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Startseite»News»China steuert den Aluminium-Markt: Was das für Ihr Geld bedeutet
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China steuert den Aluminium-Markt: Was das für Ihr Geld bedeutet

Finanzen100Von Finanzen100vor 3 Stunden6 Kommentare8.2k Aufrufe
China steuert den Aluminium-Markt: Was das für Ihr Geld bedeutet
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China schränkt seine Aluminiumproduktion ein. Europa steht vor Problemen. Ohne das Metall kommt die Wirtschaft kaum aus.

Der Aluminiummarkt steht weiter unter Druck. Seitdem chinesische Unternehmen die Produktion reduziert haben, wird die Versorgung künstlich verknappt. Gleichzeitig bleibt Aluminium ein essenzieller Bestandteil bei Zukunftstechnologien, von denen auch die Energiewende abhängig ist. Genau wie viele andere Metalle hatte Aluminium zuletzt drastisch an Wert gewonnen, in den letzten Januartagen kam es aber zu einer Korrektur bei den Metallen, auch bei Gold, Silber und Kupfer. Was das für Anleger bedeutet. 

Aluminium-Markt im Wandel

In ihrem Rohstoffausblick für 2026 geht die Deutsche Bank jedenfalls davon aus, dass der Durchschnittspreis für 2026 bei rund 2900 US-Dollar liegen wird, mit einem Hoch von 3100 US-Dollar. Der Markt für Aluminium befinde sich in einer „signifikanten Umwälzung“, nachdem Primäraluminiumhersteller in China massiv expandiert und die Margen gedrückt hatten. Die Preise waren lange zwischen 1500 und 2500 US-Dollar verharrt, doch damit soll es vorbei sein.

Eine Erholung der Nachfrage außerhalb Chinas soll höhere Preise stützen. Aktuell ist China der größte Produzent von Primäraluminium und folgt eigentlich schon seit 2017 einer strikten Obergrenze bei der Produktion: 45 Millionen Tonnen. Die Regierung in Peking erklärt das wie folgt: Diese Grenze soll das Überangebot kontrollieren und Emissionen reduzieren.

Warum ist das erst jetzt ein Problem? Die Aluminiumproduktion war 2025 heißgelaufen und hatte ein Allzeithoch erreicht. Die Hersteller durchbrachen das gesetzte Limit und lieferten 45,02 Millionen Tonnen, 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

„Strukturelle Veränderungen“ im Markt für Aluminium 

Bei dieser möglichen Erholung der Nachfrage außerhalb Chinas gibt es Schwierigkeiten. Schon Ende des Jahres 2025 haben sich verschiedene Analysten optimistisch gezeigt, weil die Nachfrage des verarbeitenden Gewerbes nach Aluminium deutlich unter dem Trend lag und zweifellos eine Besserung eintreten müsse.

Jethro Wookey, Experte für die europäischen Aluminium-Märkte bei Argus Media, sieht das anders. „In Wirklichkeit könnte es sein, dass die schwindende Nachfrage für Aluminium in Europa Anzeichen für eine strukturelle Veränderung ist“, gab er an. Als Paradebeispiel dafür zog er die deutsche Automobilindustrie heran. Diese hatte im Zuge der Coronavirus-Pandemie schwere Rückschläge eingesteckt und war nicht mehr auf das Niveau von 2019 gekommen.

Im Gegenteil: Die Produktion ist 2025 gesunken, gedrückt von hohen Energiepreisen und der US-Zollpolitik. Auch Hilfsmaßnahmen wie niedrigere Zinsen oder günstigere Energie sollen nicht dabei helfen können, die Produktion wieder auf Vor-Corona-Niveau zu heben. 

Zu einem erheblichen Teil liegt das an den europäischen Nachhaltigkeitsstrategien. Das Verbrenner-Auto – jahrzehntelang ein Herzstück der deutschen Industrie – soll langfristig zugunsten von Elektro- und Hybridmodellen vom Markt verschwinden. Bei Elektroautos ist dagegen China mittlerweile Vorreiter und profitiert davon, die Lieferketten bei vielen kritischen Rohstoffen zu kontrollieren.

Mehr noch: Europa ist bei der Produktion von China abhängig, weil Elektroautos zum Beispiel Seltene Erden und aus ihnen hergestellte Magnete brauchen. Kurz gesagt heißt das, dass Deutschland eine Marktvorherrschaft abgegeben hat und das wiederum die Aluminiumnachfrage aus dem Inland schwächt.

EU braucht Aluminium-Quellen – es droht Wohlstandsverlust

Europäische Regierungen versuchen aktuell, andere Quellen für wichtige Rohstoffe wie Aluminium zu finden. Dieses Vorgehen soll langfristig verhindern, dass China durch Abhängigkeiten hohen Druck auf den europäischen Markt ausüben kann. 

Ein Ansatz ist Recycling, eine der großen Stärken von Aluminium. Etwa 75 Prozent allen je produzierten Aluminiums sind noch in Umlauf. Aber auch hier hat sich China schon positioniert und lässt seine Händler den Markt leerkaufen.

All das hat die Industrie dazu getrieben, die Politik um Hilfe anzurufen. Der Präsident des Branchenverbands Aluminium Deutschland, Rob van Gils, warnte bereits vor Kapazitätskürzungen, Standortverlagerungen und Beschäftigungsabbau. „Sollte die Industrie nicht durch die Politik gestärkt werden, wird dies auch Wohlstandsverluste in Deutschland mit sich bringen.“

Was der Aluminiumwandel für Verbraucher bedeutet

Auf lange Sicht wird Aluminium für alle Länder, die die Energiewende vorantreiben, ein wichtiger Rohstoff bleiben. In der Anwendung erlaubt Aluminium erhebliche Energie- und Kohlenstoffdioxideinsparungen. Neben den Elektroautos kommt es in folgenden Produkten und Technologien zum Einsatz: 

  • Solarpanels
  • Flachbildschirm-Fernseher
  • Laptops und Tablet-Computer
  • Smartphones
  • Batterien
  • Als Wärmeleiter in verschiedenen elektronischen Geräten
  • Verschiedene Haushaltsgegenstände

Für Verbraucher wie auch für Anleger, die etwa in Rohstoff-ETFs investieren wollen, gilt es, ein Auge auf die chinesische Produktion im Jahr 2026 zu halten. Wenn die Rohstoffkosten steigen sollten, wie von den Analysten der Deutschen Bank vorhergesehen, könnte das die Hersteller von Endprodukten dazu treiben, diesen Anstieg mit Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben.

Außerdem ist Aluminium als Investment eine Überlegung wert. Experten raten dazu, Rohstoffe zur Diversifizierung zu nutzen – das kann in Zeiten wie dem Metallrausch der letzten Wochen Gewinne einbringen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten: ein Investment in Metallunternehmen, sei es in der Verarbeitung oder dem Abbau, oder eines in spezielle Rohstoff-ETFs. Bei verschiedenen Rohstoffhändlern können Anleger außerdem physische Rohstoffe kaufen und einlagern lassen.

Am Freitagnachmittag (30. Januar) stand der Aluminiumpreis bei um die 3134 US-Dollar pro Tonne und war damit wieder auf dem Niveau vom 22. Januar angelangt. In den Wochen zuvor hatte es bereits kleinere Korrekturen gegeben.

Lars-Eric Nievelstein

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6 Kommentare ansehen

6 Kommentare

  1. Lukas Hoffmann am Februar 12, 2026 6:04 p.m.

    I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.

    Antworten
  2. Peter Meyer am Februar 12, 2026 6:07 p.m.

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  3. Peter Schmidt am Februar 12, 2026 6:09 p.m.

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  5. Lukas Meyer am Februar 12, 2026 6:13 p.m.

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