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GELSENKIRCHEN (dpa-AFX) – Die Beute beim spektakulären Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen lag möglicherweise über 100 Millionen Euro. Das erfuhr die dpa aus Sicherheitskreisen. Demnach hätten einzelne Kunden angezeigt, dass sie jeweils mehr als 500.000 Euro in ihren Schließfächern gehabt hätten. „Bild.de“ hatte zuvor darüber berichtet.
Laut „Bild.de“ kommt die Herkunft der Gelder den Ermittlern teilweise komisch vor. Es könne sich um Schwarzgeld oder auch Gelder von Clans handeln. Offiziell sei von den Betroffenen vielfach von „Hochzeitsgeldern“ die Rede, erfuhr die dpa.
Täter brachen Tausende Schließfächer auf
Die Beute wurde zunächst grob mit der Versicherungssumme in Höhe von rund 30 Millionen Euro angegeben. Später sagte ein Polizeisprecher: „Wir gehen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus.“ Die Schadenssumme lasse sich aber noch nicht seriös beziffern, so die offizielle Mitteilung.
Einsatzkräfte hatten den Einbruch am Montagmorgen nach einem Alarm der Brandmeldeanlage entdeckt. Die Täter brachen fast alle 3.250 Kunden-Schließfächer der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer auf. Sie drangen in einen Archivraum ein, von dem aus sie ein großes Loch in den Tresorraum bohrten. Die Beutetour zog sich möglicherweise über mehrere Tage hin./ola/DP/he
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16 Kommentare
Über 100 Millionen Euro Beute sind eine unglaubliche Summe! Dass einige Kunden über 500.000 Euro in ihren Schließfächern hatten, wirft Fragen nach der Sicherheit und den angebotenen Versicherungssummen auf.
Die Tatsache, dass die Täter ein Loch in den Tresorraum bohrten, deutet auf eine professionelle Planung hin. Wurden möglicherweise Insider Informationen genutzt, um den Tresor zu umgehen?
Ich frage mich, ob die Sparkasse ihre Sicherheitsvorkehrungen nach diesem Vorfall überdenken wird, insbesondere im Hinblick auf die Anzahl der Schließfächer und die Art des Tresors.
Die hohe Anzahl der betroffenen Schließfächer – 3.250 – deutet darauf hin, dass die Sparkasse viele Kunden hatte, die größere Geldbeträge verwahrten. Gibt es typische Profile dieser Kunden?
Das ist eine sehr gute Frage. Es wäre interessant zu wissen, ob es sich überwiegend um Unternehmen, Privatpersonen oder vielleicht um bestimmte Berufsgruppen handelt.
Es ist beunruhigend zu hören, dass die Täter über mehrere Tage hinweg ungestört waren, obwohl ein Alarm ausgelöst wurde. Wie konnte der Einbruch durch die Brandmeldeanlage entdeckt werden, wenn die Täter bereits im Tresorraum waren?
Es ist bemerkenswert, dass der Einbruch durch einen Alarm der Brandmeldeanlage entdeckt wurde, und nicht durch eine direkte Einbruchsmeldung. Das wirft Fragen nach der Überwachung auf.
Die Beschreibung des Vorgehens mit dem Bohren eines Lochs in den Tresorraum klingt nach einem Film. Sehr dreist, dass sie sich so lange Zeit genommen haben.
Die Bemerkung, dass die Herkunft der Gelder den Ermittlern ‚komisch‘ vorkommt, ist sehr vage. Liegt der Verdacht nahe, dass hier kriminelle Strukturen im Spiel sind, wie ‚Bild.de‘ andeutet?
Die Schließfächer waren offenbar nicht ausreichend gesichert, wenn Täter sie so einfach öffnen konnten. Waren die Schließfächer einheitlich oder gab es Unterschiede in der Sicherheitsstufe?
Fast 3.250 Schließfächer wurden aufgebrochen – das ist eine gewaltige Aufgabe. Wie konnten die Täter so viele Schließfächer innerhalb weniger Tage knacken, ohne Aufzufallen?
Es ist schockierend, dass ein Einbruch dieser Größenordnung in Gelsenkirchen stattgefunden hat. Hat die Polizei bereits konkrete Hinweise auf die Täter?
Die Diskrepanz zwischen der ersten Schätzung von 30 Millionen Euro und der aktuellen Vermutung eines ‚mittleren zweistelligen Millionenbetrags‘ ist enorm. Warum diese große Abweichung in der Schadensbewertung?
Die Aussage, dass Betroffene von ‚Hochzeitsgeldern‘ sprechen, klingt nach einer möglichen Verschleierung. Werden diese Erklärungen überprüft, oder werden sie einfach akzeptiert?
Wenn tatsächlich Schwarzgeld oder Clan-Gelder betroffen sind, könnte dies weitreichende Folgen für die Ermittlungen haben und möglicherweise weitere kriminelle Netzwerke aufdecken.
Die Angabe, dass die Beute ‚möglicherweise‘ über 100 Millionen Euro liegt, ist irreführend. Warum kann die Polizei keine genauere Summe nennen, wenn Kundenbeträge bekannt sind?