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- OHB SE – WKN: 593612 – ISIN: DE0005936124 – Kurs: 148,000 € (XETRA)
Auf dem heutigen Capital Market Day 2026 stellt der Bremer Konzern einen bis ins Jahr 2028 reichenden Wachstumspfad vor, der sowohl bei der Gesamtleistung als auch bei den Margen eine kontinuierliche Verbesserung vorsieht. Bereits für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 hebt der Vorstand den bisherigen Ausblick an.
Steigende Leistung und verbesserte Margen
Für das Jahr 2026 rechnet OHB mit einer Gesamtleistung von rund 1,4 Mrd. EUR, 2027 sollen es bereits 1,7 Mrd. EUR sein. Spätestens 2028 will der Konzern die Marke von 2,0 Mrd. EUR überschreiten. Parallel dazu sollen sich die Ertragskennzahlen verbessern. Die EBITDA-Marge wird für 2026 mit rund 11 % erwartet, für 2027 mit 12 % und für die Folgejahre oberhalb dieser Schwelle. Die EBIT-Marge soll im selben Zeitraum von 8 % auf über 9 % steigen.
Der Vorstand betont, dass dieses Wachstum vollständig organisch erreicht werden soll. OHB profitiert dabei von einem Marktumfeld, das sich strukturell zugunsten der europäischen Raumfahrtindustrie verschiebt.
Verteidigung und Europa als Wachstumstreiber
Die Grundlage für den ambitionierten Ausblick bilden steigende Budgets der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der Europäischen Union sowie nationaler Auftraggeber. Insbesondere der Verteidigungsbereich gewinnt spürbar an Bedeutung. Sicherheits- und Souveränitätsthemen rücken stärker in den Fokus politischer Entscheidungsträger, wovon Anbieter satellitengestützter Systeme und Raumfahrttechnologien profitieren.
Vor diesem Hintergrund strebt der Konzern mittelfristig einen durchschnittlichen Auftragseingang von rund 3 Mrd. EUR pro Jahr an. Bereits im Geschäftsjahr 2025 erreichte OHB mit rund 2,1 Mrd. EUR einen neuen Höchstwert und steigerte den Auftragseingang damit um 24 % gegenüber dem Vorjahr.
Klar positioniert sich der Vorstand auch zur Kapitalmarktstrategie. Ein Rückzug von der Börse stehe derzeit nicht zur Debatte. Die Notierung im Prime Standard werde von vielen Auftraggebern ausdrücklich geschätzt, betont Vorstandsvorsitzender Marco Fuchs. Die Transparenz der Börse schaffe Vertrauen und sichere zugleich den Zugang zu den Kapitalmärkten, der für das weitere Wachstum und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit notwendig sei. Ein oftmals kolportierter Squeeze-out, der vom Anteilsbesitz her möglich wäre, scheint damit vorerst vom Tisch.
Fazit: Die einzige reinrassige deutsche Raumfahrtaktie bleibt weiter auf Wachstumskurs. Die Gewinnprognosen sind von mir selbst geschätzt auf Basis der Prognosen, die heute gegeben vom Unternehmen ausgegeben worden sind. Mein Jahresfavorit bleibt damit in guter Form. Die Bewertung mit einem KGV von 37 schaut nicht günstig aus, beträgt aber auch nur einen Bruchteil desssen, was für vergleichbare US-Unternehmen derzeit aufgerufen wird.
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| Jahr | 2025e* | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. EUR | 1,20 | 1,40 | 1,70 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 3,40 | 3,80 | 5,10 |
| KGV | 41 | 37 | 27 |
| Dividende je Aktie in EUR | 0,60 | 0,70 | 0,80 |
| Dividendenrendite | 0,43% | 0,50% | 0,57% |
|
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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20 Kommentare
Es freut mich zu sehen, dass OHB auf organisches Wachstum setzt. Das zeigt ein gesundes Fundament und vermeidet die Risiken, die mit Akquisitionen verbunden sind.
Es ist beruhigend zu hören, dass der Vorstand einen Rückzug von der Börse derzeit nicht in Erwägung zieht, da die Notierung im Prime Standard offenbar von den Auftraggebern geschätzt wird. Das schafft Stabilität.
Die Entwicklung des Umsatzes von 1,2 Mrd. EUR im Jahr 2025 auf 1,7 Mrd. EUR im Jahr 2027 ist beeindruckend. Das zeigt eine starke Dynamik.
Die angepeilte Umsatzsteigerung auf 2,0 Mrd. EUR bis 2028 klingt ambitioniert, aber mit dem aktuellen Wachstum von 24% beim Auftragseingang im Jahr 2025 scheint OHB auf dem richtigen Weg zu sein.
Ein KGV von 37 mag hoch erscheinen, aber im Vergleich zu US-Unternehmen in der gleichen Branche ist es relativ niedrig. Das könnte OHB für internationale Investoren attraktiver machen.
Die Verschiebung des Marktumfelds zugunsten der europäischen Raumfahrtindustrie ist ein wichtiger Faktor. Wie stark schätzt OHB den Einfluss der steigenden ESA-Budgets auf den zukünftigen Auftragseingang ein?
Die Betonung auf die Bedeutung europäischer Raumfahrttechnologien ist wichtig. Das stärkt die Unabhängigkeit Europas in diesem Bereich.
Ein durchschnittlicher Auftragseingang von 3 Mrd. EUR pro Jahr wäre ein deutlicher Sprung nach vorne. Welche konkreten Aufträge sind bereits in Sicht, um dieses Ziel zu erreichen?
Die steigende Bedeutung des Verteidigungsbereichs ist ein interessanter Aspekt. Könnte OHB hier von aktuellen geopolitischen Entwicklungen profitieren?
Ich bin etwas skeptisch, ob die EBITDA-Marge tatsächlich dauerhaft über 12% bleiben wird, angesichts der volatilen Kosten in der Raumfahrtindustrie. Welche konkreten Maßnahmen plant OHB, um diese Margen zu sichern?
Die Prognosen für 2026 und 2027 wurden angehoben – ein klares Zeichen für das Vertrauen des Vorstands in die zukünftige Entwicklung des Unternehmens.
Ich bin kein Experte, aber ein KGV von 37 erscheint mir für eine Wachstumsaktie in einem zukunftsträchtigen Sektor durchaus akzeptabel, besonders im Vergleich zu US-Konkurrenten.
Ich frage mich, ob die steigenden Budgets der ESA und der EU wirklich so zuverlässig sind, wie OHB annimmt. Politische Entscheidungen können sich ja schnell ändern.
Die Tatsache, dass OHB die einzige reinrassige deutsche Raumfahrtaktie ist, macht sie zu einer einzigartigen Investitionsmöglichkeit. Ich bin gespannt, wie sich das Unternehmen weiterentwickelt.
Ich finde es gut, dass Marco Fuchs die Transparenz der Börse als wichtigen Vorteil für das Unternehmen hervorhebt. Das stärkt das Vertrauen der Investoren.
Ein Squeeze-out scheint vorerst vom Tisch zu sein, was für die Aktionäre eine gute Nachricht ist. Das gibt Planungssicherheit.
Der Fokus auf den Verteidigungsbereich ist klug, da Sicherheits- und Souveränitätsthemen immer wichtiger werden. Wird OHB hier neue Partnerschaften eingehen?
Die Tatsache, dass das Wachstum vollständig organisch erreicht werden soll, ist ein Qualitätsmerkmal. Das zeigt, dass OHB eine starke interne Kompetenz besitzt.
Die Erwartung einer EBIT-Marge von über 9% im Jahr 2027 ist ein positives Signal. Das deutet auf eine verbesserte Rentabilität hin.
Die Prognose von 3,80 EUR Ergebnis je Aktie für 2026 ist interessant. Wie realistisch ist diese Einschätzung angesichts möglicher Verzögerungen bei Projekten?