Genau daran zweifelt der Markt nach der Verdreifachung des Aktienkurses zunehmend. Die nachbörsliche Kursreaktion macht deutlich: Ein solider Ausblick reicht nicht mehr, wenn Anleger bereits einen nahezu perfekten Geschäftsverlauf erwarten.
Der wichtigste Wachstumstreiber bleiben die großen Cloud- und KI-Rechenzentren. Dort entstehen gewaltige Datenmengen, die nicht dauerhaft auf teuren Flash-Speichern abgelegt werden können. Festplatten bleiben deshalb für sogenannte kalte und weniger häufig genutzte Daten unverzichtbar. Nach Einschätzung von Western Digital dürfte sich dieser Bedarf durch KI-Inferenz und autonome KI-Agenten noch beschleunigen.
Vorstandschef Irving Tan bringt die Strategie auf einen einfachen Nenner: „Rechenkapazität kann wiederverwendet werden, Daten hingegen vervielfachen sich.“ KI-Agenten erzeugen bei der Bearbeitung mehrstufiger Aufgaben laufend neue Informationen. Hinzu kommen Robotik, autonome Fahrzeuge und industrielle Anwendungen, die große Mengen realer und synthetischer Trainingsdaten produzieren.
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