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Von Entspannung keine Spur
Und das trifft nicht nur Öl und Gas, sondern auch Lieferketten, die Produktion von Düngemitteln,
die Logistikbranche und viele mehr. Die Internationale Energieagentur warnt sogar davor, dass der Krieg die schlimmste Energiekrise aller Zeiten nach sich ziehen könnte. Noch schlimmer als die in
den 70er Jahren. Und die Börse? Die hofft immer wieder auf einen neuen Tweet von US-Präsident Donald Trump, der mal von Verhandlungen mit dem Iran spricht, mal von einem 15-Punkte-Plan oder sonst
irgendwelchen Fortschritten, die er aber nicht belegen kann, da der Iran alles dementiert. Und: Noch ist keine Entspannung in Sicht. Israel und die USA überziehen den Iran mit Bombardements,
während dieser sich mit allen Kräften wehrt. Hunderte von Öl- und Gastanker stecken auf beiden Seiten der Meerenge von Hormus noch fest. Vor der Eskalation transportierten Schiffe täglich insgesamt
19,5 Millionen Barrel durch die Passage. Entspannung? Nicht in Sicht!
Stimmung sackt in den Keller
Entsprechend reagieren auch die Anleger: Die weltweiten Fondsmanager haben ihre zuvor stark
ausgeprägte Risikobereitschaft abrupt zurückgefahren. Das zeigt die aktuelle Global Fund Manager Survey der Bank of America. Nach Monaten eines eher überbordenden Optimismus sorgt die Kombination
aus geopolitischen Spannungen, Inflationssorgen und zunehmenden Risiken im Kreditmarkt für einen radikalen Stimmungsumschwung. Die Cashquote steigt kräftig, die Erwartungen an die Weltwirtschaft
fallen auf ein Halbjahrestief.
Wachstumsoptimismus bricht ein
Besonders auffällig ist der Einbruch bei den Konjunkturerwartungen: Nur noch netto 7 Prozent der
befragten Manager, die zusammen 529 Milliarden US-Dollar verwalten, rechnen mit einer stärkeren globalen Wirtschaft – nach 39 Prozent im Februar. Auch wenn eine harte Landung mit 5 Prozent
weiterhin als unwahrscheinlich gilt, ist das Bild insgesamt deutlich eingetrübt. Gleichzeitig schießt der Inflationspessimismus nach oben. Netto 45 Prozent erwarten wieder höhere Teuerungsraten –
ein Sprung von zuvor 9 Prozent.
Manager schichten um – Cashquote auf höchstem Stand seit 2020 – Bewertungen
sinken
Entsprechend defensiv agieren die Portfoliolenker. Die durchschnittliche Liquiditätsquote steigt
von 3,4 auf 4,3 Prozent und verzeichnet damit den stärksten Monatsanstieg seit dem Corona‑Schock im März 2020.
Aber alles Schlechte hat auch manchmal etwas Gutes: Seit Beginn des Nahostkonflikts zeigte sich der
S&P 500 im Vergleich zu europäischen und asiatischen Leitindizes zwar widerstandsfähiger, gab jedoch ebenfalls um gut sechs Prozent nach. Auf Bewertungsebene fiel die Korrektur aber
ausgeprägter aus, da Kursrückgänge auf weiterhin steigende Gewinnerwartungen treffen. Entsprechend sank das für die kommenden zwölf Monate erwartete Kurs‑Gewinn‑Verhältnis der
S&P-500-Unternehmen überproportional und liegt mit rund 20 bereits gut 15 Prozent unter dem Niveau von Ende Oktober. Historisch gesehen boten Phasen ähnlicher Bewertungsrückgänge bei
gleichzeitig steigenden Gewinnschätzungen im S&P 500 häufig attraktive Einstiegschancen.
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6 Kommentare
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