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Der Goldpreis schwankt in den letzten Wochen stark. Sie möchten jetzt alte Goldmünzen oder Schmuck verkaufen? Was Sie beachten sollten, wenn Sie Gold zu Geld machen möchten.
Alte Münzen auf dem Dachboden, geerbter Goldschmuck in der Schublade – vieles davon liegt seit Jahren ungenutzt bei Ihnen herum? Wenn Sie das Altgold sowieso loswerden wollen, könnte jetzt ein guter Zeitpunkt dafür sein.
Am 29. Januar erreichte eine Feinunze (circa 31 Gramm) Gold mit fast 4670 Euro einen neuen Höchststand, was laut gold.de einem Anstieg von etwa 74 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zwar ist der Preis inzwischen gefallen, bewegt sich mit rund 4450 Euro aber weiterhin auf hohem Niveau (Stand: 4. März 2026). Also optimale Voraussetzungen, um jetzt einen guten Preis für altes Gold zu bekommen.
Der starke Preisanstieg hat noch einen zweiten Effekt: Haben Sie bereits in Gold investiert, ist sein Anteil in Ihrem Portfolio deutlich gestiegen. Finanztip empfiehlt das Edelmetall – wenn überhaupt – nur als Beimischung zu maximal 10 Prozent Ihres Gesamtvermögens. Auch deshalb kann ein Goldverkauf jetzt sinnvoll sein.
So sichern Sie sich die besten Ankaufspreise
Das Problem: Gold zu Geld zu machen, ist in der Realität gar nicht so einfach. Schließlich ist es schwierig einzuschätzen, ob der Laden um die Ecke wirklich einen guten Preis bietet. Deswegen haben wir für Sie zusammengefasst, was beim Verkauf von Barren, Altgold und Co. wichtig ist – und wie Sie den besten Preis rausholen:
1. Den Goldgehalt kennen
Goldbarren und Anlagemünzen (zum Beispiel Krügerrand oder Maple Leaf) haben einen fest definierten Feingoldgehalt. Ihr Wert orientiert sich eng am aktuellen Goldpreis, sodass ihr Verkauf vergleichsweise einfach ist. Anders sieht es bei Sammlermünzen aus: Hier kann neben dem Goldwert auch ein Sammleraufschlag eine Rolle spielen.
Etwas komplizierter wird es bei Altgold wie Schmuck, Medaillen oder Zahngold. Hier variiert der Goldanteil je nach Legierung und Gewicht – und genau den sollten Sie kennen, um einen fairen Verkaufspreis zu erzielen.
Zur Legierung: Schmuck aus reinem Gold wäre zu weich und würde sehr schnell zerkratzen. Deswegen werden bei der Schmuckherstellung noch andere Metalle wie Kupfer, Silber oder Platin beigemischt. Und das nennt sich Legierung.
Achten Sie hier auf Gravuren – Punze genannt – wie 333, 585 und 750. Sie geben den Goldanteil in Promille an. Sprich: Eine 333er Goldlegierung enthält also 33,3 Prozent reines Gold.
2. Wert schätzen und Ankaufspreise vergleichen
Einen Überblick über aktuelle Ankaufspreise für genormte Goldbarren und Münzen gibt es auf Preisvergleichsportalen wie gold.de und gold-preisvergleich.com. Dort finden Sie auch aktuelle Ankaufspreise für Schmuck und anderes Altgold. Parallel zum Onlinevergleich kann es nicht schaden, sich auch von einem niedergelassenen Edelmetallhändler in Ihrer Nähe ein Angebot machen zu lassen.
Kennen Sie den Goldanteil Ihres Schmuckstücks, können Sie seinen Wert mit dieser Faustformel einfach berechnen: Goldanteil des Schmuckstücks mal Gewicht mal Goldpreis pro Gramm in Euro.
Zum Beispiel: Bei einem 7 Gramm schweren 585er-Goldring wären das beim aktuellen Goldpreis (Stand: 4. März 2026, 14:40 Uhr, Quelle: gold.de): 7 (Gewicht) mal 0,585 (Goldanteil) mal 143,25 Euro (Goldpreis pro Gramm in Euro) gleich 586,61 Euro.
Rechnen Sie allerdings damit, dass Sie diesen Materialwert nicht bekommen. Goldhändler (egal ob im Internet oder vor Ort) berechnen einen Abschlag von circa 10 Prozent ein. Da sie Preisschwankungen einkalkulieren und auch das Einschmelzen des Goldes Geld kostet.
3. Goldexperten zu Rate ziehen
Ist der Goldanteil nicht ausgewiesen oder die Gravur über die Jahre unleserlich geworden, bleibt meist nur der Gang zum Edelmetallhändler, um Echtheit und Feingoldgehalt bestimmen zu lassen.
Dort können Sie den Verkauf dann auch direkt abwickeln. Allerdings kann Sie das Prüfen, Zertifizieren und Einschmelzen je nach Aufwand bis zu 15 Prozent des Goldwerts kosten. Das ist nicht wenig. Außerdem sollten Sie nie das erste Angebot annehmen, sondern immer mindestens zwei Händler aufsuchen.
4. Online oder beim Händler verkaufen
Gold können Sie sowohl beim Edelmetallhändler vor Ort als auch im Internet verkaufen. Wofür Sie sich entscheiden, sollten Sie vom jeweiligen Gegenstand abhängig machen.
Barren und Münzen haben beispielsweise einen fest vorgeschriebenen Goldgehalt und lassen sich daher meist ohne vorherige Prüfung übers Internet verkaufen. Aus Versicherungsgründen wird der Händler das Gold bei Ihnen zuhause abholen lassen. Gold selbst per Post zu versenden ist nicht empfehlenswert. Worauf Sie beim Verkauf und Versand an einen Onlinehändler noch achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber Gold verkaufen.
Altgold oder Schmuck verkaufen Sie besser persönlich an einen Händler vor Ort. Achten Sie immer darauf, dass er vertrauenswürdig und Mitglied im Berufsverband des Deutschen Münzenfachhandels ist. Das können Sie zum Beispiel über die Webseite des Handelsverbandes selbst prüfen.
5. Gold steuerfrei verkaufen
Wahrscheinlich müssen Sie beim Verkauf Ihres Altgoldes nicht einmal Steuern zahlen. Denn für Gold gilt folgende Regel: Haben Sie es mindestens ein Jahr lang besessen, fällt keine Steuer an. Bei Familienerbstücken ist das meist gegeben.
Und für kürzere Zeiträume gilt die Freigrenze privater Veräußerungsgeschäfte von 1.000 Euro pro Jahr. Hierzu zählen übrigens auch private Verkäufe über Kleinanzeigen oder Ebay. Wie sie versteuert werden, lesen Sie in unserem Ratgeber Steuerfolgen bei Onlineverkäufen.
Dieser Artikel erschien im Original zuerst bei Finanztip: „Goldpreis auf Allzeithoch: Diese Tipps helfen Dir beim Goldverkauf„.
Den vollständigen Artikel hier lesen


6 Kommentare
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