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Startseite»News»Die Krypto-Betrüger, die Anleger mit Trump-Fake-News ködern
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Die Krypto-Betrüger, die Anleger mit Trump-Fake-News ködern

Finanzen100Von Finanzen100vor 4 Stunden6 Kommentare7.5k Aufrufe
Die Krypto-Betrüger, die Anleger mit Trump-Fake-News ködern
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Accounts mit Hunderttausenden Followern verbreiten täglich angebliche Trump-News. Dahinter steckt ein global organisiertes Krypto-Betrugsmodell.

Auf X verbreiten zahlreiche Accounts nahezu täglich dieselbe Botschaft: Eine angeblich bevorstehende „große Ankündigung“ von Donald Trump werde den Kryptomarkt verändern. Die Posts wirken wie Insider-Informationen, erreichen teils Hunderttausende Nutzer und führen immer tiefer in ein Netzwerk aus Desinformation und Betrug.

Was wie politisch gefärbte Spekulation aussieht, ist nach Einschätzung von Experten Teil eines strukturierten Systems. Ziel ist es, Aufmerksamkeit in finanzielle Transaktionen umzuwandeln – und damit Nutzer abzuzocken.

Die Masche trifft eine wachsende Zielgruppe aus privaten Krypto-Anlegern und nutzt gezielt deren Angst, eine große Marktbewegung zu verpassen.

Vom Gerücht zum Betrug: So funktioniert das System

Die Strategie folgt meist einem wiederkehrenden Muster:

1. Phase: Aufmerksamkeit

  • Posts kündigen „große Ankündigungen“ an
  • Bezug auf reale politische Figuren wie Donald Trump
  • bewusst vage Formulierungen

2. Phase: Verstärkung

  • mehrere Accounts verbreiten identische Narrative
  • Kommentare und Retweets wirken organisch
  • Mischung aus echten Nachrichten und Spekulation

3. Phase: Monetarisierung

  • Verlinkung auf externe Seiten, Locken in Telegram-Kanäle
  • Aufforderung zu Token-Käufen oder Wallet-Verbindungen
  • klassische Betrugsmodelle wie „Krypto-Giveaways“

Solche „Giveaway“-Scams sind seit Jahren bekannt. Die IT-Sicherheitsseite „PCRisk“ beschreibt das Prinzip so: Nutzer würden aufgefordert, Kryptowährungen zu senden, „um den doppelten Betrag zurückzuerhalten“ – tatsächlich gehe das Geld direkt an Betrüger. Die Nutzer: abgezockt.

Warum gerade Trump?

Die Wahl der Figur ist kein Zufall. Zum einen ist Donald Trump eine der reichweitenstärksten politischen Persönlichkeiten weltweit. Zum anderen gibt es reale Berührungspunkte zur Kryptoszene.

So berichtete „The Guardian“, dass Trump und sein Umfeld wiederholt mit Krypto-Projekten und Memecoins in Verbindung gebracht wurden. Diese Mischung aus realem Bezug und hoher medialer Präsenz erhöht die Glaubwürdigkeit der Falschmeldungen erheblich.

Hinzu kommen konkrete Sicherheitsvorfälle. „Fortune“ berichtete, dass Social-Media-Accounts aus dem Umfeld der Trump-Familie gehackt wurden, um falsche Krypto-Ankündigungen zu verbreiten. Solche Ereignisse verstärken im Nachhinein die Plausibilität ähnlicher Inhalte.

Ein globales Netzwerk statt Einzelfälle

Recherchen von Sicherheitsfirmen zeigen zudem, dass hinter vielen dieser Kampagnen keine Einzelpersonen stehen. Die Analysten von „DomainTools“ etwa identifizierten nach eigenen Angaben mehr als 250 Domains, die im Zusammenhang mit solchen Krypto-Betrugsmaschen stehen. Die Seiten ähneln sich stark in Aufbau und Inhalt, was ein Hinweis auf zentral gesteuerte Strukturen ist.

In einem Bericht heißt es, die Kampagnen seien „hochgradig wiederverwendbar und skalierbar“ und würden oft über mehrere Krypto-Wallets und Plattformen hinweg koordiniert. Teilweise gebe es zudem Verbindungen zu russischsprachigen Akteursgruppen, schreiben die Analysten.

Warum die Accounts so groß sind

Auffällig ist die enorme Reichweite vieler beteiligter Profile. Einige verfügen über mehrere Hunderttausend Follower. Das lässt sich durch mehrere Faktoren erklären:

  • Account-Aufbau: gezieltes Wachstum über Krypto-Content
  • Algorithmus-Nutzung: polarisierende Themen wie Politik
  • Netzwerkeffekt: gegenseitige Verstärkung durch Retweets
  • Grauzone: viele Accounts posten nur Andeutungen, keine direkten Scams

Gerade der letzte Punkt ist entscheidend: Nicht jeder Account ist betrügerisch. Viele fungieren als „Traffic-Lieferanten“ innerhalb eines größeren Systems.

Neue Dynamik durch KI

Die Entwicklung verschärft sich durch den Einsatz von KI weiter. Das Blockchain-Analyseunternehmen „Elliptic“ warnt, dass zunehmend KI-generierte Inhalte eingesetzt werden. Dazu zählen unter anderem Deepfake-Videos oder gefälschte Interviews mit Prominenten.

In einem Bericht heißt es, solche Technologien würden genutzt, „um die Glaubwürdigkeit von Krypto-Betrugsmaschen deutlich zu erhöhen“. Für Nutzer wird es dadurch immer schwieriger, seriöse Informationen von manipulativen Inhalten zu unterscheiden.

Ein industrialisiertes Betrugsmodell

Die Vielzahl ähnlicher Accounts und Inhalte deutet auf ein strukturiertes Vorgehen hin: Aufmerksamkeit wird gezielt erzeugt, verstärkt und schließlich monetarisiert.

Für Anleger bedeutet das vor allem eines: erhöhte Vorsicht. Denn auch wenn nicht jeder Post direkt betrügerisch ist, kann er Teil eines Systems sein, das genau darauf abzielt.

Thomas Sabin

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6 Kommentare ansehen

6 Kommentare

  1. Lukas Weber am März 25, 2026 3:33 p.m.

    Interesting update on Die Krypto-Betrüger, die Anleger mit Trump-Fake-News ködern. Looking forward to seeing how this develops.

    Antworten
  2. Laura Becker am März 25, 2026 3:33 p.m.

    Great insights on News. Thanks for sharing!

    Antworten
  3. Peter Schäfer am März 25, 2026 3:37 p.m.

    This is very helpful information. Appreciate the detailed analysis.

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  4. Anna B. Schmidt am März 25, 2026 3:39 p.m.

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  5. Mia Wagner am März 25, 2026 3:44 p.m.

    I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.

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    • Laura K. Schmidt am März 25, 2026 3:46 p.m.

      Good point. Watching closely.

      Antworten
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