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Der deutsche Leitindex DAX dürfte sich nach der Weihnachtspause zunächst nur wenig bewegen. Zum Start in die neue, ebenfalls verkürzte Handelswoche, wird nur ein leichtes Plus erwartet.
Am vergangenen Dienstag, dem letzten Handelstag vor der Feiertagspause an Weihnachten, ging der DAX 0,23 Prozent höher bei 24.340,06 Puntken aus dem Handel. Zum Börsenstart am Montag wird er nun ebenfalls mit nur leichten Aufschlägen erwartet.
Am vorletzten Handelstag des Jahres dürfte sich also zunächst wenig tun – wie schon an den US-Börsen am Freitagabend.
Bisherige DAX-Rekorde
Am 9. Oktober hatte der DAX bei 24.771,34 Punkten ein neues Rekordhoch markiert. Letztlich war er an jenem Tag bei 24.611,25 Zählern in den Feierabend gegangen, was zugleich ein neuer Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Ruhiger Handel vor dem Jahreswechsel erwartet
Auch die aktuelle Handelswoche ist aufgrund von Silvester und Neujahr verkürzt. Viele Anleger haben laut Experten zudem bereits ihre Bücher geschlossen und bleiben der Börse zwischen den Jahren fern. Es wird daher weiterhin mit nur niedrigen Handelsvolumina gerechnet.
Sollte am Montag und dem zusätzlich noch verkürzten Dienstag nicht mehr groß am Jahresplus von mehr als 22 Prozent beim DAX gerüttelt werden, würde 2025 für den Leitindex zum besten Börsenjahr seit 2019. Zur Bestmarke von 24.771 Punkten, die aus dem Oktober stammt, bleibt der DAX weiterhin in Schlagweite. Davor wartet aber noch die Hürde des Dezember-Hochs bei etwas unter 24.500 Punkten als wichtige Chartmarke.
KI, Zinsen und Ukraine-Krieg bleiben im Fokus
Hauptthemen in der nachrichtenarmen Zeit zwischen den Jahren sind weiter die Erwartung sinkender US-Zinsen sowie die Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz (KI) für die Unternehmen. Anleger richten den Blick zudem weiterhin auf die anhaltenden Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs.
Redaktion / dpa-AFX / Dow Jones Newswires
Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag, Maksim Kabakou / Shutterstock.com
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15 Kommentare
Ich frage mich, ob die verkürzte Handelswoche und die geringen Volumina die Volatilität erhöhen könnten. Kleine Nachrichten könnten dann große Auswirkungen haben.
Die Chartmarke von knapp unter 24.500 Punkten scheint mir ein realistischeres Ziel für diese Woche als das Rekordhoch von 24.771,34 Punkten vom 9. Oktober.
Ich bin etwas skeptisch, ob die Erwartung sinkender US-Zinsen tatsächlich eintreffen wird. Die Inflation scheint ja noch nicht vollständig unter Kontrolle zu sein.
Da haben Sie Recht. Die Inflationsdaten werden entscheidend sein, um zu sehen, ob die Fed tatsächlich ihren Kurs ändern wird.
Ein Plus von über 22 Prozent im Jahr ist beeindruckend. Könnte das ein Zeichen für eine nachhaltige Erholung sein, oder ist das nur ein kurzfristiger Effekt?
Die Tatsache, dass viele Anleger zwischen den Jahren fernbleiben, ist verständlich, aber bedeutet das auch, dass sich Chancen für mutigere Investoren ergeben könnten?
Das ist eine gute Frage. Geringe Volumina können tatsächlich zu stärkeren Kursbewegungen führen, aber das Risiko ist auch höher.
Die Tatsache, dass der DAX weiterhin in Schlagweite des Oktober-Hochs bleibt, zeigt, dass die Stimmung grundsätzlich positiv ist, auch wenn es kurzfristig ruhig zugeht.
Die Erwartung eines nur leichten Plus zum Handelsbeginn ist enttäuschend, besonders nach dem Anstieg von 0,23 Prozent am letzten Handelstag vor Weihnachten – scheint, als ob der Schwung nicht mitgenommen wurde.
Wenn der DAX das Jahresplus von über 22 Prozent hält, wäre 2025 tatsächlich das beste Börsenjahr seit 2019, aber ist das realistisch angesichts der geringen Handelsvolumina zwischen den Jahren?
Die anhaltenden Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sind natürlich von großer Bedeutung. Ein positiver Ausgang könnte die Märkte deutlich beflügeln.
Die Kombination aus sinkenden Zinsen, KI und dem Ukraine-Krieg als Hauptfokus ist bemerkenswert. Wie bewerten Sie die relative Bedeutung dieser Faktoren aktuell?
Es ist beruhigend zu hören, dass die Experten mit niedrigen Handelsvolumina rechnen. Das deutet auf eine gewisse Stabilität hin, auch wenn keine großen Sprünge zu erwarten sind.
Der Fokus auf KI ist nachvollziehbar, aber welche konkreten Unternehmen im DAX profitieren Ihrer Meinung nach am meisten von dieser Entwicklung?
Mich wundert, dass die Anleger bereits ihre Bücher geschlossen haben, obwohl die Zinsen ein so wichtiges Thema sind. Beeinflusst das nicht die kurzfristige Entwicklung?