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Genau hier positioniert sich Marvell als einer der wichtigsten Zulieferer der Branche. Der US-Konzern überraschte Investoren am Mittwoch mit einer neuen Langfristprognose, die zeigt, wie rasant sich das Geschäft mit kundenspezifischen KI-Chips entwickelt. Plus-Leser waren rechtzeitig informiert und verbuchen mehr als 150 % Kursgewinn!
Bis zum Geschäftsjahr 2029 soll allein das sogenannte Custom-Chip-Geschäft mehr als 10 Mrd. USD Umsatz erreichen. Damit würde dieser Bereich innerhalb weniger Jahre zu einem der größten Wachstumstreiber des Konzerns aufsteigen.
Der Kapitalmarkt wertet die neuen Ziele als Signal dafür, dass sich der KI-Boom längst über Nvidia hinaus ausweitet. Hyperscaler wie Amazon, Alphabet oder Microsoft investieren Milliarden in eigene Chiparchitekturen, um ihre Rechenzentren effizienter zu machen und die explodierenden Kosten für KI-Anwendungen zu kontrollieren. Marvell liefert dafür die zentrale Infrastruktur: maßgeschneiderte Prozessoren und Hochgeschwindigkeitsverbindungen, die Tausende KI-Chips innerhalb moderner Rechenzentren miteinander vernetzen.
KI-Infrastruktur wird zum Milliardenmarkt
Besonders bemerkenswert ist die Dynamik, mit der Marvell seine langfristigen Erwartungen anhebt. Noch vor wenigen Monaten hatte das Management für das Geschäftsjahr 2028 einen Umsatz von rund 15 Mrd. USD prognostiziert. Nun liegt die Zielmarke bereits bei 16,5 Mrd. USD. Der neue Ausblick deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach KI-Infrastruktur deutlich schneller steigt als bislang angenommen.
Morningstar-Analyst William Kerwin sprach von einem außergewöhnlich starken Signal. Die neue Prognose impliziere allein zwischen 2028 und 2029 zusätzliche Umsätze von rund 5 Mrd. USD aus nur einem Geschäftsbereich. Das deute auf ein weiteres „robustes Wachstumsjahr“ hin.
Treiber dieser Entwicklung sind vor allem die massiven Investitionen der großen US-Technologiekonzerne. Branchenbeobachter rechnen damit, dass Alphabet, Amazon und weitere Hyperscaler in diesem Jahr zusammen mehr als 700 Mrd. USD in KI-Infrastruktur investieren werden. 2025 lagen die Ausgaben noch bei rund 400 Mrd. USD. Der Aufbau neuer KI-Rechenzentren entwickelt sich damit zu einem der größten Investitionszyklen der Technologiegeschichte.
Marvell profitiert dabei von einer strategisch wichtigen Position innerhalb der Wertschöpfungskette. Anders als Nvidia verkauft das Unternehmen keine universellen KI-Prozessoren, sondern entwickelt gemeinsam mit Kunden spezialisierte Chips für konkrete Anwendungen. Diese Architektur gilt als effizienter und kostengünstiger, insbesondere bei dauerhaft hohen KI-Workloads.
Kampf um die Vorherrschaft im KI-Rechenzentrum
Im Wettbewerb um den Milliardenmarkt tritt Marvell zunehmend gegen Broadcom an. Beide Unternehmen haben sich darauf spezialisiert, Cloudkonzerne beim Design eigener KI-Chips zu unterstützen. Während Nvidia mit seinen Standardprozessoren enorme Margen erzielt, versuchen die Hyperscaler gleichzeitig, ihre Abhängigkeit vom Marktführer zu reduzieren.
Marvell-Chef Matt Murphy machte im Analystencall deutlich, wie breit das Unternehmen inzwischen bei den großen Cloudanbietern vertreten ist. „Wir haben Custom-Engagements über das gesamte Spektrum aller US-Hyperscaler hinweg“, sagte Murphy. Damit bestätigt der Konzern indirekt, dass praktisch alle großen Plattformanbieter inzwischen eigene KI-Hardwarestrategien verfolgen.
Besonders wichtig ist dabei Marvells Netzwerktechnologie. Moderne KI-Modelle benötigen enorme Rechenleistung, die sich nur über Tausende parallel arbeitende Chips realisieren lässt. Die Geschwindigkeit, mit der diese Systeme Daten austauschen, wird zunehmend zum entscheidenden Engpass. Genau an dieser Stelle liefert Marvell die Hochleistungsverbindungen für Rechenzentren.
Der Datacenter-Bereich entwickelte sich entsprechend stark. Im ersten Quartal erzielte die Sparte einen Umsatz von 1,83 Mrd. USD und übertraf damit leicht die Analystenschätzungen von 1,81 Mrd. USD. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen in diesem Segment ein Wachstum von rund 50 %.
Quartalszahlen über Erwartungen
Auch operativ liefert Marvell weiterhin solide Ergebnisse. Im ersten Quartal stieg der Konzernumsatz um 28 % auf 2,42 Mrd. USD und lag damit knapp über den Markterwartungen von 2,40 Mrd. USD. Der bereinigte Gewinn erreichte 80 Cent je Aktie und übertraf ebenfalls leicht die Konsensschätzungen.
Für das laufende zweite Quartal zeigt sich das Management erneut optimistisch. Marvell erwartet Erlöse von rund 2,70 Mrd. USD, plus/minus 5 %. Analysten hatten bislang lediglich mit 2,60 Mrd. USD gerechnet. Beim bereinigten Gewinn peilt das Unternehmen 93 Cent je Aktie an, ebenfalls oberhalb der bisherigen Prognosen.
Die Zahlen zeigen, dass sich die Investitionswelle der KI-Branche zunehmend in konkreten Unternehmensgewinnen niederschlägt. Während viele Technologieunternehmen noch auf profitable Anwendungen für generative KI hoffen, profitieren Infrastrukturzulieferer bereits heute von den massiven Ausgaben der Cloudanbieter.
Der Markt bewertet KI-Zulieferer wie Marvell inzwischen mit ambitionierten Multiplikatoren. Investoren setzen darauf, dass der aktuelle Investitionsboom noch viele Jahre anhält. Marvell scheint derzeit jedoch zu den klaren Gewinnern der Entwicklung zu gehören. Der Konzern besetzt eine Schlüsselrolle in einem Markt, der sich zunehmend von universellen Standardchips hin zu spezialisierten KI-Systemen bewegt.
Fazit: Marvell liefert wieder einmal ab. Die wiederholten Empfehlungen, zuletzt hier im März bei rund 75 USD, haben sich ausgezahlt. Plus-Leser konnten enorm profitieren! Ein Abo loht sich also! Neu aufspringen würde ich jetzt nicht mehr und erst einmal eine Konsolidierung der Aktie abwarten.
Weitere Analysen & News zur Aktie unserer Redaktion findest Du hier.
| Jahr | 2025 | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. USD | 8,19 | 10,96 | 15,13 |
| Ergebnis je Aktie in USD | 2,84 | 3,85 | 5,55 |
| Gewinnwachstum | 35,56% | 44,16% | |
| KGV | 70 | 52 | 36 |
| KUV | 21,1 | 15,8 | 11,4 |
| PEG | 1,45 | 0,81 | |
| Dividende je Aktie in USD | 0,24 | 0,24 | 0,24 |
| Dividendenrendite | 0,12% | 0,12% | 0,12% |
| *e = erwartet, Berechnungen basieren bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten |

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6 Kommentare
I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.
Interesting update on Warum die Cloudriesen plötzlich auf MARVELL setzen. Looking forward to seeing how this develops.
Good point. Watching closely.
Solid analysis. Will be watching this space.
This is very helpful information. Appreciate the detailed analysis.
Great insights on Aktien-News. Thanks for sharing!