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Für Auftrieb dürfte vor allem eine Studie der US-Bank JPMorgan gesorgt haben. Analystin Angelina Glazova nahm die Aktie des Schmierstoffherstellers mit „Overweight“ und einem Kursziel von 49 Euro in die Bewertung auf. Fuchs sei führend in seinem Bereich und habe mit Blick auf den freien Finanzmittelfluss (Free Cashflow) starkes Potenzial, schrieb sie.
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Analyst Martin Comtesse von Jefferies äußerte sich für das neue Jahr zudem „vorsichtig optimistisch“ zu Fuchs und bekräftigte sein Anlageurteil „Buy“ mit einem Kursziel von 55 Euro. Trotz des zuletzt starken Laufs des Aktienmarktes gebe es weiterhin attraktiv bewertete Einzelaktien, schrieb er in einer Studie zu Europas mittelgroßen Konzernen. Eine lockere Geldpolitik und die Konjunkturmilliarden der deutschen Regierung verbesserten die Finanzierungsbedingungen sowie die heimische Nachfrage. Davon sollten vor allem mittelgroße Unternehmen profitieren.
Für Fuchs sieht er zwar mit Blick auf die durchschnittlichen Analystenschätzungen kein größeres Aufwärtspotenzial, doch gesamtwirtschaftlich gesehen scheine das Schlimmste vorerst überstanden zu sein. Dabei verwies er auf Aussagen des deutschen Industrieverbandes VDMA sowie den regionalen Wirtschaftsausblick des IWF für die Asien-Pazifik-Region und die USA, die zu den wichtigsten Wachstumsregionen für Fuchs zählten. Gespannt dürften die Investoren nun auf den Kapitalmarkttag des Unternehmens im April warten, wenn Fuchs voraussichtlich seinen Fünfjahresausblick vorstellen werde.
Im Vergleich zu früheren Kapitalmarkttagen dürfte Fuchs voraussichtlich „vorbehaltliche Ziele für 2031“ vorstellen, die jährlich überprüft würden, schätzt Comtesse. Basierend auf den bestehenden mittelfristigen Zielen eines Umsatzwachstums im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie einer Marge für das operative Ergebnis (Ebit) von 15 Prozent könnte dies eine Anhebung der Schätzungen für 2030/31 um zirka 10 bis 20 Prozent bedeuten.
Für 2026 rechnet Comtesse zudem mit einem weiteren Mengenwachstum. Dieses dürfte von den jüngsten Zukäufen, Partnerschaften mit Herstellern in China und Indien sowie der Spezialitäten-Sparte angetrieben werden./ck/stw/stk
Quelle: dpa-AFX
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16 Kommentare
Die Überschreitung der 50- und 90-Tage-Linien ist technisch gesehen ein positives Signal, aber reicht das allein aus, um einen nachhaltigen Aufwärtstrend zu bestätigen?
Ein Kursanstieg um 4,1 Prozent auf 39,90 Euro ist zwar erfreulich, aber im Vergleich zum Kursziel von 55 Euro immer noch ein weiter Weg. Wie realistisch ist dieser Anstieg?
Das stimmt, 39,90 Euro ist noch weit entfernt von 55 Euro. Aber die positiven Analystenmeinungen und der durchbrochene Seitwärtslauf könnten den Aufwärtstrend beschleunigen.
Die Erwähnung des Kursziels von 55 Euro durch Jefferies Analyst Martin Comtesse ist bemerkenswert – deutet das auf ein signifikantes Wachstumspotenzial hin, das über die aktuellen Schätzungen hinausgeht?
Der Kapitalmarkttag im April wird entscheidend sein. Ich hoffe, sie geben konkrete Details zum Fünfjahresausblick und nicht nur vage Versprechungen.
Ich bin etwas skeptisch, ob die ‚lockere Geldpolitik‘ und ‚Konjunkturmilliarden‘ tatsächlich so stark wie von Jefferies beschrieben bei mittelständischen Unternehmen ankommen, oder ob das größtenteils bei Großkonzernen landet.
Ich bin gespannt, ob die erwartete Anhebung der Schätzungen für 2030/31 um 10 bis 20 Prozent tatsächlich eintritt. Das wäre ein deutliches Zeichen für das Vertrauen der Analysten.
Ich finde es gut, dass Fuchs voraussichtlich ‚vorbehaltliche Ziele für 2031‘ präsentieren wird, die jährlich überprüft werden. Das zeigt eine gewisse Realitätsnähe und Flexibilität in der Planung.
Die JPMorgan-Studie mit ‚Overweight‘ und einem Kursziel von 49 Euro scheint der Hauptauslöser für den Anstieg zu sein; ist das eine typische Reaktion des Marktes auf solche Bewertungen?
Ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und eine Ebit-Marge von 15 Prozent sind solide Ziele. Wie haben sie diese in der Vergangenheit erreicht und welche Herausforderungen sehen sie für die Zukunft?
Die Zukäufe und Partnerschaften in China und Indien, die Comtesse erwähnt, sind entscheidend. Wie groß ist der Anteil dieser Regionen bereits am Gesamtumsatz von Fuchs?
Die Abhängigkeit von den Wachstumregionen Asien-Pazifik und USA könnte ein Risiko darstellen, wenn es dort zu wirtschaftlichen Abschwüngen kommt. Hat Fuchs Pläne zur Diversifizierung?
Ein Seitwärtslauf seit Anfang November, der nun durchbrochen werden könnte – das klingt nach einer potenziell spannenden Entwicklung für kurzfristige Trader, aber wie sieht es mit langfristigen Investoren aus?
Die Spezialitäten-Sparte scheint ein wichtiger Wachstumstreiber zu sein. Können sie hier noch weitere Innovationen und Marktanteile gewinnen?
Die Aussage, dass das Schlimmste gesamtwirtschaftlich vorerst überstanden sei, ist beruhigend, aber basiert sie wirklich auf soliden Daten des VDMA und des IWF, oder eher auf Hoffnung?
Der Fokus auf den Free Cashflow von Fuchs durch Angelina Glazova von JPMorgan ist interessant. Wie hoch war der Free Cashflow in den letzten Quartalen im Vergleich zu den Wettbewerbern?