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Krypto-Fragen an Mark Cuban – Kamala Harris offener für Kryptowährungen als Biden?
Nach den Pro-Bitcoin-Aussagen von Donald Trump in den vergangenen Wochen wird ein Trump-Sieg bei den US-Wahlen als positives Szenario für den Kryptomarkt interpretiert. Laut Investor Mark Cuban könnte allerdings auch Kamala Harris viel offener gegenüber Kryptowährungen sein, als es die aktuelle US-Regierung ist.
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• Donald Trump wirbt um Stimmen der Krypto-Anhänger
• Ausgang der US-Wahl könnte Einfluss auf den Bitcoin-Kurs nehmen
• Kamala Harris Krypto-freundlicher als Joe Biden?
Trump buhlt um Krypto-Anhänger
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump wirbt derzeit verstärkt um Stimmen aus der Krypto-Community. Kürzlich kündigte er auf einer Branchenkonferenz an, einen Bitcoin- und Kryptobeirat im Weißen Haus einzurichten, der in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit „transparente regulatorische Leitlinien zum Nutzen der gesamten Branche“ entwerfen werde, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Es solle zwar Regeln geben, diese würden jedoch von Leuten gemacht, „die Ihre Branche lieben und nicht hassen“, so Trump. Der ehemalige US-Präsident kündigte zudem an, sollte er erneut Präsident werden, am ersten Tag im Amt direkt den Chef der US-Börsenaufsicht, Gary Gensler, zu entlassen. „Bitcoin steht für Freiheit, Souveränität und Unabhängigkeit von staatlichem Zwang und Kontrolle“, betonte Trump auf der Bitcoin-Konferenz. Zudem versprach er, 100 Prozent aller Bitcoin zu behalten, die die US-Regierung besitze oder künftig erwerbe. Trump verkündete, dass er der „Pro-Bitcoin-Präsident“ sein werde, den Amerika brauche.
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Ausgang Präsidentschaftswahl könnte Einfluss auf Bitcoin-Kurs haben
Trumps Aussagen verliehen dem Bitcoin selbst, als auch Aktien von US-Krypto-Unternehmen, wie unter anderem Coinbase, Riot Platforms, CleanSpark, MicroStrategy und Robinhood, vorübergehend kräftig Schwung. Die älteste und nach Marktkapitalisierung größte Kryptowährung näherte sich zeitweise der runden Marke von 70.000 US-Dollar und rückte auch ihrem Allzeithoch bei über 73.000 US-Dollar von März dieses Jahres wieder etwas näher.
„Der Kryptomarkt interpretiert ein Szenario eines Trump-Sieges als positiver für Krypto, angesichts des starken regulatorischen Vorgehens der Biden-Regierung gegen Krypto und Pro-Bitcoin-Aussagen von Trump“, schrieben Bernstein-Analysten laut Reuters in einer Notiz und prognostizieren: „Das Goldlöckchen-Szenario für Bitcoin-Mining zeichnet sich ab“.
Auch beim Asset Management-Unternehmen VanEck glaubt man, dass der Ausgang der US-Präsidentschaftswahl Einfluss auf den Bitcoin-Kurs nehmen dürfte und sieht sogar einen Zusammenhang zwischen einem möglichen Wahlsieg von Trump und einem neuen Bitcoin-Rekord. Den Analysten zufolge könnte der Bitcoin sogar die 100.000-US-Dollar-Marke erklimmen, falls Donald Trump tatsächlich noch einmal US-Präsident werden sollte.
Harris Kryptowährungen gegenüber aufgeschlossener als Biden?
Laut Milliardär und Investor Mark Cuban könnte allerdings auch die US-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Kamala Harris, technologischen Innovationen und Kryptowährungen gegenüber viel aufgeschlossener sein als der aktuelle US-Präsident Joe Biden.
Wie Cuban gegenüber Decrypt verlautete, hätten Berater, die Kamala Harris nahe stehen, bereits begonnen, sich an den Milliardär und Bitcoin-Enthusiasten, der sich mit der Krypto-Politik befasst, zu wenden. Dies könnte möglicherweise ein ermutigendes Signal sein. „Ich bekomme aus ihrem Lager mehrere Fragen zum Thema Krypto“, so Cuban kürzlich. „Deshalb werte ich das als gutes Zeichen.“
„Das Feedback, das ich bekomme, aber sicherlich nicht von der Vizepräsidentin bestätigt wurde, ist, dass sie viel offener für Unternehmen, [künstliche Intelligenz], Krypto und Regierung als Dienstleistung sein wird“, schrieb Cuban in einer E-Mail an POLITICO. „Eine Änderung der Richtlinien verändert die Botschaft und lässt alle wissen, dass sie das Sagen hat und im wahrsten Sinne des Wortes offen für Geschäfte ist“, so Cuban.
Bleibt abzuwarten, wer sich im November bei den Wahlen durchsetzen wird und wie sich das auf die Krypto-Industrie auswirken wird.
Redaktion
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15 Kommentare
Ich finde es spannend, dass Mark Cuban Kamala Harris als potenziell krypto-freundlicher einschätzt als Joe Biden. Gibt es konkrete Anzeichen dafür, dass sie eine andere Haltung hat?
Es ist faszinierend, wie sich die politische Stimmung auf den Bitcoin-Kurs auswirken kann. Die Analyse von Bernstein Research scheint die aktuelle Markterwartung gut widerzuspiegeln.
Absolut. Die Korrelation zwischen politischen Ereignissen und Kryptowährungen wird in Zukunft wahrscheinlich noch stärker werden.
Die Tatsache, dass die Biden-Regierung ein ’starkes regulatorisches Vorgehen gegen Krypto‘ verfolgt, scheint ein Hauptgrund für die positiven Reaktionen auf Trump zu sein. Könnte das zu einer Verschiebung der politischen Landschaft führen?
Trump verspricht, alle Bitcoin der Regierung zu behalten. Das ist ein interessanter Ansatz, der aber auch Fragen nach der staatlichen Kontrolle über Kryptowährungen aufwirft.
Die Aussage, dass Trump Gary Gensler entlassen würde, ist ziemlich direkt. Wie realistisch ist diese Ankündigung, und welche Konsequenzen hätte ein solcher Schritt für die Regulierung von Kryptowährungen?
Die Erwähnung von Bitpanda als BaFin-lizenzierter Broker ist gut, aber wie schneiden sie im Vergleich zu anderen Anbietern ab, wenn es um die Auswahl an Kryptowährungen geht? Über 650+ Kryptos sind eine beachtliche Zahl.
Das ist ein guter Punkt. Die Anzahl der verfügbaren Kryptos ist wichtig, aber auch die Gebührenstruktur und die Benutzerfreundlichkeit der Plattform sollten berücksichtigt werden.
Bernstein Research sieht einen Trump-Sieg als positiv für Krypto. Aber ist das nicht ein bisschen kurzsichtig? Was passiert, wenn seine Politik unvorhergesehene negative Folgen hat?
Trumps Betonung auf ‚Freiheit, Souveränität und Unabhängigkeit‘ im Zusammenhang mit Bitcoin spricht viele Krypto-Enthusiasten an. Aber wie passt das zu seinen sonstigen politischen Ansichten?
Die Ankündigung von Donald Trump, einen Bitcoin-Beirat einzurichten, klingt nach einem deutlichen Umdenken. Würde ein solcher Beirat tatsächlich ‚transparente regulatorische Leitlinien‘ entwickeln, oder ist das nur Wahlkampfgetöse?
Mich wundert, dass die Aktien von Coinbase, Riot Platforms und Co. direkt auf Trumps Äußerungen reagiert haben. Das zeigt, wie sehr Investoren auf klare Signale von politischen Entscheidungsträgern hoffen.
Ich bin skeptisch, ob ein Wechsel der Regierung wirklich so viel für den Kryptomarkt bewirken kann. Die Technologie selbst und die globale Akzeptanz sind doch viel entscheidendere Faktoren.
Die Nähe des Bitcoin zum Allzeithoch von über 73.000 US-Dollar im März ist ein starkes Signal. Könnte die US-Wahl der Katalysator für einen neuen Rekordlauf sein?
Es ist bemerkenswert, dass Trumps Aussagen dem Bitcoin kurzzeitig Schwung verliehen haben, ihn fast an die 70.000 US-Dollar-Marke brachten. Zeigt das, wie stark der Markt von politischen Erwartungen beeinflusst wird?