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MÜNCHEN (dpa-AFX) – Der Iran-Krieg macht Sprit und Heizöl teurer. Am Montag stiegen die Preise an den Tankstellen kräftig, nachdem sie bereits übers Wochenende leicht zugelegt hatten, wie der ADAC mitteilt. Am Nachmittag war Superbenzin der Sorte E10 um 7,3 Cent teurer als zum gleichen Zeitpunkt am Freitag, dem letzten Tag vor der Eskalation. Bei Diesel waren es sogar 8,1 Cent.
Schon am Sonntag hatten die Kraftstoffe im bundesweiten Tagesdurchschnitt die höchsten Werte seit dem Frühjahr 2024 erreicht. Übers Wochenende war der Anstieg aber mit 1,6 Cent bei E10 und 1,3 Cent bei Diesel noch zurückhaltend ausgefallen. Am Montag nahm er dann allerdings immer mehr Fahrt auf. Bei Diesel könnte dadurch der höchste Tagesdurchschnittspreis seit 2023 erreicht werden.
Es könnte weiter nach oben gehen
Und es könnte noch weiter nach oben gehen: „Sollte der Ölpreis nicht bald wieder nachgeben, kann der Aufwärtstrend auch über die nächsten Tage anhalten“, sagt Laberer. Mittelfristig gebe es aber – sofern sich die Lage am Golf wieder beruhigen sollte – Hoffnung auf gemäßigtere Preise, da die Opec+ angekündigt hat, die Fördermengen zu erhöhen. Schnelle Besserung ist aber nicht in Sicht: „Während steigende Ölpreise meist sehr schnell an den Zapfsäulen ankommen, dauert es bei sinkenden Preisen oft länger“, sagt der Experte. Experten sprechen hier auch vom Rakete-und-Feder-Effekt.
Kritik am schnellen Anstieg kam auch aus der SPD: „Was wir an vielen Tanksäulen in unserem Land erleben, ist schlicht und ergreifend Abzocke!“, sagte der Sprecher der realpolitisch orientierten SPD-Seeheimer, Esra Limbacher. Benzin und Diesel, die jetzt verkauft würden, seien überwiegend zu deutlich niedrigeren Rohölpreisen eingekauft worden.“ Es sei „inakzeptabel, wenn geopolitische Unsicherheiten als Vorwand für überzogene Margen genutzt werden.“ Wer steigende Weltmarktpreise sofort weitergebe, müsse das auch mit sinkenden Preisen tun.
Der für die Raffinerien und Markentankstellen zuständige Wirtschaftsverband Fuels und Energie betonte, „auch in der aktuellen Situation herrscht harter Preiswettbewerb an den deutschen Tankstellen“. Die weitere Preisentwicklung hänge vor allem vom Fortgang der geopolitischen Ereignisse ab. Die Märkte in Deutschland für Benzin, Diesel und weitere Produkte wie Heizöl und Flugkraftstoff seien weiter intakt: „Die Versorgung Deutschlands ist gesichert, da wir Rohöl aus rund 30 Ländern beziehen. Hauptlieferländer sind Norwegen, die USA, Libyen, Kasachstan und Großbritannien.“
Heizölpreis steigt schneller
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6 Kommentare
Great insights on Rohstoffe-News. Thanks for sharing!
Interesting update on ROUNDUP 4: Iran-Krieg lässt Spritpreise immer weiter steigen. Looking forward to seeing how this develops.
Good point. Watching closely.
Solid analysis. Will be watching this space.
This is very helpful information. Appreciate the detailed analysis.
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