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Wir gehen mit vorsichtigem Optimismus in das DAX-Jahr 2026. Der DAX dürfte 2026 Rückenwind von der deutschen Konjunktur bekommen, die mit 1,2 Prozent endlich wieder stärker wachsen dürfte. Die US-Konjunktur wird wohl überraschend kräftig um 2,2 Prozent expandieren, angetrieben von einem durch politischen Druck wahrscheinlich unerwartet stark auf 2,5 Prozent sinkenden US-Leitzins. Für die DAX-Unternehmensgewinne halten wir 2026 ein Gewinnwachstum von 6 bis 8 Prozent für möglich, während sich DAX-Bewertungskennzahlen wie das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) auf hohem Niveau seitwärts bewegen dürften. 25 DAX-Unternehmen werden 2026 vermutlich ihre Dividende erhöhen. Dennoch dürfte die DAX-Dividendensumme 2026 um 2 Prozent auf 51,8 Milliarden Euro sinken, denn die Dividendenausschüttungen im DAX-Autosektor werden wohl nochmals deutlich um 37 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro sinken. Und auch 2026 dürften DAX-Investoren während zwei oder drei DAX-Konsolidierungen, in denen die implizite DAX-Volatilität VDAX wahrscheinlich jeweils deutlich über 20 springen wird, Nachkaufgelegenheiten bekommen.
Trend 1: DAX dürfte 2026 erstmals seit vielen Jahren wieder Rückenwind von der mit 1,2 Prozent wachsenden deutschen Konjunktur bekommen
Seit drei Jahren tritt die deutsche Wirtschaft in einer enttäuschenden Stagnation auf der Stelle. Doch das dürfte sich dank des großen Fiskalpakets der deutschen Regierung und den steigenden Verteidigungsausgaben in Europa 2026 endlich ändern. Wir erwarten für die deutsche Konjunktur eine Wachstumsbeschleunigung von 0,1 Prozent im Jahr 2025 auf 1,2 Prozent im Jahr 2026. Ab dem ersten Quartal 2026 dürfte die Wirtschaft robust und stetig mit Raten von 0,3 bis 0,4 Prozent von Quartal zu Quartal zulegen. Damit werden viele DAX-Unternehmen 2026 vermutlich erstmals seit vielen Jahren wieder Rückenwind von einem wachsenden Heimatmarkt bekommen (siehe Tabelle 1).
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19 Kommentare
Ich finde es gut, dass der Artikel vorsichtig optimistisch ist und die möglichen Konsolidierungen im DAX erwähnt. Das ist ein realistischer Blick auf die Dinge und hilft, keine unrealistischen Erwartungen zu haben.
Absolut, die VDAX-Sprünge sind ein wichtiger Faktor, den viele Investoren übersehen. Eine gute Vorbereitung ist entscheidend.
Ich bin gespannt, ob sich die erwartete Beschleunigung der deutschen Wirtschaft im ersten Quartal 2026 tatsächlich in einer robusten Zunahme von 0,3 bis 0,4 Prozent pro Quartal manifestiert. Das wäre ein starkes Signal für die DAX-Unternehmen.
Die prognostizierte Erholung der deutschen Konjunktur auf 1,2 Prozent im Jahr 2026 ist ein wichtiger Faktor, aber reicht das wirklich aus, um einen nachhaltigen Aufschwung für den DAX zu garantieren? Die letzten drei Jahre waren ja eher von Stagnation geprägt.
Die erwartete Erhöhung der Dividende bei 25 DAX-Unternehmen ist positiv, aber der gleichzeitige Rückgang der Gesamtdividendensumme um 2 Prozent aufgrund des Automobilsektors ist besorgniserregend. Wie stark wird dieser Rückgang im Automobilsektor die Gesamtrendite beeinflussen?
Die Erwartung eines robusten Wachstums von 0,3 bis 0,4 Prozent pro Quartal ab dem ersten Quartal 2026 klingt nach einer deutlichen Beschleunigung. Das wäre eine positive Nachricht für die gesamte deutsche Wirtschaft.
Die steigenden Verteidigungsausgaben in Europa als Treiber für die deutsche Konjunktur – das ist ein ungewöhnlicher, aber vielleicht notwendiger Faktor. Ich frage mich, welche DAX-Unternehmen davon am meisten profitieren werden.
Ich finde es gut, dass der Artikel einen vorsichtigen Optimismus betont. Zu viel Euphorie wäre angesichts der globalen Unsicherheiten fehl am Platz. Die Prognose von 1,2% Wachstum ist vernünftig.
Die Kombination aus steigender deutscher Konjunktur (1,2 Prozent) und sinkenden Dividenden im Automobilsektor (37 Prozent) ist paradox. Liegt das an veränderten Investitionsprioritäten der Autohersteller oder an anderen Faktoren?
Es könnte auch an den hohen Kosten für die Umstellung auf Elektromobilität liegen, die die Automobilhersteller belasten und weniger Spielraum für Dividenden lassen.
Ich bin gespannt, ob der prognostizierte sinkende US-Leitzins tatsächlich auf 2,5 Prozent fallen wird. Das klingt angesichts der aktuellen Inflation etwas optimistisch, aber wenn es passiert, könnte das den DAX zusätzlich beflügeln.
Die Tabelle 1, auf die im Artikel verwiesen wird, wäre interessant zu sehen, um die Auswirkungen der wachsenden Konjunktur auf einzelne DAX-Unternehmen besser zu verstehen. Gibt es eine Möglichkeit, diese einzusehen?
Nach drei Jahren Stagnation klingt ein Wachstum von 1,2 Prozent für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2026 wie eine deutliche Verbesserung. Das Fiskalpaket der Regierung und die Verteidigungsausgaben scheinen hier tatsächlich einen positiven Effekt zu haben.
Die Erwartung, dass viele DAX-Unternehmen Rückenwind von einem wachsenden Heimatmarkt bekommen, ist eine willkommene Abwechslung. Bisher waren sie ja eher von globalen Entwicklungen abhängig. Welche Branchen profitieren hier am meisten?
Ein Gewinnwachstum von 6 bis 8 Prozent für die DAX-Unternehmen klingt vielversprechend, aber das KGV soll sich seitwärts bewegen. Bedeutet das, dass die Gewinne zwar steigen, die Aktien aber nicht unbedingt günstiger werden?
Die Prognose eines US-Leitzins-Rückgangs auf 2,5 Prozent erscheint angesichts des aktuellen politischen Klimas und der Inflationsraten überraschend optimistisch. Könnte dieser Rückgang tatsächlich so stark ausfallen, oder ist hier eine Unterschätzung der Risiken vorhanden?
Ein Rückgang der DAX-Dividendensumme um 2 Prozent auf 51,8 Milliarden Euro, trotz steigender Dividenden bei 25 Unternehmen – das ist widersprüchlich! Der massive Einbruch im Autosektor um 37 Prozent muss ja eine erhebliche Rolle spielen.
Die Erwartung von zwei bis drei Konsolidierungen mit einem VDAX-Anstieg über 20 ist realistisch. Das bietet dann gute Gelegenheiten, um in solide DAX-Werte nachzukaufen, wenn die Kurse fallen.
Der starke Rückgang der Dividendenausschüttungen im DAX-Autosektor um 37 Prozent ist besorgniserregend. Welche strukturellen Probleme führen zu dieser Entwicklung und wie nachhaltig ist sie?