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Der Bitcoin-Kurs crasht weiter. Am Freitag auf deutlich unter 60.000 US-Dollar. Der niedrigste Stand seit langen. Was hinter dem Absturz steckt.
Was ist gerade mit dem Bitcoin-Kurs los? Nachdem Bitcoin am Donnerstag das Hoch aus dem Jahr 2021, das bei 69.000 US-Dollar lag, unterschritten hat, ging es weiter steil bergab. Im Tief kostete ein Bitcoin am Freitag deutlich unter 60.000 US-Dollar – ein Niveau, das zum letzten Mal im Oktober 2024 erreicht wurde. Damit ist der Kurs seit dem bisherigen Allzeithoch von 126.300 US-Dollar im Tief um mehr als 50 Prozent gefallen.
Besonders an dem Handelstag war, dass BTC den schlechtesten Tag seit dem 9. November 2022 hinlegte, also dem Tag, als die Krypto-Börse FTX kollabierte. Damals gab BTC im Tagesverlauf um etwas mehr als 14 Prozent nach, am Donnerstag waren es mit 13,97 Prozent fast genauso viel.
Finanzen100
Könnte der aktuelle Crash eine Einstiegschance sein? Als der Bitcoin-Kurs Ende 2022 ebenfalls unter das Hoch des vergangenen Zyklus gefallen war und es regelrechte Panik gab, mit Tagesverlusten in Größenordnung des gestrigen Crashs, entpuppte sich das im Nachhinein als phänomenale Kaufgelegenheit.
Denn wer damals für 15.500 US-Dollar zugegriffen hat, der wäre drei Jahre später 700 Prozent im Plus gewesen und läge trotz der starken Korrektur immer noch rund 300 Prozent vorne. Ob sich das wieder so ausspielen wird, ist ungewiss.
Trotz des Crashs: Die Bitcoin-Aussichten bleiben positiv
An Bitcoin hat sich unter dem Strich fundamental nichts geändert; die Zukunftsaussichten bleiben weiterhin positiv. In der etwas mehr als 17 Jahre alten Geschichte des Assets hat sich bisher gezeigt, dass es sich auszahlen kann, Schwächephasen einfach auszusitzen oder sogar dann nachzukaufen, sofern es möglich ist.
Gibt es denn jetzt auch so einen Auslöser? Tatsächlich gab es keine BTC-bezogenen Meldungen, die diesen Crash erklären könnten. Am Donnerstag handelten neben Bitcoin auch Technologieaktien und Edelmetalle schwächer.
Was hat all das Trumps Nominierung des „Falken” zu tun?
Und wie so oft zeigt sich noch in den von Nervosität geprägten Marktphasen, dass BTC meist überproportional leidet.
Roman Reher ist deutscher Gründer, Unternehmer und Bitcoin-Experte. Sein YouTube-Kanal „Blocktrainer“ ist einer der weltweit größten Kanäle mit Bitcoin-Focus. Er ist Teil unseres EXPERTS Circle. Die Inhalte stellen seine persönliche Auffassung auf Basis seiner individuellen Expertise dar.
Grund für die generelle Schwäche dürfte allen voran Trumps Nominierung für den Posten des Fed-Chefs sein. Kevin Warsh gilt nämlich als „Falke“, also als Gegner einer lockeren Geldpolitik beziehungsweise eines Ausbaus der Bilanz der Zentralbank.
Seitdem sich abzeichnete, dass Warsh die Wahl von Trump ist, kam es nicht nur bei Bitcoin, sondern auch an den breiteren Kapitalmärkten zu Verwerfungen. Am Donnerstag meldete Strategy aber auch einen Milliardenverlust.
Das könnte einen Teil zu dem Abgabedruck beigetragen haben. Aber die Tatsache, dass der größte Bitcoin-Firmenhalter im vierten Quartal 2025 einen Verlust in Höhe von 17,4 Milliarden US-Dollar verbuchen muss, ist spätestens seit einem SEC-Filing vom 5. Januar bekannt. Ohnehin gilt: Fällt der Bitcoin-Kurs in einem Quartal, so spiegelt sich das in unrealisierten Verlusten bei den Unternehmenszahlen wider.
Nichtsdestotrotz könnte das die Sorge vor einer Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens weiter angefacht haben. Denn viele befürchten, dass Strategy eines Tages die mittlerweile 713.502 BTC auf den Markt werfen muss. Nicht zuletzt auch, weil Bitcoin unter dem durchschnittlichen Einstiegskurs des Unternehmens handelt.
Wie wahrscheinlich ist der Kollaps von Strategy? Strategy hat selbst bei einem Kurs von 60.000 US-Dollar immer noch 43 Milliarden US-Dollar an Bitcoin, denen nur etwas mehr als 16 Milliarden US-Dollar an Wandelanleihen und Vorzugsaktien gegenüberstehen.
Zudem sitzt das Unternehmen auf einer Cash-Reserve in Höhe von 2,25 Milliarden US-Dollar, mit der sichergestellt werden soll, dass allen Zahlungsverpflichtungen bei schlechten Marktbedingungen für zwei bis drei Jahre nachgekommen werden kann.
Strategy-CEO Phong Le erklärte am Donnerstag übrigens im Earnings Call, dass ernsthafte Probleme erst drohen würden, wenn Bitcoin in die Vierstelligkeit zurückfällt und dort mehrere Jahre verweilt.
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6 Kommentare
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