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Viele Nutzer schätzen Trade Republic. In Sachen Benutzerführung zeigt die App allerdings an mehreren Stellen Schwächen.
Trade Republic wirkt auf den ersten Blick wie eine sehr aufgeräumte Anwendung. Du kannst relativ leicht kaufen, verkaufen oder einen Sparplan einrichten. Das gilt allerdings nicht für alles, was du nutzen kannst. Drei Optionen sind beispielsweise besonders schwer zu finden – obwohl sie im Alltag richtig viel Ärger (und manchmal Geld) sparen können.
Trade Republic: Das sind die wichtigsten Grundfunktionen
Die wichtigsten und einfachsten Funktionen der Trade-Republic-App sind im Kern genau die Dinge, die du für einfaches Geldanlegen ohne Fachkenntnisse brauchst: Du kannst eine bestimmte Summe auf dein Verrechnungskonto einzahlen und wieder auszahlen, deinen Kontostand jederzeit sehen und Wertpapiere wie Aktien oder ETFs kaufen und verkaufen. Das läuft meist über eine Suchfunktion (Wertpapier finden), eine einfache Kaufmaske (Betrag eingeben) und eine Übersicht, in der du siehst, wie sich deine Anlagen entwickeln – also ob du gerade im Plus oder Minus bist.
Für viele Einsteiger ist außerdem der Sparplan die wichtigste Funktion: Du legst fest, dass beispielsweise monatlich ein fixer Betrag automatisch in einen ETF fließt, ähnlich wie ein Dauerauftrag fürs Investieren. Dazu kommen praktische Alltagsfunktionen wie Kurs- und Preisalarme, damit du nicht ständig nachschauen musst. In der simpelsten Anwendung kann dir die App ein einfaches Konto plus automatische Investitionen bieten.
Weil es sich dabei um Finanzgeschäfte mit möglichen Folgen handelt, solltest du die Anwendung aber nicht dauerhaft auf die leichte Schulter nehmen. Die folgenden Optionen zu kennen, ist nämlich beispielsweise für die Steuer von Bedeutung.
#1 Die Steuerübersicht: Da, wo man nie hinschaut
Wenn irgendwo plötzlich Abgeltungsteuer (eine Steuer von 25 Prozent auf Kapitalerträge) abgezogen wird, obwohl du dachtest, du hast noch Freibetrag – dann ist die Steuerübersicht der Ort, an dem sich die Antwort versteckt. Dort siehst du nicht nur, ob ein Freistellungsauftrag (dieser ermöglicht es, Kapitalerträge bis zu 1.000 Euro von der Abgeltungssteuer zu befreien) hinterlegt ist, sondern oft auch, wie viel davon bereits verbraucht wurde. Für Finanzlaien ist das Gold wert, weil du damit nachvollziehen kannst, warum eine Auszahlung „kleiner“ ausfällt als erwartet.
Noch wichtiger (und noch weniger bekannt): In derselben Ecke findest du häufig Informationen zu den Verlustverrechnungstöpfen. Klingt sperrig, ist aber simpel: Verluste aus Wertpapiergeschäften können mit Gewinnen verrechnet werden, damit du nicht unnötig Steuern zahlst. Wenn man das nicht im Blick hat, wirkt die Steuerlogik schnell wie eine Blackbox – dabei ist es nur ein Menüpunkt, der sich gut versteckt.
So findest du alles in der App (die Bezeichnungen können je nach App-Version leicht abweichen):
- Profil/Account (unten oder oben rechts) > Steuern/Steuerübersicht > Freistellung/ Verrechnungstöpfe
#2 Depotübertrag: Nicht da, wo man ihn vermutet
Wer von einer Bank oder einem anderen Broker zu Trade Republic (oder wieder weg) wechseln will, sucht intuitiv im Depot oder im Trading-Bereich. Genau dort sitzt die Funktion aber oft nicht. Stattdessen versteckt sich der Wertpapierübertrag typischerweise in einem Service- oder Hilfebereich – also da, wo man eher „Passwort vergessen“ erwartet als einen kompletten Umzug zu einem anderen Anbieter.
Dabei ist der Depotübertrag für viele der sauberste Weg, Positionen mitzunehmen, ohne sie zu verkaufen und neu zu kaufen. Das ist vor allem dann relevant, wenn du langfristig investierst und Kursgewinne nicht anfassen willst. Für Einsteiger ist der Punkt so wertvoll, weil er die Hemmschwelle senkt, denn du musst nicht alles verkaufen und neu einkaufen, nur weil du den Broker wechselst.
So findest du alles in der App:
- Profil/Account > Hilfe/Support > Sucheingabe „Übertrag“ > Wertpapierübertrag
#3 Round up: Versteckt im Kartenbereich statt im Sparplan
Viele denken beim Investieren an Sparpläne. Round up fühlt sich zwar genauso an – passiert aber über die Karte. Die Idee ist simpel: Du zahlst zum Beispiel 2,60 Euro, und die App rundet auf 3,00 Euro auf. Die Differenz wird automatisch als Mini-Investment angelegt. Für Leute, die nebenbei anfangen wollen, kann das ein überraschend angenehmer Einstieg sein, weil man nicht aktiv an die Börse denken muss.
Dass es viele nicht sofort finden, liegt daran, dass Round up nicht da sitzt, wo man Investitionsoptionen erwartet, sondern im Karten-Setup. Wer die Karte nicht ständig nutzt oder den Kartenbereich selten öffnet, übersieht das Feature komplett. Und selbst wenn man es findet, muss man oft noch auswählen, wohin investiert wird (zum Beispiel in einen bestimmten ETF). Ohne diese Verknüpfung bleibt Round up einfach aus – ganz ohne große Warnung.
So findest du alles in der App:
- Profil/Account > Karte > Round up (oder „Aufrunden“) > Verwalten > Bearbeiten > Ziel auswählen > Multiplikator festlegen (du kannst den aufgerundeten Betrag verdoppeln, verdreifachen oder bis zu 10x verrechnen) > aktivieren.
Quellen: Trade Republic, eigene Recherche
Von Dana Neumann
Das Original zu diesem Beitrag „Trade Republic: Diese 3 versteckten Optionen kennen viele gar nicht“ stammt von futurezone.de.
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6 Kommentare
Solid analysis. Will be watching this space.
Great insights on News. Thanks for sharing!
Interesting update on Trade Republic: Diese 3 versteckten Optionen kennen viele gar nicht. Looking forward to seeing how this develops.
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