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China hat mehrere riesige Goldvorkommen entdeckt. Besonders ein Fund in der Provinz Hunan sorgt für Aufsehen. Experten sprechen von einem „supergroßen“ Goldvorkommen.
China hat in der Provinz Hunan eine der größten Goldlagerstätten der Welt entdeckt. Laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua handelt es sich um ein „supergroßes“ Vorkommen mit geschätzten Reserven von über 1.000 Tonnen Gold. Der Wert dieses Schatzes wird auf etwa 600 Milliarden Yuan (umgerechnet rund 85,9 Milliarden US-Dollar) beziffert. Geologen fanden insgesamt 40 Goldadern im Wangu-Goldfeld im Kreis Pingjiang, die bis zu einer Tiefe von etwa 2.000 Metern reichen.
Sichtbares Gold in Bohrkernen
Laut Chen Rulin, einem Experten für Erzprospektion, enthalten viele der Bohrkerne sichtbares Gold. In einer Tiefe von 2.000 Metern liege der Goldgehalt bei bis zu 138 Gramm pro Tonne Erz, sagte er laut „Newsweek“. Die Lagerstätte könnte es sogar mit Südafrikas berühmter South Deep-Mine aufnehmen, so der Bericht.
Weitere Entdeckungen in China
Neben dem Fund in Hunan hat China weitere bedeutende Goldvorkommen entdeckt. Im November letzten Jahres wurde ein Vorkommen mit über 1.400 Tonnen Gold in der Provinz Liaoning gemeldet. Laut dem Ministerium für natürliche Ressourcen sei dies der größte Einzelfund seit der Gründung der Volksrepublik China im Jahr 1949. Zudem wurden im Kunlun-Gebirge nahe der westlichen Grenze des Landes ebenfalls über 1.000 Tonnen Gold gefunden.
picture alliance / CFOTO | CFOTO
Unterseeische Lagerstätten vor Laizhou
Auch unter Wasser macht China Fortschritte: Vor der Küste von Laizhou auf der Jiaodong-Halbinsel in der Provinz Shandong wurde Asiens größtes unterseeisches Goldvorkommen entdeckt. Die genaue Größe des Fundes ist zwar noch nicht bekannt, doch die Region beherbergt mittlerweile etwa 26 Prozent aller bekannten chinesischen Goldreserven.
Chinas wachsende Bedeutung im Goldmarkt
China hat sich zu einem wichtigen Akteur auf dem globalen Goldmarkt entwickelt. Laut der „South China Morning Post“ befinden sich allein auf der Jiaodong-Halbinsel über 3.500 Tonnen Gold, was diese Region zu einem der weltweit größten Fördergebiete macht. Im Vergleich dazu produzierte die USA im Jahr 2024 lediglich 160 Tonnen Gold im Wert von etwa 12 Milliarden US-Dollar, wie aus einem Bericht des US Geological Survey hervorgeht.
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24 Kommentare
Die Entdeckung in Liaoning, mit über 1.400 Tonnen, ist ein Beweis für die Effektivität der chinesischen geologischen Forschung. Welche neuen Methoden wurden dort eingesetzt?
85,9 Milliarden US-Dollar in Goldreserven – das ist eine enorme Summe! Wird dieser Fund die chinesische Währungspolitik beeinflussen oder eher zur Stärkung der nationalen Goldreserven verwendet?
Chen Rulins Aussage über sichtbares Gold in den Bohrkernen ist ein starkes Indiz für die Qualität des Vorkommens. Das könnte die Abbaupläne beschleunigen.
Die Tatsache, dass die Lagerstätte in Hunan mit der South Deep-Mine verglichen wird, ist ein Kompliment. South Deep ist bekannt für seine Größe und Komplexität.
Die Konzentration von Gold auf der Jiaodong-Halbinsel ist wirklich bemerkenswert. Gibt es Hinweise darauf, dass diese Region in der Vergangenheit vulkanisch aktiv war, was die Goldablagerung begünstigt haben könnte?
Ja, die Jiaodong-Halbinsel ist bekannt für ihre vulkanische Vergangenheit, die tatsächlich zur Bildung der Goldlagerstätten beigetragen haben könnte.
Die Meldung über 1.400 Tonnen Gold in Liaoning im November letzten Jahres zeigt, dass dies kein Einzelfall ist. Scheint China gerade eine neue Ära der Goldentdeckungen zu erleben?
Der Vergleich mit der South Deep-Mine in Südafrika ist interessant. Könnte diese neue Lagerstätte in Hunan tatsächlich eine ähnliche Größenordnung erreichen und somit zu einem globalen Schlüsselproduzenten werden?
Im Vergleich zu den USA mit ihren 160 Tonnen Goldproduktion im Jahr 2024, ist Chinas Fund eine ganz andere Liga. Das könnte die globale Goldverteilung erheblich verschieben.
Ein Goldgehalt von bis zu 138 Gramm pro Tonne Erz in 2.000 Metern Tiefe klingt vielversprechend, aber wie hoch sind die tatsächlichen Abbaukosten bei solchen Bedingungen?
Die chinesische Regierung scheint großen Wert auf die Erschließung von Rohstoffen zu legen. Welche langfristigen strategischen Ziele verfolgt China mit diesen Goldentdeckungen?
Die 600 Milliarden Yuan Schätzung des Goldwertes ist enorm. Wie wird dieser Reichtum in die chinesische Wirtschaft reinvestiert werden?
Es ist faszinierend, dass China auch unterseeische Goldvorkommen erschließt, wie das in Laizhou. Die Tatsache, dass dort bereits 26 Prozent der chinesischen Goldreserven liegen, deutet auf ein enormes Potenzial hin.
Ich bin gespannt, wie sich die Technologie im Unterwasserabbau in Laizhou weiterentwickelt. Die Bedingungen dort sind sicherlich anspruchsvoll und erfordern innovative Lösungen.
Ich frage mich, ob diese Entdeckungen auch Auswirkungen auf die Goldpreise haben werden. Eine so große Zunahme des Angebots könnte den Preis dämpfen, oder?
Die 40 Goldadern im Wangu-Goldfeld deuten auf eine komplexe geologische Struktur hin. Wie schwierig wird es sein, diese Adern effizient zu erschließen und zu fördern?
Die Konzentration von über 3.500 Tonnen Gold auf der Jiaodong-Halbinsel macht diese Region wirklich einzigartig. Welche geologischen Faktoren haben zu dieser außergewöhnlichen Anreicherung geführt?
Die Tatsache, dass sichtbares Gold in den Bohrkernen gefunden wurde, ist ein gutes Zeichen für die Rentabilität des Abbaus. Das spart Zeit und Geld bei der weiteren Exploration.
Es ist bemerkenswert, dass China seit der Gründung der Volksrepublik 1949 den größten Einzelfund von über 1.400 Tonnen Gold gemacht hat. Das zeigt, wie intensiv die Suche nach Ressourcen betrieben wird.
Es ist interessant zu sehen, wie China seine Position auf dem Goldmarkt ausbaut. Die steigende Produktion könnte die Abhängigkeit von anderen Goldproduzenten verringern.
Die Tiefe von 2.000 Metern im Wangu-Goldfeld stellt eine große technische Herausforderung dar. Werden spezielle Abbautechniken erforderlich sein, um das Gold zu gewinnen?
Das ist eine gute Frage. Tiefbau ist teuer und birgt Risiken, aber bei diesen Mengen lohnt sich die Investition wahrscheinlich.
Die Entdeckung von über 1.000 Tonnen Gold im Wangu-Goldfeld in Hunan ist beeindruckend, besonders wenn man bedenkt, dass die Goldadern bis zu 2.000 Meter tief reichen. Wie realistisch ist es, diese Tiefe wirtschaftlich abzubauen?
Die Entdeckung im Kunlun-Gebirge, nahe der westlichen Grenze, ist besonders interessant, da diese Region bisher weniger im Fokus der Goldexploration stand. Gibt es dort noch weitere unentdeckte Vorkommen?