© Paul-Alain Hunt auf Unsplash.
Während der KI-Boom für eine stark steigende Kupfernachfrage sorgt, heizen Inflationsängste den Goldpreis an. Ideal für Freeport-McMoRan, das beides fördert!
Für dich zusammengefasst:
![]()
Industrie- und Edelmetalle: Jetzt steigen beide wieder
Während sich die weltweiten Aktienmärkte in den vergangenen Monaten dank des anhaltenden KI-Booms und einer trotz des Iran-Krieges resilienten Konjunktur auf neue Allzeithochs vorgeschoben haben, schauten Edelmetall-Anlegerinnen und Anleger in die Röhre. Vor allem Gold und Silber hatten noch immer mit den Auswirkungen des spektakulären Blow-Off-Tops Ende Januar zu kämpfen.
Deutlich besser lief es hingegen für einige Industriemetalle. Vor allem Zink und Kupfer waren gefragt, da diese bei der Elektrifizierung der Energieinfrastruktur und dem Ausbau von KI-Rechenzentren und der dahinterstehenden Zuliefererindustrie eine unverzichtbare Rolle spielen. Am zurückliegenden Donnerstag hat der Preis für börsengehandeltes Kupfer ein neues Allzeithoch bei 6,85 US-Dollar pro Pfund erreicht.
Kupfer und Gold – Freeport-McMoRan hat beides zu bieten
Doch auch Gold (Goldkurs) und Silber beginnen sich zu erholen. Gegenüber der psychologisch wichtigen Marke von 4.000 US-Dollar konnte sich das gelbe Edelmetall bereits um 8 Prozent erholen. In Verbindung mit den Rekordnotierungen für Kupfer schafft das eine aussichtsreiche Ausgangslage für die Aktie von Freeport-McMoRan, denn das Unternehmen ist sowohl einer der größten Kupfer- als auch Goldproduzenten der Welt.

Bei der Aktie zeichnet sich jetzt ein Ausbruch ab
Aufgrund der Doppelrolle des Unternehmens als Kupfer- und Goldproduzent hat sich die Aktie von Freeport-McMoRan deutlich besser behaupten können, als die von Agnico Eagle Mines, Barrick Mining oder Newmont – die „Pure Plays“ haben alle überwiegend den Preisverfall von Gold abgebildet, während sich Freeport-McMoRan auf die steigenden Kupfer-Preise stützen konnte.
Dadurch liegt jetzt charttechnisch ein potenzielles Ausbruchsszenario vor. Zwar kam die Aktie in den vergangenen Monaten nicht ohne Korrekturen und Abwärtsbewegungen aus, dabei wurden aber zentrale Unterstützungen wie die 200-Tage-Linie sowie die Aufwärtstrendlinie gewahrt. Dadurch kam immer wieder Kaufdruck auf, so auch in den vergangenen Tagen, in denen mit dem Sprung über die 50-Tage-Linie ein Kaufsignal generiert werden konnte.
Jetzt handelt die Aktie im Widerstandsbereich von 70 US-Dollar. Doch die Chancen, dass dieser überwunden wird und die Aktie vor einer Anschlussrallye steht, sind groß. Dafür sorgen die technischen Indikatoren, welche sich von zeitweise überverkauften Zuständen erholt haben und die jetzt hohe Stärke signalisieren. Der Trendstärkeindikator MACD zeigt bereits einen intakten, an Fahrt gewinnenden Aufwärtstrend an, während der Relative-Stärke-Index (RSI) zwar kurzfristig überkauft war, aber viel Rückenwind signalisiert.
Operative Herausforderungen nach Minenunglück
Unterstützung für höhere Notierungen kommt auch von operativer beziehungsweise fundamentaler Seite. Auf die steigenden Kurse bei Gold und Kupfer wurde bereits eingegangen, operativ hatte Freeport-McMoRan zuletzt mit Herausforderungen zu kämpfen, für die sich nun jedoch eine Ende abzeichnet.
Mehrere Erdabgänge in der Grasberg-Mine in Indonesien (West-Papua), welche einerseits das größte Goldbergwerk der Welt ist und die Kupfermine mit den niedrigsten Gestehungskosten, hatten Teile der Förderung zum Erliegen gebracht und umfassende Instandhaltungsmaßnahmen erfordert. Das verursachte nicht nur sinkende Produktionsmengen, sondern auch hohe Kosten. Im vergangenen Quartal sanken die Erlöse gegenüber dem Vorjahr daher trotz anhaltend hoher Preise um 7,3 Prozent.
Seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr hat Freeport-McMoRan vor zwei Wochen jedoch bekräftigt und an seinem Ziel festgehalten, die Grasberg-Mine bis Ende 2027 vollständig wiederhergestellt zu haben. Außerdem strebt das Unternehmen an, die aktuell bis 2041 geltende Konzession nach der vollständigen Wiederherstellung verlängern zu können. Wenn das gelingt, erhöht das finanzielle Visibilität.
Bewertung trotz temporärer Einbußen in Ordnung
Mit Blick auf die Unternehmensbewertung steht aktuell ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22,7 für das Laufende und von 16,7 für das kommende Geschäftsjahr zu Buche. Der Branchendurchschnitt liegt bei 15,6, das 5-Jahres-Mittel bei 21,1. Grundsätzlich liegt also eine faire beziehungsweise moderate Bewertung vor.
Das Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis von 0,71 und damit unter dem Wert von 1, der in der Fundamentalanalyse als günstig gilt, lässt Freeport-McMoRan gegenüber dem Rest der Branche dann aber doch günstig erscheinen – auch wenn bei anderen Vielfachen, wie dem Kurs-Cashflow-Verhältnis gegenwärtig draufgezahlt werden muss, weil die Instandsetzung von Grasberg hohe Investitionskosten verursacht.
Vor allem bei anhaltend hohen oder gar weiter steigenden Gold- und Kupferpreisen wäre diese Bewertung noch deutlich günstiger einzuschätzen. Das rechtfertigt höhere Kurse und könnte den sich charttechnisch abzeichnen Ausbruch unterstützen.
Fazit: Eine aussichtsreiche Wette auf einen Ausbruch
Nach einer langen Kursflaute ziehen die Edelmetall-Preise angeführt von Gold wieder an. In der Zwischenzeit ist Kupfer aufgrund einer anhaltend hohen Nachfrage auf neue Allzeithochs geklettert. Diese Kombination eröffnet für die Aktie von Freeport-McMoRan jetzt große Chancen, da das Unternehmen für beide Rohstoffe einer der weltweit größten Produzenten ist. Zwar liegen mit der Wiederherstellung der Grasberg-Mine operative Herausforderungen vor, doch das Management sieht sich im Zeitplan.
Die Unternehmensbewertung ist für 2026 höher als im Rest der Branche, was durch die ausfallbedingt niedrigeren Erlöse und Gewinne zu erklären ist, aber spätestens für das kommende Jahr bietet Freeport-McMoRan eine konkurrenzfähige Bewertung insbesondere beim Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis.
Wer als Anlegerin, als Anleger auf der Suche nach einer aussichtsreichen Chance in der Branche ist, wird hier fündig! Stopps sollten aktuell bei 57,50 US-Dollar platzierten, wo sowohl die 200-Tage- als auch eine Aufwärtstrendlinie liegen.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross
Dein Kommentar zum Artikel im Forum
Login
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.
Den vollständigen Artikel hier lesen

