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Weil die Borussia aus den Top-16 rutschte, müssen die Westfalen ihr Playoff-Rückspiel auswärts bestreiten. Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion stand der BVB hinten lange sicher, blieb vorne aber harmlos. Federico Dimarco erzielte in der 81. Minute die Führung für Inter, Andy Diouf (90.+4) erhöhte in der Nachspielzeit. Die Playoffs werden am Freitag um 12.00 Uhr im Schweizerischen Nyon ausgelost.
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Guirassy nutzt große Chance nicht
Weil in der BVB-Abwehr neben Niklas Süle auch Waldemar Anton wegen eines Infekts kurzfristig ausfiel, kam der 20 Jahre alte Filippo Mane in der Dreierkette zu seinem Champions-League-Debüt. Kovac hatte im ausgedünnten Kader zudem nur vier fitte Feldspieler für Einwechslungen zur Verfügung.
Seine elf Starter kamen gut in die Partie. Nach einem zu kurz abgewehrten Eckball hatte Serhou Guirassy die große Gelegenheit zur Führung. Dem Torjäger fiel der Ball acht Meter vor dem Tor vor die Füße. Völlig freistehend traf Guirassy das Spielgerät jedoch nicht richtig.
Dem Spiel fehlt Tempo
Auf der Gegenseite hatte Inter-Verteidiger Yann Aurel Bisseck, der im vergangenen Jahr erstmals für die deutsche Nationalmannschaft zum Einsatz kam, eine Doppelchance. Erst wurde sein Versuch geblockt, dann schoss er knapp am Tor vorbei.
Es entwickelte sich eine ausgeglichene und von Zweikämpfen geprägte Partie. Beide Mannschaften standen gut in der Abwehr. In der Offensive fehlten sowohl bei Dortmund als auch bei Inter Präzision und Tempo. In Umschaltsituationen rückte der BVB mehrfach nicht schnell genug nach und verschleppte das Spiel.
Guirassy bleibt harmlos
Nach dem Seitenwechsel passte die Borussia die Strategie an. Dortmund setzte die Gäste nun zumindest phasenweise früher unter Druck und erzielte einige hohe Ballgewinne. Ungenaue Abspiele und technische Fehler verhinderten jedoch, dass daraus große Torchancen resultierten.
Gut 20 Minuten vor dem Ende wechselte Kovac Nationalspieler Karim Adeyemi für den unglücklich agierenden Guirassy ein. Der 24-Jährige legte sich den Ball nach Zuspiel von Fábio Silva aber etwas zu weit vor und bekam ihn dann nicht mehr am früheren Bayern-Torwart Yann Sommer vorbei. Auf der Gegenseite entschied Inter die Partie mit einer Standardsituation. Kapitän Dimarco traf sehenswert per Freistoß. Weit in der Nachspielzeit machte Diouf nach einem Solo alles klar./the/DP/zb
Quelle: dpa-AFX
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16 Kommentare
81.365 Zuschauer im ausverkauften Stadion und trotzdem kein Tor für Dortmund – das zeigt, dass die Offensive massiv unter Druck stand. Die fehlende Präzision im Angriff muss Kovac dringend beheben.
Inter hat mit der Standardsituation durch Dimarco den Unterschied gemacht. Dortmund scheint anfällig bei Freistößen zu sein – ein Aspekt, an dem gearbeitet werden muss, um in den Playoffs erfolgreich zu sein.
Die Statistik, dass Dortmund nur vier fitte Feldspieler auf der Bank hatte, ist alarmierend. Das erhöht das Verletzungsrisiko und schränkt die taktischen Möglichkeiten erheblich ein.
Dioufs Tor in der Nachspielzeit macht die Niederlage für Dortmund noch bitterer. 0:2 ist ein schlechtes Ergebnis, um mit in das Rückspiel zu gehen, besonders da es auswärts stattfindet.
Ja, ein später Gegentreffer ist immer besonders frustrierend. Das nimmt der Mannschaft den Wind aus den Segeln.
Die Niederlage gegen Inter zeigt, dass der BVB noch viel Arbeit vor sich hat, um mit den Top-Teams Europas mithalten zu können. Die fehlende Durchschlagskraft im Angriff ist ein großes Problem.
Ich finde es bemerkenswert, dass Filippo Mane, gerade mal 20 Jahre alt, sein Champions-League-Debüt bekommen hat, weil Süle und Anton ausgefallen sind. Das ist eine Chance für junge Spieler, sich zu beweisen.
Die Aussage, dass dem Spiel das Tempo gefehlt hat, stimmt absolut. Dortmund hat in den Umschaltsituationen zu langsam reagiert und sich dadurch den Ball zu sehr verschleppt. Das war ein taktischer Fehler.
Yann Aurel Bisseck, der auch für die deutsche Nationalmannschaft gespielt hat, hatte eine gute Gelegenheit für Inter. Es ist interessant zu sehen, wie sich ehemalige Bundesliga-Spieler international schlagen.
Guirassy‘ Chance in der 8. Minute, völlig frei vor dem Tor, und er verpasst! Das ist frustrierend und hätte die ganze Dynamik des Spiels verändern können. War er zu überrascht?
Die Auslosung der Playoffs in Nyon am Freitag wird entscheidend sein. Hoffentlich bekommen sie einen Gegner, der nicht zu stark ist, angesichts ihrer aktuellen Form und personellen Situation.
War es die richtige Entscheidung, Guirassy in der 70. Minute auszuwechseln, nachdem er seine große Chance vergeben hatte? Adeyemi hätte vielleicht früher kommen sollen, um frischen Wind reinzubringen.
Die Tatsache, dass der BVB trotz der Niederlage in die Playoffs kommt, ist zwar positiv, aber die geringe Anzahl von nur vier fitten Auswechselspielern deutet auf personelle Probleme hin. Könnte das ein Nachteil in den entscheidenden Spielen sein?
Ich bin gespannt, wie Kovac die defensive Dreierkette ohne Süle und Anton in den Playoffs aufstellen wird. Mane hat zwar sein Debüt gefeiert, aber die Stabilität muss gewährleistet sein.
Mane hat Potenzial, aber die fehlende Erfahrung könnte sich als Problem erweisen. Ein erfahrenerer Spieler wäre hier sicherlich von Vorteil gewesen.
Die Tatsache, dass der BVB nun das Rückspiel auswärts bestreiten muss, weil sie aus den Top 16 gerutscht sind, ist ein klarer Nachteil. Auswärts ist Inter eine noch größere Herausforderung.