entfernt von einer vollständigen Abdeckung.
Ich frage mich, ob die Telekom auch alternative Technologien wie 5G als Ergänzung zum Glasfaser-Ausbau in Betracht zieht, insbesondere in Gebieten, in denen eine Kabelverlegung sehr teuer ist.
Die Tatsache, dass die Telekom so stark auf Glasfaser setzt, deutet darauf hin, dass man die Zukunft des Internets in dieser Technologie sieht. Das ist ein klares Signal an die Konkurrenz.
28 Milliarden Euro in fünf Jahren sind eine enorme Investition – aber führt das tatsächlich zu einer flächendeckenden Verfügbarkeit, oder konzentriert sich der Ausbau auf wirtschaftlich attraktive Gebiete? Die Quote von 33% bei Einfamilienhäusern deutet darauf hin.