Die EU-Kommission hat am 12. Oktober 2026 die Annahme des neuen Förderprogramms AGILE begrüßt. Das Instrument stellt 115 Millionen Euro bereit, mit denen kleine und mittlere Unternehmen der Verteidigungsbranche unterstützt werden sollen.
Laut der Mitteilung richtet sich das Geld gezielt an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), ausdrücklich eingeschlossen sind Start-ups und Scale-ups. Die Mittel sollen zwei Dinge leisten: zum einen die Entwicklung innovativer Verteidigungslösungen durch diese Unternehmen fördern, zum anderen deren Einführung und Verbreitung – die Mitteilung spricht von „uptake“ – unterstützen.
Zielgruppe der Mittel
Die Kommission benennt die Adressaten des Programms präzise: Es handelt sich um kleinere und jüngere Firmen, nicht um etablierte Großkonzerne der Rüstungsindustrie. Start-ups und Scale-ups werden in der Mitteilung eigens hervorgehoben, was auf eine Abgrenzung zu bisherigen Förderinstrumenten hindeutet, die sich stärker an größere, bereits am Markt etablierte Unternehmen richten konnten.
Welche konkreten Technologiefelder innerhalb der Verteidigungsindustrie von AGILE profitieren sollen, nennt die Mitteilung nicht. Ebenso wenig enthält sie Angaben zu Vergabekriterien, zu Fristen für Anträge oder zu einem konkreten Starttermin, ab dem Unternehmen Mittel abrufen können.
Offene Fragen
Unklar bleibt nach der vorliegenden Mitteilung auch, wie sich die 115 Millionen Euro über mehrere Jahre oder Förderrunden verteilen, ob Kofinanzierungen durch die Unternehmen selbst vorausgesetzt werden und welche EU-Institutionen über die einzelnen Zuschläge entscheiden. Die Kommission beschränkt sich in ihrer Mitteilung darauf, die Annahme des Programms zu begrüßen und dessen Zielsetzung – Unterstützung von KMU bei der Entwicklung und Einführung von Verteidigungsinnovationen – zu benennen.
Für Unternehmen aus dem Kreis der kleinen und mittleren Betriebe sowie für Start-ups und Scale-ups, die im Bereich Verteidigungstechnologie tätig sind, stellt das Programm damit eine neu benannte Förderquelle dar, deren konkrete Ausgestaltung nach dieser Mitteilung noch nicht im Detail vorliegt.

