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Startseite»News»ETF-News»Humanoide Roboter könnten neue Nachfrage nach kritischen Mineralien auslösen DE
ETF-News

Humanoide Roboter könnten neue Nachfrage nach kritischen Mineralien auslösen DE

stock3Von stock3vor 4 Stunden6 Kommentare5.3k Aufrufe
Humanoide Roboter könnten neue Nachfrage nach kritischen Mineralien auslösen DE
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Kritische Mineralien gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Nachfrage wird durch Netzaufrüstungen, die rasche Verbreitung von EV1 und wachsende geopolitische Spannungen rund um die Lieferketten gestützt. Ein potenzieller Wachstumsmotor wird jedoch nach wie vor unterschätzt. Die zunehmende Verbreitung humanoider Roboter könnte neue Nachfrage schaffen und das Risiko von Defiziten bei bestimmten Mineralien verstärken.

 

Als Jensen Huang neue physische KI2-Modelle für Roboter vorstellte, erklärte er, „der ChatGPT-Moment für physische KI sei gekommen“. Diese Aussage ist nicht nur für KI relevant, sondern wirft auch eine praktische Frage für Anleger auf: Was bedeutet der großflächige Einsatz humanoider Roboter für kritische Mineralien?

 

Bau eines Humanoiden: Die benötigten kritischen Mineralien

 

Aktuatoren: NdPr und Kupfer

Ein Humanoid benötigt viele Motoren zur Bewegung seiner Gelenke. Beispielsweise verwendet Teslas Optimus Gen 23 insgesamt 28 Motoren für wichtige Gelenke wie Schultern, Ellbogen, Hüfte und Beine. Darüber hinaus nutzt er besonders kleine Motoren für die Hände, um die Finger zu bewegen und die Kontrolle zu verbessern.

Viele dieser Motoren verwenden starke Permanentmagnete, die kleine, aber leistungsfähige Motoren ermöglichen. Diese Magnete werden in der Regel aus einem Stoff namens NdFeB4 hergestellt und enthalten seltene Erden, vor allem Neodym und Praseodym (NdPr). Der andere wichtige Einsatzstoff ist Kupfer, das vor allem in Motorwicklungen verwendet wird.

Mit der Weiterentwicklung humanoider Roboter werden mehr Freiheitsgrade erforderlich sein, um die Geschicklichkeit – insbesondere der Hände – zu verbessern. Das wiederum bedeutet, dass mehr Aktuatoren und Motoren benötigt werden und somit auch mehr Mineralien (vorausgesetzt, Permanentmagnetmotoren bleiben Standard).

 

Batteriesätze: Lithium, Nickel, Kobalt, Kupfer

Im Gegensatz zu EV benötigen Humanoide kleinere Batteriesätze, um den Körper anzutreiben. Daher sind Batterien mit höherer Energiedichte wie Lithium-Nickel-Kobalt-Aluminiumoxid- (NCA) und Nickel-Mangan-Kobalt- (NMC) Batterien besser für humanoide Anwendungen geeignet. Kupfer ist auch für Batterien von zentraler Bedeutung und wird für die inneren Metallschichten und Verbindungen verwendet.

 

Verkabelung, Chips und Ladeinfrastruktur

Kupfer taucht ebenfalls in der Verkabelung des Roboters auf, die Strom und Daten durch Körper und Gelenke leitet. Die Ladeinfrastruktur kann mit zunehmender Flottengröße mehr Kupfer einsetzen. Chips können zwar einige Materialien wie Gallium enthalten, aber die Mengen sind im Vergleich zu Kupfer normalerweise verschwindend gering.

 

Abbildung 1: Geschätztes Gewicht der pro Humanoid benötigten kritischen Mineralien

Quelle: Morgan Stanley: „The robots are coming…for critical minerals“, 21. Mai 2025. Die Schätzungen beziehen sich auf den Basisfall. Prognosen sind kein Hinweis auf die künftige Wertentwicklung, und alle Anlagen sind mit Risiken und Ungewissheiten verbunden.

 

Die Bedeutung des neuesten technologischen Fortschritts für die Nachfrage nach Mineralien

 

Der Bedarf an kritischen Mineralien für Humanoide hängt vom Ausmaß ihres Einsatzes ab. Angesichts neuerer Entwicklungen wird dieses Szenario immer wahrscheinlicher, und wenn Humanoide von Pilotprojekten zu ganzen Flotten ausgebaut werden, wird die Nachfrage nach Mineralien entsprechend der Stückzahlen steigen.

 

Aus Sicht der Software war das Training von Robotern für den Einsatz in der physischen Welt im Vergleich zum Training eines Modells in der digitalen Welt bisher kostspielig und zeitaufwendig, da Daten aus realen Experimenten gesammelt werden müssen. Mit der Weiterentwicklung von Vision-Sprachmodellen und dem zunehmenden Einsatz von Simulations- und synthetischen Daten im Training können Entwickler jedoch vielfältigere Situationen schaffen und schneller als bei physischen Tests allein Fortschritte erzielen. Gemeinsam könnten sie die Entwicklungszyklen verkürzen und die Integrationskosten für Hersteller senken.

 

Was die Hardware betrifft, dürften mit der Standardisierung der Designs und der Skalierung der Produktion die Kosten für Schlüsselkomponenten wie Aktuatoren abnehmen. In Verbindung mit den Entwicklungen bei Software dürften Humanoide in Zukunft intelligenter und erschwinglicher werden.

 

Die Wall Street gibt relativ positive Prognosen zum Einsatz humanoider Roboter ab. Morgan Stanley schätzt, dass der Gesamtbestand an Humanoiden bis 2050 1 Milliarde erreichen und der jährliche Absatz 200 Millionen Einheiten betragen könnte.5 Nach Hochrechnungen der Bank of America werden bis zum Jahr 2035 etwa 10 Millionen Humanoide im Einsatz sein.6 Solche Zahlen spiegeln auch die Stimmung an den Märkten wider.

 

Abbildung 2: Prognose für den jährlichen Absatz humanoider Roboter

Quelle: Bank of America: „AI left the chat! Physical AI Primer“, 5. Februar 2026. Prognosen sind kein Hinweis auf die künftige Wertentwicklung, und alle Anlagen sind mit Risiken und Ungewissheiten verbunden.

 

Herausforderung für Lieferketten

 

Der potenzielle großflächige Einsatz von Humanoiden könnte sich durch die Nachfrage nach kritischen Mineralien auf die Handelsbilanzen auswirken. Nehmen wir als Beispiel Lithium. Die weltweite Lithiumproduktion belief sich 2024 auf rund 240.000 Tonnen. Wenn wir davon ausgehen, dass ein Humanoid 2 kg Lithium benötigt, würden 10 Millionen Humanoide 20.000 Tonnen Lithium beanspruchen, was etwa 8 % der weltweiten Produktion des Jahres 2024 entspricht. Obwohl humanoide Roboter noch nicht in großem Umfang eingesetzt werden, sind zwei Merkmale der Lieferketten für relevante kritische Mineralien zu berücksichtigen:

 

1. Projektvorlaufzeiten und das Risiko von Defiziten 

Wenn sich die Nachfrage nach Humanoiden einstellt, könnte sie schnell wachsen und das Angebot dürfte kaum Schritt halten können. Die Aufnahme der Produktion in neuen Minen dauert viele Jahre, und die Vorlaufzeiten sind seit den 1990er-Jahren noch länger geworden. Bei vielen Projekten dauert es oft deutlich mehr als zehn Jahre, bis sie von der Entdeckung bis zur Produktion gereift sind, und bei den jüngsten Projekten beträgt die durchschnittliche Zeitspanne sogar fast 18 Jahre. Der Großteil dieser Zeit entfällt nicht auf den Bau. Er wird für Exploration, Machbarkeitsstudien, Genehmigungen und Finanzierung aufgewendet.

Das birgt ein klares Risiko von Defiziten. Wenn Humanoide immer häufiger zum Einsatz kommen und die EV- und Stromnachfrage ungebrochen stark bleibt, könnte der Bedarf an wichtigen Mineralien schneller wachsen als das neue Angebot.

 

Abbildung 3: Durchschnittliche Vorlaufzeit für Minen seit 1990

Quelle: S&P Global: „From 6 years to 18 years: The increasing trend of mine lead times.”, 11. April 2025. Die historische Wertentwicklung ist kein Hinweis auf die künftige Wertentwicklung, und Anlagen können im Wert sinken.

 

2. Konzentration auf China und geopolitisches Risiko

Bei mehreren Mineralien, die mit Humanoiden in Verbindung stehen, ist die Abhängigkeit in der Verarbeitung höher als im Bergbau. Das deutlichste Beispiel sind seltene Erden. Der Bergbau ist über verschiedene Länder verteilt, aber die Trennung, die Metallherstellung und die Produktion von Permanentmagneten sind weitaus stärker konzentriert, wobei China eine dominierende Rolle spielt. Bei Batteriematerialien zeigt sich ein ähnliches Muster: Unternehmen aus China und in chinesischer Hand sind stark in der Raffination und Herstellung involviert. Dadurch entsteht ein Konzentrationsrisiko in den Lieferketten.

 

Abbildung 4: Raffiniertes Angebot an wichtigen kritischen Mineralien im Zusammenhang mit Humanoiden

Quelle: Morgan Stanley, Wood Mackenzie. Chinas Anteil umfasst sowohl Unternehmen aus China als auch Unternehmen in chinesischem Besitz. Das Angebot an raffiniertem Nickel erscheint nicht auf China konzentriert, bis man das Angebot aus Indonesien (das zu mindestens 75 % in chinesischem Besitz sein dürfte) einbezieht. Prognosen sind kein Hinweis auf die künftige Wertentwicklung, und alle Anlagen sind mit Risiken und Ungewissheiten verbunden.

 

Die Chance mit WisdomTree erschließen

 

  • Der WisdomTree Strategic Metals UCITS ETF (WENU) ermöglicht ein differenziertes Engagement in einem gefächerten Korb von wichtigen Metallen, die für Elektrifizierung, Energiesicherheit, Dekarbonisierung und digitale Infrastruktur erforderlich sind.
  • Der WisdomTree Physical AI Humanoids and Drones UCITS ETF (WPAI) bietet ein gezieltes Engagement im Wandel durch physische KI, da er in Unternehmen anlegt, die integrierte, autonome Systeme sowie die Hardware, Komponenten und Plattformen entwickeln, mit denen intelligente Maschinen in realen Umgebungen betrieben werden können.

 

1 Elektroautos
2 Künstliche Intelligenz.
3 Optimus Gen 2 ist ein fortschrittlicher, leichter humanoider Roboter, der von Tesla für Industrie- und Haushaltsaufgaben entwickelt wurde. 
4 NdFeB = eine Legierung aus Neodym, Eisen und Bor.
5 Quelle: Morgan Stanley: „A $5 Trillion Global Market“, 29. April 2025.
6 Quelle: Bank of America: „AI left the chat! Physical AI Primer“, 5. Februar 2026.

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6 Kommentare ansehen

6 Kommentare

  1. Emma Q. Fischer am März 30, 2026 11:28 p.m.

    Great insights on ETF-News. Thanks for sharing!

    Antworten
  2. Hans Fischer am März 30, 2026 11:32 p.m.

    This is very helpful information. Appreciate the detailed analysis.

    Antworten
  3. Lea Meyer am März 30, 2026 11:33 p.m.

    Solid analysis. Will be watching this space.

    Antworten
    • Lea Schmidt am März 31, 2026 12:12 a.m.

      Good point. Watching closely.

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  4. Karl Q. Schäfer am März 30, 2026 11:34 p.m.

    I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.

    Antworten
  5. Peter Hoffmann am März 30, 2026 11:35 p.m.

    Interesting update on Humanoide Roboter könnten neue Nachfrage nach kritischen Mineralien auslösen DE. Looking forward to seeing how this develops.

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