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PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) – Am ersten Handelstag des neuen Jahres haben der EuroStoxx 50 und der britische Leitindex FTSE 100 die Latte für weitere Rekorde höher gelegt. Gewinne wurden am Freitag außerdem auch allgemein an den Börsen Europas verbucht. Allerdings sollte dies nicht überbewertet werden, hieß es von Marktteilnehmern.
Die Handelsumsätze seien zwischen den Jahren und zum Jahresauftakt traditionell sehr dünn, was die Kurse heftiger als gewöhnlich in die eine oder andere Richtung ausschlagen lasse. „Institutionelle Anleger und die ‚Big Boys‘ der Wall Street werden ihre Schreibtische wohl erst am kommenden Montag wieder voll besetzen“, merkten die Experten des Brokers Activtrades an.
Der EuroStoxx 50 schloss 1,02 Prozent höher auf 5.850,38 Punkten. Sein Rekordhoch erreichte der Leitindex der Eurozone kurz nach dem US-Börsenstart bei gut 5.862 Zählern. Die Wall Street und noch weitaus deutlicher die technologielastige Nasdaq-Börse hatten zugelegt und von weiterem Optimismus rund um Künstliche Intelligenz (KI) profitiert, bevor dann Gewinnmitnahmen einsetzten.
Außerhalb des Euroraums kletterte der FTSE 100, auch „Footsie“ genannt, erstmals über 10.000 Punkte. Mit einem Plus von 0,20 Prozent auf 9.951,14 Zählern ging er schließlich aus dem Tag. In der Schweiz dagegen blieben die Handelsräume noch geschlossen./ck/he
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26 Kommentare
Es wäre hilfreich zu wissen, welche Aktien im EuroStoxx 50 am meisten zum heutigen Anstieg beigetragen haben. Gibt es hier eine Konzentration auf bestimmte Sektoren?
Ich finde es beruhigend, dass Marktteilnehmer die heutigen Gewinne nicht überbewerten, angesichts der traditionell geringen Umsätze zu Jahresbeginn. Übervorsicht ist vielleicht besser als blinder Optimismus.
Die niedrigen Handelsumsätze am Jahresanfang sind mir als Privatanleger auch aufgefallen. Es gestaltet sich schwieriger, meine gewünschten Ordergrößen zu platzieren.
Das kann gut sein, die Liquidität ist dann tatsächlich geringer und die Spreads breiter.
Ich finde es gut, dass die Marktteilnehmer die dünnen Umsätze erwähnen. Es ist wichtig, die Zahlen nicht zu euphorisch zu interpretieren.
Ich bin gespannt, ob der FTSE 100 seine neue Marke von 10.000 Punkten halten kann. Die Volatilität durch geringe Umsätze könnte hier eine Rolle spielen.
Ich bin vorsichtig, diese kurzfristigen Gewinne als nachhaltigen Trend zu sehen. Die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in Europa sind noch immer groß.
Der Fokus auf KI-Aktien an der Nasdaq und die daraus resultierende Auswirkung auf europäische Märkte ist ein wichtiger Punkt. Gibt es europäische Unternehmen, die besonders davon profitieren könnten?
Dass der EuroStoxx 50 kurz nach dem US-Börsenstart bei über 5.862 Zählern ein Rekordhoch erreichte, deutet auf eine starke Kopplung mit der Wall Street hin. Frage mich, wie nachhaltig dieser Aufwärtstrend ist, wenn sich die US-Börsen drehen sollten.
Der FTSE 100, der erstmals die 10.000 Punkte überstieg, ist ein bemerkenswertes Ereignis für den britischen Markt. Welche Sektoren haben zu diesem Anstieg am meisten beigetragen?
Ein Anstieg von 1,02 Prozent für den EuroStoxx 50 klingt solide, aber im Vergleich zum Nasdaq-Optimismus eher moderat. Gibt es spezifische Gründe für diese Diskrepanz?
Ein Rekord für den EuroStoxx 50 und FTSE 100 am Jahresanfang ist natürlich ein positives Signal, aber die dünnen Handelsumsätze dämpfen die Freude etwas. Ein realistischer Blick ist wichtig.
Die Tatsache, dass der FTSE 100 erstmals über 10.000 Punkten lag, ist ein psychologisches Signal. Rückt jetzt ein weiteres, höheres Ziel in den Fokus?
Der Hinweis auf die ausbleibende Beteiligung der ‚Big Boys‘ ist entscheidend. Der wahre Test kommt erst nächste Woche, wenn das volle Handelsvolumen wieder vorhanden ist.
Es ist bemerkenswert, dass der FTSE 100 den Durchbruch über 10.000 Punkte geschafft hat, trotz eines nur marginalen Tagesgewinns von 0,20 Prozent. Ein symbolischer Gewinn also?
Die Analysten von Activtrades haben recht: Die aktiv geringe Handelsaktivität kann zu unerwarteten Kursschwankungen führen. Sollte man jetzt eher abwarten, bevor man investiert?
Ist der Aufwärtstrend bei KI-Aktien an der Nasdaq ein Vorbote für eine breitere Technologie-Rallye, von der auch Europa profitieren könnte?
Das ist durchaus möglich, aber die unterschiedliche Zusammensetzung der Indizes muss berücksichtigt werden.
Die Diskrepanz zwischen dem Wachstum der Nasdaq und dem EuroStoxx 50 sollte genauer untersucht werden. Sind europäische Unternehmen weniger in den KI-Trend eingebunden?
Die Aussage von Activtrades, dass die ‚Big Boys‘ der Wall Street erst ab Montag wieder voll am Start sind, erklärt die dünnen Handelsumsätze und die volatilere Kursbewegung. Ist das ein Warnsignal, dass die heutigen Gewinne revidiert werden könnten?
Der Rekord beim EuroStoxx 50 könnte ein Zeichen für das gestiegene Vertrauen in die europäische Wirtschaft sein. Aber Vorsicht ist geboten.
Die Tatsache, dass die Schweizer Börse noch geschlossen war, verzerrt das Gesamtbild des europäischen Marktes. Wie schnell wird die Schweiz aufholen, sobald der Handel wieder aufgenommen wird?
Ich beobachte, dass Gewinnmitnahmen an der Wall Street die europäischen Gewinne nicht komplett ausgebremst haben. Deutet das auf eine gewisse Eigenständigkeit der europäischen Märkte hin?
Dass die Nasdaq von Optimismus rund um Künstliche Intelligenz profitiert hat, ist kein Zufall. Wie wird sich diese Entwicklung auf europäische Technologieaktien auswirken, die im EuroStoxx 50 vertreten sind?
Es ist interessant zu beobachten, dass trotz Gewinnmitnahmen an der Wall Street, die europäischen Börsen zugelegt haben. Hat die Schwäche des Euros eventuell dazu beigetragen?
Die Gewinnmitnahmen an der Wall Street könnten darauf hindeuten, dass Anleger ihre Gewinne sichern wollen. Werden wir das auch an den europäischen Börsen sehen?