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FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Aktionäre von Wacker Neuson
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Anfang Dezember hatte das vermeldete Übernahmeinteresse der Koreaner den Kurs vom damaligen Niveau knapp unter 19 Euro um bis zu 38 Prozent nach oben getrieben. Vom Zwischenhoch bei 26,05 Euro waren die Papiere des Baumaschinenherstellers zuletzt schon zurückgekommen.
Analyst Stefan August von Warburg Research verwies auf koreanische Medienberichte, wonach die Bewertungserwartungen zu weit auseinander lagen und auch hohe Hürden bei der Finanzierung dazu führten, dass die Gespräche beendet wurden. Außerdem wurde ein Zusammenhang damit gesehen, dass Doosan gleichzeitig auf eine Übernahme des Waferhersteller SK Siltron hinarbeitet.
Martin Comtesse von Jefferies erinnerte daran, dass schon das zweite Mal innerhalb eines Jahres Übernahmegespräche bei Wacker Schlagzeilen machten. Bereits im Juni war zum Thema geworden, dass Großaktionäre einen Ausstieg erwägen. Comtesse hält es zwar nicht für ausgeschlossen, dass die Gründerfamilien einen weiteren Anlauf zum Verkauf ihrer Anteile nehmen. Der Fokus liege aber erst einmal wieder auf der operativen Entwicklung.
Eine große Verbesserung gegenüber dem dritten Quartal erwartet Comtesse im Schlussquartal jedoch nicht. Er verwies dabei auf zuletzt stark zurückgegangene Bestellungen aus den USA. Was das deutsche Infrastrukturprogramm betrifft, glaubt er, dass sich dieses frühestens im zweiten Halbjahr 2026 bemerkbar machen wird./tih/ag/jha/
Quelle: dpa-AFX
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20 Kommentare
Das deutsche Infrastrukturprogramm scheint noch in weiter Ferne zu sein. 2026 als frühester Zeitpunkt ist eine lange Wartezeit für Investoren.
Die Abhängigkeit von der Konjunktur in den USA scheint ein großes Problem für Wacker Neuson zu sein. Müssen sie ihre Geschäftsfelder diversifizieren?
Der Kursverlauf zeigt deutlich, wie stark die Aktie von Übernahmespekulationen beeinflusst wird. Ist das ein Zeichen für mangelndes Vertrauen in das Unternehmen selbst?
Die Tatsache, dass Doosan Bobcat gleichzeitig SK Siltron übernehmen wollte, könnte ein entscheidender Faktor gewesen sein. War die Finanzierung für beide Deals einfach zu riskant?
Ich frage mich, ob die gescheiterte Übernahme durch Doosan Bobcat Wacker Neuson dazu zwingt, ihre operative Strategie grundlegend zu überdenken.
Es ist interessant, dass bereits im Juni Gerüchte über einen möglichen Ausstieg der Großaktionäre aufkamen. Gab es da schon Vorahnungen auf die gescheiterte Übernahme?
Es ist bemerkenswert, dass dies bereits der zweite Anlauf für eine Übernahme innerhalb eines Jahres ist, wie Martin Comtesse von Jefferies anmerkt. Scheint, als ob es interne Unstimmigkeiten bezüglich der Zukunft des Unternehmens gibt.
Ein Rückgang der Bestellungen aus den USA ist natürlich besorgniserregend. Wie stark ist Wacker Neuson von diesem Markt abhängig und welche Auswirkungen hat das auf das Schlussquartal?
Die Aktie wurde mit 18,50 Euro auf dem niedrigsten Stand seit Ende November gehandelt. Ist das ein guter Einstiegspunkt für langfristige Investoren, oder sollte man noch abwarten?
Der Kurssturz um über 22 Prozent ist heftig, besonders wenn man bedenkt, dass die Aktie im Dezember noch fast 38 Prozent gestiegen war aufgrund der Übernahmespekulationen. Wie stabil ist Wacker Neuson ohne diese Aussicht wirklich?
Stefan Augusts Hinweis auf die auseinanderliegenden Bewertungserwartungen klingt plausibel. Wie hoch waren die Vorstellungen von Wacker Neuson im Vergleich zu Doosan Bobcat?
Die koreanischen Medienberichte über die Finanzierungsschwierigkeiten von Doosan Bobcat werfen ein schlechtes Licht auf die gesamte Transaktion. War der Deal von Anfang an zum Scheitern verurteilt?
Comtesse erwartet keine große Verbesserung im Schlussquartal. Das ist eine düstere Prognose, besonders nach dem geplatzten Deal und dem Kurssturz.
Ich bin gespannt, ob die Gründerfamilien tatsächlich einen weiteren Verkaufsversuch unternehmen werden, wie Comtesse andeutet. Das könnte die Aktie erneut in Bewegung setzen.
Ich bin kein Experte, aber ein Kurssturz von über 22% wirkt mir übertrieben, selbst angesichts der geplatzten Übernahme. Gibt es hier vielleicht auch andere Faktoren im Spiel?
Die Meldung, dass die Aktie auf dem niedrigsten Niveau seit Ende November gehandelt wird, ist alarmierend. Werden wir weitere Kursverluste sehen?
Die Situation bei Wacker Neuson erinnert mich an andere Unternehmen, die von Übernahmespekulationen profitieren und dann enttäuscht werden. Es ist ein riskantes Spiel.
Die Tatsache, dass die Bewertungserwartungen so unterschiedlich waren, deutet auf eine schwierige Verhandlungsposition hin. Hat Wacker Neuson zu viel verlangt?
Die Kombination aus gescheiterten Übernahmeverhandlungen und rückläufigen Bestellungen aus den USA ist eine ungünstige Entwicklung für Wacker Neuson. Wie wird das Unternehmen darauf reagieren?
Es ist schade, dass die Übernahmeprämie vom Dezember nun Geschichte ist. Viele Aktionäre hatten wohl darauf gehofft, einen Gewinn zu erzielen.