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Stifel sieht Goliath (WKN A2P063) klar unterbewertet: 54 AuEq-Daten heben Gehalte um 13,2%, Nebenprodukte bringen ~101 USD/t „Credit“; zudem Hafennähe <10 km als Logistikvorteil – Dixie-Vergleich stützt These weiter.
Goliath Resources (TSXV GOT / WKN A2P063) hat von den Analysten der Investmentbank Stifel ein positives Bewertungs-Update erhalten. Im Mittelpunkt steht das Surebet-Projekt im kanadischen Golden Triangle (British Columbia), für das das Unternehmen inzwischen zusätzlich zu den bereits bekannten Goldbohrergebnissen auch Goldäquivalent-Ergebnisse für 54 von 110 Bohrlöchern aus dem Explorationsprogramm 2025 veröffentlicht hat.
Stifel hebt dabei vor allem hervor, dass sich durch die Berücksichtigung der Begleitmetalle die ausgewiesenen Goldäquivalent-Gehalte gegenüber den ursprünglich veröffentlichten reinen Goldgehalten deutlich verbessern – und dass dies in einem möglichen späteren Betrieb einen spürbaren Effekt auf die Kostenstruktur haben könnte.
Die Aussagen der Analysten basieren auf neuen Analyseergebnissen zu 54 Bohrungen der Sommersaison 2025. Demzufolge erhöht die Einbeziehung von Nebenprodukten wie Silber, Kupfer, Blei und Zink den durchschnittlichen Goldäquivalent-Wert um 13,2 % im Vergleich zur reinen Goldbetrachtung. Für Explorations- und Entwicklungsprojekte mit polymetallischer Signatur ist dieser Schritt wichtig, weil er die potenzielle Wertigkeit der Mineralisierung umfassender abbildet – und später, falls es zur Produktion kommt, zusätzliche Erlösströme eröffnen kann.
Goliath Resources: 13,2 % mehr Goldäquivalent durch Nebenprodukte
Stifel argumentiert, dass die zusätzlichen Metalle nicht nur „mehr Metall“ bedeuten, sondern vor allem eine wirtschaftliche Funktion erfüllen: Sie könnten als Puffer bei den operativen Kosten wirken. In ihrem Update beziffern die Analysten den rechnerischen Beitrag der Nebenprodukte zu aktuellen Spotpreisen mit rund 101 US-Dollar pro Tonne. Das wäre nach Stifel mehr als doppelt so viel wie die von ihnen angesetzten Oberflächen-Stückkosten von 50 US-Dollar pro Tonne – bezogen auf ein Szenario einer möglichen Anlage mit 4.000 Tonnen pro Tag.
Der Kern des Arguments: Wenn ein späterer Betrieb neben Gold auch nennenswerte Mengen Silber, Kupfer, Blei und Zink als verkaufsfähige Produkte oder als Bestandteil eines Konzentrats liefern kann, wird ein Teil der Kosten über diese Beiprodukte „mitgetragen“. Genau dieser Effekt ist in vielen polymetallischen Systemen entscheidend, weil er die Abhängigkeit von einem einzigen Metallpreis reduziert und die Marge in unterschiedlichen Preisphasen stabilisieren kann. Stifel spricht in diesem Zusammenhang von einer „kritischen Abdeckung“ operativer Kosten – ohne damit zwangsläufig eine Wirtschaftlichkeit zu unterstellen, sondern als Hinweis auf einen strukturellen Vorteil der Metallmischung im Erz.
Für Goliath Resources ist die Veröffentlichung von 54 Goldäquivalent-Bohrresultaten zudem ein Zwischenstand: Insgesamt wurden im 2025er Programm 110 Bohrlöcher niedergebracht, weitere Daten stehen also noch aus. Dass Analysten bereits mit dem ersten größeren Datenpaket arbeiten, zeigt, wie stark die Aufmerksamkeit auf Surebet gerichtet ist – zumal das Golden Triangle traditionell für hochgradige Systeme und große Entdeckungen bekannt ist.
Surebet: Logistik als Faktor – Nähe zum Tiefwasserhafen soll Transportkosten senken
Neben den Gehalten legt Stifel in der Analyse einen zweiten Schwerpunkt auf den Standort und die logistische Ausgangslage. Das Surebet-Projekt liegt laut Bericht weniger als 10 Kilometer vom Hafen bei Hastings Arm entfernt. Diese Nähe zur Küste werten die Analysten als potenziellen Vorteil für die spätere Wertschöpfungskette, insbesondere beim Transport von Konzentraten.
Der Hintergrund: Stifel geht davon aus, dass Goliath Resources etwa die Hälfte des Goldes über ein Bulk-Konzentrat gewinnen könnte. In einem solchen Modell spielen Transport- und Handlingkosten eine zentrale Rolle – denn Konzentrate müssen typischerweise vom Standort zu einem Umschlagplatz und anschließend zu einer Hütte oder einem Abnehmer gebracht werden. Kurze Distanzen können dabei die Kosten pro Tonne senken und die Flexibilität erhöhen, wenn es um Logistik, Lieferketten und mögliche Exportwege geht.
Stifel setzt diesen Punkt ausdrücklich in Relation zu anderen Assets der Region, die stärker im Landesinneren liegen. Als Vergleich wird im Update Eskay Creek genannt, wo nach Darstellung der Analysten deutlich höhere Transportgebühren für Konzentrat anfallen. Der Vergleich soll nicht die Geologie oder Projektqualität bewerten, sondern verdeutlichen, dass bei Konzentraten die Entfernung zu geeigneter Infrastruktur einen messbaren Einfluss auf die Kosten haben kann.
Für den Golden-Triangle-Kontext ist das eine relevante Einordnung, weil Projekte in abgelegenen Regionen häufig durch komplexe Logistik, kurze Saisonfenster und hohe Transportkosten geprägt sind. Stifel stellt Surebet hier als besser positioniert dar, zumindest was den potenziellen Abtransport von Bulk-Konzentrat betrifft.
Stifel zieht Great Bear-Vergleich und sieht Unterbewertung bei Goliath Resources
Im Bewertungsteil formuliert Stifel zudem eine klare Aussage: Goliath Resources sei auf dem aktuellen Kursniveau „deutlich unterbewertet“. Als Maßstab nennen die Analysten eine grade-angepassete Kennzahl von 10 US-Dollar je Unze Gold (für Goliath), während weiter fortgeschrittene Wettbewerber im Schnitt bei 88 US-Dollar je Unze lägen.
Besonders auffällig ist der von Stifel gezogene Vergleich zu einer bekannten Transaktion: dem Dixie-Projekt (früher Great Bear Resources), das Kinross Gold im Jahr 2022 für 1,45 Milliarden US-Dollar übernahm. Stifel stellt dabei weniger den Preis in den Vordergrund als vielmehr eine Bohrmetrik: Die ersten 150 Bohrlöcher auf Surebet hätten im Durchschnitt 124 Gramm-Meter erreicht und lägen damit nahe an den 129 Gramm-Metern der LP Zone bei Dixie in einem vergleichbaren Entwicklungsstadium.
Gramm-Meter ist eine gebräuchliche Kennzahl, die Gehalt und Mächtigkeit der erbohrten Mineralisierungsabschnitte in einer Zahl bündelt und insbesondere in frühen Phasen als grober Vergleich dient. Dass Stifel diesen Wert heranzieht, unterstreicht, wie sie die Bohrperformance von Surebet einordnet: als Datenlage, die in eine Kategorie fällt, in der der Markt historisch hohe Aufmerksamkeit zeigt.
Unterm Strich zeigt das Stifel-Update: Goliath Resources liefert für Surebet jetzt eine polymetallische Datenbasis, bei der Nebenprodukte den Goldäquivalent-Wert sichtbar erhöhen, während Standortfaktoren wie die Nähe zum Tidewater als potenzieller Kostenvorteil herausgestellt werden.
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6 Kommentare
I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.
Great insights on Rohstoffe-News. Thanks for sharing!
This is very helpful information. Appreciate the detailed analysis.
Solid analysis. Will be watching this space.
Interesting update on Goliath Resources: Stifel sieht nach neuesten Daten klare Unterbewertung. Looking forward to seeing how this develops.
Good point. Watching closely.