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- DEUTZ AG – WKN: 630500 – ISIN: DE0006305006 – Kurs: 11,950 € (XETRA)
Die Deutz AG beteiligt sich im Rahmen einer aktuellen Finanzierungsrunde an dem Münchner Rüstungs-Start-up Tytan Technologies. Der Nato Innovation Fund und der Risikokapitalgeber Armira führen diese Runde mit einem Gesamtvolumen von 30 Mio. EUR an. Die Unternehmensbewertung von Tytan steigt damit auf über 100 Mio. EUR. Der Kölner Motorenhersteller sichert sich durch das strategische Investment den direkten Zugang zu KI-gestützter Drohnenabwehr. Gleichzeitig vereinbaren beide Akteure eine Entwicklungskooperation für militärische Energie- und Antriebslösungen. Deutz fungiert als industrieller Anker, um die Lieferketten des Start-ups abzusichern und die Serienfertigung in Europa hochzufahren.
Technologische Synergien und Skalierung
Tytan Technologies entwickelt kinetische Abfangdrohnen. Diese Fluggeräte erkennen feindliche unbemannte Objekte autonom und zerstören sie durch gezielte Rammmanöver in der Luft. Dieses Vorgehen gilt als hocheffizient, birgt jedoch das Risiko von Kollateralschäden durch herabfallende Trümmerteile. Deutz liefert für diese Abfangsysteme künftig die Antriebslösungen. Der Konzern entwickelt zudem modulare, dezentrale Energiesysteme sowie Batterien für die Startvorrichtungen der Drohnen. Die Kölner verantworten überdies die Montage und Endabnahme technischer Subsysteme. Die Kooperation adressiert ein zentrales Problem der europäischen Verteidigungsindustrie. Etablierte Luftabwehrraketen verursachen unverhältnismäßig hohe Kosten bei der Bekämpfung billiger Angriffsdrohnen. Tytan plant daher, die Produktion am neuen Standort in Bayern zügig auf bis zu 3.000 Einheiten pro Monat zu skalieren. „Deutz wird uns mit Industriewissen und Kapazitäten unterstützen, um unsere Lieferkette europäisch abzusichern und die Produktion weiter hochzufahren“, ordnet Balázs Nagy, Geschäftsführer von Tytan Technologies, die Zusammenarbeit ein.
Konsequenter Umbau des Portfolios
Der Einstieg bei Tytan bedeutet für Deutz den dritten signifikanten Vorstoß in den Rüstungsmarkt innerhalb weniger Monate. Im September 2025 kaufte der Konzern für einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag den auf Drohnenantriebe spezialisierten Zulieferer Sobek. Im Oktober 2025 investierte Deutz als Hauptgeldgeber in Arx Robotics, einen Hersteller unbemannter Landfahrzeuge. Vorstandschef Sebastian Schulte formt den historisch zivil geprägten Motorenbauer gezielt zu einem Systemanbieter für unbemannte Verteidigungssysteme um. Tytan vernetzt sich parallel intensiv in der Industrie und kooperiert bereits mit etablierten Rüstungskonzernen wie KNDS und Hensoldt. Die Nachfrage nach Abwehrdrohnen steigt rasant, da europäische Streitkräfte gravierende Lücken im Nah- und Nächstbereichsschutz aufweisen.
Fazit
Deutz vollzieht eine Transformation in Richtung Rüstung, ohne das Kerngeschäft aufzugeben. Der Konzern überführt sein Kernwissen in der Motoren- und Energietechnik in einen hochmargigen Wachstumsmarkt. Die Deutz-Aktie zeigt sich schon längere Zeit sehr stark und dürfte nicht zuletzt auch von Flucht in Unternehmen profitiert haben, die nicht von Anthropic und Co zerstört werden können.
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6 Kommentare
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