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In unsicheren Zeiten ist es wichtiger denn je, das eigene Vermögen klug zu schützen. Finanzexperte Daniel Walther zeigt, wie es geht.
Herr Walther, wie kann ich mein Vermögen vor Krisenzeiten schützen?
Das ist grundsätzlich einfacher, als viele denken, und muss auch nicht auf einmal passieren. Es reicht aus, sich darüber Gedanken zu machen, was alles passieren könnte.
Egal ob Wirtschaftskrise, Krieg, Verlust des Arbeitsplatzes, die Pleite einer Bank oder Hyperinflation: Jedes Krisenszenario, wie zuletzt der Preisabfall am Edelmetallmarkt, egal wo auf der Welt, lässt sich daraufhin prüfen, welche Auswirkungen es auf die eigenen Finanzen hätte.
Dr. Daniel Walther ist Finanzexperte mit 30 Jahren Erfahrung in Vermögensanlage, -verwaltung und Vertriebssteuerung. Er ist Teil unseres EXPERTS Circle. Die Inhalte stellen seine persönliche Auffassung auf Basis seiner individuellen Expertise dar.
Wie kann ich mich auf eine finanzielle Krise vorbereiten?
Es muss keine allgemeine Krise sein, es reicht, wenn man persönlich betroffen ist. Oftmals ist es auch einfach nur Pech. Aber das heißt nicht, dass man sich nicht darauf vorbereiten kann.
Es darf keinesfalls zur Zahlungsunfähigkeit führen. Denn jede Krise wird umso gravierender, je näher man der Zahlungsunfähigkeit kommt.
Wie lautet die wichtigste Regel, wenn ich beim Investieren kein Geld verlieren will?
Es ist kein Problem, bei einem Investment 10, 25 oder sogar 50 Prozent zu verlieren – das ist nicht damit gemeint, kein Geld zu verlieren. Denn durch eine geeignete Diversifikation lassen sich die Auswirkungen einzelner Verluste auf das Gesamtvermögen abfedern.
Aber es darf eben niemals alles sein, weil es ohne Geld eben keine weiteren Investitionen und damit verdientes Geld gibt.
Wie teile ich mein Vermögen auf, um Risiken zu minimieren?
Das Vermögen sollte so strukturiert sein, dass damit ein Totalverlust in jedem Szenario ausgeschlossen ist. Außerdem müssen die gewünschten Eigenschaften erfüllt sein, also die erwartete Rendite in Verbindung mit dem Risiko, die notwendige Liquidität und ein vertretbarer Arbeitsaufwand oder Komfort.
Das ist kein statischer Prozess, der einmal ausgeführt wird und für alle Zeiten fest ist. Vielmehr kommen immer neue Erfahrungen hinzu, die geprüft werden müssen und die eigene Situation ändert sich im Laufe des Lebens. Das macht nichts, weil die Vermögensaufteilung zu jeder Zeit angepasst werden kann.
Welche Anlageklassen bieten sich zur Zeit an?
Der Schwerpunkt sollte heute auf greifbaren Vermögenswerten liegen, beispielsweise Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen wie Aktien. Dabei kommt es besonders darauf an, das die Bewertung nicht zu hoch ist.
Bei Anleihen sind höchstens noch kurzfristige Unternehmensanleihen erwähnenswert, weil zu erwartende Inflation entwertend wirkt und Inflationsschutz nicht ausreichen wird.
Generell sollte die Liquidität niedrig gehalten werden, und Illiquide Vermögenswerte, beispielsweise Private Equity oder Debt, sind mit Vorsicht einzusetzen.
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6 Kommentare
Solid analysis. Will be watching this space.
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